Bild: Flickr.com/Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Nach einem Bericht des Magazins "stern" hat Frauke Petry ihren Antrag der sich gegen Gauland und Höcke richtet, nicht durchgebracht. Gespannt darf man darauf sein, welche Konsequenzen Petry daraus zieht.

Von Redaktion

Nach dem Antrag für den Bundesparteitag der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, haben sich am Freitagmorgen die Vertreter der AfD-Landesverbände mit dem Thema befasst. In der Telefonkonferenz sprachen sich nach stern-Informationen zwölf von dreizehn Landesverbänden gegen den Antrag Petrys aus. 

Petry diagnostiziert ihrer Partei in dem Papier eine strategische Spaltung, die sie überwinden will. Sie präsentiert sich selbst als Vertreterin eines realpolitischen Kurses. Ihr Antrag richtet sich gegen den Kurs ihres Stellvertreters Alexander Gauland und des Thüringer Landeschefs Björn Höcke. 

Damit verliert Petry im innerparteilichen Machtkampf entscheidend an Rückhalt. Auch Leif-Erik Holm, AfD-Vorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, sprach sich in der Telefonkonferenz gegen Petrys Antrag aus – obwohl er bislang selbst als Antragssteller verzeichnet ist. Der Berliner Landeschef Georg Pazderski hatte bereits am Donnerstag seine Unterstützung dementiert.

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8 KOMMENTARE

  1. Petry versuchte offenbar die AfD in Richtung einer dem Mainstream angepassteren Partei zu lenken, die so Mehrheiten erringen könnte.

    Doch ein solches Mainstream-Ausrichten geht nicht ohne Aufgabe orginärer Positionen einher und es verprellt die konservativen Wähler.

    Nebenbei versuchte Petry damit, Höcke und Gauland ins Abseits zu stellen.

    Es ist eine gute Nachricht, dass dies nicht geklappt hat. Denn so bleibt die AfD eine nicht angepasste, primär patriotische Partei, die wenig angepasst-, dafür eine echte Alternative ist.

    Vielleicht stieß Petrys Anbiederung an die jüdische Lobby auch auf Empörung. Diese Speichelleckerei war PR-technisch sehr kontraproduktiv.

    Die AfD wird nun versuchen müssen, beide Lager wieder zu versöhnen und eine schädliche Spaltung der Partei zu verhindern.

  2. Was'n da los, wieso knicken denn da welche weg ? Geht's da nur um die sinkenden Wählerzahlen, oder haben mail-fleißige (wie ich) etwas bewirken können, oder sind am Ende (Achtung, jetzt kommt's) alle in einem Spiel involviert außer Petry ???  🙂

    … schönes Aufregen, ich muss jetzt erstmal weg !

  3. Die AfD hat ein Parteiprogramm, diees wurde von den Mitgliedern bestätigt.

    Die AfD hat ein Wahlprogramm wurde von Petry, Meuthen und Glaser  schon öffentlich gemacht. Dazu stehen die Mitglieder.

    Petrys Alleingänge sind nicht akzeptabel und äußerst kritisch zu betrachten (siehe Lucke-Aktionen vor seiner Abwahl)

    Die Frage stellt sich schon, warum macht sie das?

    • Warum macht sie das? Ein Grund aus Dämlichkeit scheidet aus. Danach gibt es im Grunde nur eine Erklärung und die darf nicht laut wiederholt werden.

  4. "Sie präsentiert sich selbst als Vertreterin eines realpolitischen Kurses."

    heißt genau das machen, wofür Stimmen winken, also einen Selbstläufer fahren, was alle anderen auch zu verwirklichen versuchen.

    Fahr ab liebes Mädel mit deiner Zweigstelle von Realpolitik. Dafür brennt die Deutsche Seele nicht nach einer neuen Partei.

  5. Diese Sorte Politik die sich Realpolitik nennt haben wir doch seit Jahrzehnten Frauke Petry.Wer braucht denn noch sowas?Wir brauchen ALTERNATIVEN die sich nicht die Anweisungen aus einem anderen kleinen Land am Mittelmeer holen müssen.

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