Argentinischer Senat stimmt Freigabe für medizinisches Cannabis zu

Die Senatoren in Argentinien stimmten diese Woche über die Genehmigung eines Gesetzes ab, das die therapeutische Verwendung von Cannabis im Land regelt. Das Ergbnis: Ein klares Ja.

Von Edgar Schülter

Das Gesetz soll ein nationales Programm für die Erforschung und Untersuchung der therapeutischen Verwendung von Cannabis regeln. Das argentinische Gesundheitsministerium wird für die Versorgung verantwortlich sein – sei es durch Importe oder einen geregelten Anbau durch den Staat.

Die nationale Arzneimittelbehörde (ANMAT) wird die Importe von Cannabisöl ermöglichen. Diese sollen dann kostenlos für alle Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden, die unter anderem im Nationalregister als Epileptiker, Patienten mit chronische Schmerzen und  Fibromyalgie aufscheinen. Für Maria Laura Alasi, Mutter einer vierjährigen epileptischen Tochter, erfüllt sich somit ein Traum. Sie wird einer der ersten Patienten sein, die durch die ANMAT die Erlaubnis bekommt, Cannabisöl als Behandlungsmittel für ihre Tochter zu erhalten. Viele Familien kämpften bisher für die Legalisierung dieser Art von Medikation. Der Hauptvorteil dieses neuen Gesetzes soll die Sicherheit der Dosierung sein.

Durch die ärztliche Betreuung wird garantiert, dass die genaue Dosierung verabreicht und angewandt wird. Außerdem wird durch die Beobachtung des Verlaufs der Krankheit eine weitere Vergabe angepasst oder gar eingestellt. Es ist ein Durchbruch in der Behandlung, gerade bei all jenen Patienten, bei den die konventionellen Medikamente,der Verfügung stehenden Pharmakologie nicht gewirkt haben.

Allerdings weisen die Befürworter der Legalisierung darauf hin, dass das neue Gesetz noch nicht ausreichend ist, um eine Selbstkultivierung von Cannabispflanzen zu regeln. So werden Sie weiterhin dafür kämpfen.

Loading...

Cannabis führt nachweislich zu einer wirksamen Behandlung bei epileptischen Anfällen. Es ist zudem ein Muskelenspanner und Menschen die unter epileptischen oder ähnliche Krampfanfällen leiden, zeigten unter der Behandlung mit Cannabis eine deutliche Besserung der Symptome.

Lesen Sie auch:  CBD-Kosmetik: Nachhaltig und wirksam

Seitdem das medizinisches Marihuana in Kalifornien legalisiert wurde, haben Ärzte berichtet, 300.000 Fälle von Migräne erfolgreich zu behandeln, wozu die konventionelle Medizin nicht in der Lage war. Die amerikanische „Association for Cancer Research“ teilte zudem mit, dass Marihuana tatsächlich bei der Verlangsamung der Ausbreitung von Tumoren in der Lunge, Brust und auch im Gehirn wirkt.

Jedoch ist der unkontrollierte Konsum ebenfalls gefährlich. Dabei sind psychische Abhängigkeit und gar paranoide und andere psychische Erkrankungen – die sogar zum Suizid führen können – nicht selten. Der Konsum sollte daher nicht ohne ärztliche Beobachtung und die richtige Dosierung je nach Krankheit erfolgen.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

10 Kommentare

  1. Cannabis beruhigt das Nervensystem..und reduziert Überreaktionen desselben..es eignet sich auch zur Schmerzbehandlung..zumal die Chemische Keule hierbei immer mehr an Wirkung verliert.

  2. Jedoch ist der unkontrollierte Konsum ebenfalls gefährlich. Dabei sind psychische Abhängigkeit und gar paranoide und andere psychische Erkrankungen – die sogar zum Suizid führen können – nicht selten. Der Konsum sollte daher nicht ohne ärztliche Beobachtung und die richtige Dosierung je nach Krankheit erfolgen.

