Antidepressiva.

Veröffentlichte Gerichtsdokumente in einem Fall gegen GlaxoSmithKline zeigen, dass Antidepressiva das Suizidrisiko um über 800 Prozent erhöhen können.

Von Marco Maier

Die Food and Drug Administration (FDA) und Big Pharma mussten zugeben, dass Antidepressiva das Suizidrisiko – entgegen den Versprechungen von Stimmungsaufhellungen – deutlich erhöhen. Und das sogar um mehr als 800 Prozent. Grund dafür war ein Gerichtsprozess gegen den Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK). Demnach hat das bekannte und populäre Antidepressiva und Anti-Angstzustands-Medikament Paroxetine (umgangssprachlich als "Paxil" bezeichnet) offenbar fatale Nebenwirkungen. Dies zeigt ein umfassender Bericht aufgrund eines Gerichtsprozesses.

Die Zusammenarbeit der FDA, die eigentlich die Sicherheit von Medikamenten überprüfen soll, mit Big Pharma wird angesichts dieses Falles wieder einmal offensichtlich. Denn laut GSK hat die FDA es nicht erlaubt, eine zusätzliche Warnung von einer "statistisch signifikanten Zunahme in der Häufigkeit von suizidalem Verhalten bei Patienten die mit Parotexine behandelt werden" anzubringen. Laut dem Pharmakonzern bei Gericht wollte die FDA so verhindern, dass ähnliche Warnungen bei allen Antidepressivas angebracht werden. Doch ob GSK hier die Schuld an die FDA abschieben will, oder ob dem wirklich so war, muss sich noch klären.

Auf jeden Fall zeigt es sich anhand dieses Falles, dass man in Sachen Medikamente und Nebenwirkungen nicht wirklich auf die Beipackzettel vertrauen darf. Wer weiß, was den Patienten bei so vielen anderen Medikamenten verschwiegen wird. Profite stehen eben nicht selten über der menschlichen Gesundheit. Auch im medizinischen Bereich.

Loading...
Loading...

11 KOMMENTARE

  1. Wer nimmt schon Antidepressiva? Das Übel ist an der Wurzel zu bekämpfen. Tut man aber nicht, weil man dauerhaft um die Problemlösung herumschleicht.

  2. Sollte bekannt sein.

    Und hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem dummen Lämmchen..und einem intelligenten Wesen.

    Das intelligente Wesen hat die längsten Lebenserwartungen.

    Aber eine gierige Industrie will ja auch ''leben.''

  3. Wie beim Impfen, Ärzte sind Täter, welche diese Krankmacher verteilen, als ob es Bonbons wären und sich auch noch auf Kosten der Patienten bereichern!

    Aber auch der Patient ist Schuld, denn so unfassbar uninformiert und desinteressiert (selbst bei der eigenen Gesundheit), ermöglicht er der Machtelite alle Möglichkeiten. Wenn man das schon hört, z.B. in der Apotheke, wenn die dummen Kunden/Patienten dastehen und noch nicht mal wissen, was sie selber seit Jahren an Medikamenten nehmen … "äääh das ist so eine Schachtel, weiß mit irgendwas"! Naja, wer sich noch nicht mal dafür interessiert, was er einnimmt, dem ist wohl erst Recht egal, was "die da Oben" so alles machen!

     

     

  4. Mir reichen ein paar Flaschen Bier um nicht depressiv zu sein 🙂  Wenn ich dann Müll schreibe finde ich das dann nachher auch noch lustig  🙂

    • Prost Walter.

      Hat mein Daddy auch gemacht..allerdings regelmäßig 'ne ganze Kiste..war wohl zuviel und is heute dement.

      Tja..jeder Spaß geht mal vorbei…

      Die Dosis macht's./Paracelsus

      • Meine Großmutter erlitt auch diese entsetzliche Demenz. Ihr Alkoholgenuss beschränkte sich auf ein Likörchen zum anstoßen, wenn sie Geburtstag hatte.

  5. Ich persönlich glaube sogar, daß in einigen Fällen von Medikamenten diese so in der Absicht zusammengesetzt werden, damit der erwartete Schaden auftritt!

    Das ist meine persönliche Meinung, aber dieses Gefühl werde ich nicht los!

    • ..kann man nicht von der Hand weisen..in diesem Falle wäre die sogenannze ''Medizin''…wohl eher eine beschleunigte Anleitung zum Selbstmord..

      Gibt es etwas gefährlicheres als das Leben…?!

  6. Natürliche Antidepressiva wie Marihuana sind verboten. Statt dessen werden wir mit diesen Chemiekeulen vergiftet oder Alkohol macht uns fertig. Aber der Unrechtsstaat hat etwas dagegen, daß wir gesund sind.  Marihuana legalisieren. SOFORT!

    • Und "Natürliche Antidepressiva", die noch nicht verboten sind, werden verteufelt.

      Zu natürlichen Antidepressiva gehören auch ein geselliges Zusammensein. Gesellig zusammensein können nur Gesellen, die sich gegenseitig akzeptieren, so wie sie sind.

      Wenn man die Raucher vor die Tür schickt, die Fleischfresser in die Kammer hinten, Cola erst gar nicht mehr verfügbar macht, jeden, der kein stilles Wasser mag, überlegen belächelt, weil er nicht weiß, was gut für ihn ist, die Kinder in den Hort entsorgt und höchstens Unsicherheiten hat, weil man nicht mehr weiß, auf welches Klo man gehen darf, dann bilden sich nur noch Subgesellschaften. Die sympatischste ist mir oft die vor der Tür.

       

       

  7. Antidepressiva sind eine böse Sache und ein gutes Geschäft.

    Man hat aus seinem Bekanntenkreis während seines Lebens nur wenig Überblick mit depressiven Menschen, meiner ist kurz zusammengefasst.

    In meiner Kindheit (Depressionen gabs damals noch nicht) unternahm eine junge Mutter aus der Nachbarschaft zwei Selbstmordversuche. Niemand wusste warum und alle waren alamiert und passten auf, tagsüber, wenn der Mann zur Arbeit war. Trotzdem schaffte sie den dritten Anlauf, indem sie nachts in die Schrebergärten schlich und sich in einen Brunnen stürzte. Rückblickend würde ich sagen, hier hätte eine Medizin vielleicht helfen können.

    Von den anderen Bekannten konnten sich zwei von den Antidepressiva wieder befreien, die eine durch eine Entziehungskur auf eigene Kosten (lasst mich hier nicht mehr raus, bis ich das Zeug nicht mehr brauche!), der andere, weil er eine Lebensaufgabe fand. Er mochte eine schwer kranke Mitpatientin aus der Psychiatrie und lebte dann nur noch für sie und ihr Kleinkind, das er in jeder freien Minute aus dem Kinderheim befreite und zu seiner Mutter brachte. Er musste dabei riesige Wege zurücklegen und hatte keine Zeit mehr für eigene Wehwehchen.

    Von den anderen habe ich Abstand genommen, seit sie Psychopharmaka nehmen. Sie haben ihre Persönlichkeit geändert und leiden nun unter  Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung, manchmal auch Misstrauen und Verfolgungswahn und reagieren nicht normal. Solche Dinge führen auch zum Jobverlust. Derjenige kann es aus eigener Kraft nicht mehr ändern, einen Rat würde er niemals annehmen.

     

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here