    Das ist leider reichlich übertrieben und unsachlich !

    Von Cannabis ist wohl noch keiner gestorben, jedoch an Alkohol Tausende. Im Kindes- oder Jugendalter (Entwicklungsalter) soll es angeblich nicht so gut sein. Außerdem, kontrollieren kann den Konsum keiner, wie bei Alkohol. Es gibt einige Literatur, die im richtigen Umgang mit Cannabis der Gesundheit förderlich ist und auch Krebs heilt. Aber selbstverständlich wird von der deutschen Vormundschafts-Politik jegliche Entkriminalisierung und privater Anbau von Hanf gesetzlich verhindert.

    Ein hochinteressantes Buch, für den privaten Gebrauch:

     

     

    1. " Jedoch ist der unkontrollierte Konsum ebenfalls gefährlich………………….." Allein schon ein unkontrollierte Straßenüberquerung ist gefährlich, wie das Leben an sich (drum endet es auch mit dem Tod).                                                                                                                      Der Herr Schülter übernimmt hier die allgemein gültigen Volksweisheiten (eines Biertrinkervolkes). Anders als bei dem  in unserem Kulturkreis üblichen und legalen Alkohol ist ein "unkontrollierter Konsum" von Cannabis kaum möglich. Ich habe 48 Jahre "Erfahrung" mit dieser (leider) illegalen Droge und habe viele Bekannte, die seit Ende der 60er Jahre Kenner und z.T. noch Konsumenten sind, allein vom Cannabiskonsum gibt es keine "psychischen Erkrankungen" und Suizidgefahr als Folge des Kiffens zu nennen, erscheint mir geradezu lächerlich. Das Gegenteil ist eher der Fall, als Mittel gegen Depressionen eignet sich Cannabis besser als Psychopharmaka. Alkoholvergiftungen allerdings sind tagtäglich zu verzeichnen und ich wage die Behauptung, dass der volkswirtschaftliche Schaden durch den Alkohol durch nichts zu rechtfertigen ist.

      1. Absolut richtig..wir sind biologische Wesen..werden aber über den ''Laborschlüssel'' behandelt als wären wir Alien's.

        Die hohe Selbstmordrate zb.bei synthetischen Antidepressiva dürfte auf die Ignoranz unserer natürlichen biologischen Schlüssel zurückzuführen sein.

        Wer den Menschen nur aus der Sicht des Profithammer's sieht..wird ihm eher schaden..denn nützen.

  3. Besonders interessant ist der letzte Abschnitt des Artikels – wo es heißt : der unkontrollierte Konsum ist ebenfalls gefährlich und sollte nur unter ärztlicher Beobachtung erfolgen.

    Alles andere macht die Sache nämlich nur noch schlimmer.

    Ob das von der Merkel Regierung bedacht worden ist, oder warum ist jetzt auf einmal – von heute auf morgen- nach jahrelangen politischen Streit in Deutschland – die Freigabe von Cannabis erlaubt !?

    Jetzt nachdem man weis das viele Neuankömmlinge doch psychisch gestör,tdrogenabhängig und Dealer sind.

    1. Ob das von der Merkel Regierung bedacht worden ist, oder warum ist jetzt auf einmal – von heute auf morgen- nach jahrelangen politischen Streit in Deutschland – die Freigabe von Cannabis erlaubt !?

      Für den Hausgebrauch ist gar nichts freigegeben. Es geht in eher seltenen Fällen nur über den Arzt und die Apotheke (mit Rezept). Das ist natürlich teuer und hat mit Legalisierung im Allgemeinen nichts zu tun. Es wird höchster Profit aus dieser "Regelung" geschlagen. Privater Anbau und Nutzung bleibt verboten. Da können Sie doch beruhigt sein…und sicher schlafen.

  4. Pharmaindustrie und Fiskus wollen die Kontrolle über Hanf … das ist keine Freigabe ,sondern ein Geschäftsmodell um die Freigabe zu verhindern

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.