13 Milliarden Euro in den Rachen der Bankster – Portugals wahres Problem

Catarina Martins, Vorsitzende des Bloco Esquerda, stellt noch einmal klar, was die Bankster sich in Portugal so alles geleistet haben und noch leisten. Dabei fällt auf, dass Portugals Banken inzwischen fast völlig in ausländischer Hand sind.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Bei einem, nicht zufällig gewählten, Besuch im Finanzamt Matosinhos (bei Porto), zog Catarina Martins noch einmal Balance, was die „Bankenrettung“ in den letzten Jahren der Krise in Portugal betrifft. Der portugiesische Steuerzahler steckte in dieser Zeit über 13 Milliarden Euro in die Banken des Landes. Einmal durch den Staat (mit „Hilfe“ der Troika) saniert, werden die Geldinstitute verscherbelt – an ausländische Investoren. Ein Problem, das im Übrigen auf viele Euroländer zutrifft.

„Die Banif wurde der Santander 'geschenkt', die BPN wurde an Angolas BPI übergeben und die BCP wird auch von der chinesischen Fosun kontrolliert“, sagte Catarina Martins und erwähnte noch, dass die BPI durch das Kapital der katalanischen Caixa Bank gesteuert wird. „Ich frage mich, ob wir die Novo Banco von den Amerikanern der Lone Star leiten lassen sollten“, so Catarina Martins zynisch. Ihrer Meinung nach würde die von Anfang an vom BE vorgeschlagene Verstaatlichung dem Steuerzahler billiger kommen als die jetzige Lösung, die den Investmentbankern von Lone Star alle Gewinne zuschreibt, die Risiken aber mal wieder beim Staat belässt.

Für die Vorsitzende des Bloco Esquerda, die Portugals Regierung im Parlament stützt, muss endlich Schluss damit sein, dass die Steuerzahler ständig dem Finanzsystem finanziell unter die Arme greifen und dann mitansehen müssen, dass es in die Hände von ausländischen Investoren wandert. Der Fall der jetzigen Privatisierung ist wieder einmal mehr das Werk der EZB. Portugals Regierung soll den Restrukturierungsplan durchziehen – das heißt Filialen schließen, Arbeitsplätze streichen, „abspecken“ – und  die Lone Star muss nur eine Kapitalerhöhung durchführen. Mit anderen Worten: „Die Investoren geben sich selber Geld!“ Des weiteren „darf“ der Staat 25 Prozent der Novo Banco behalten, aber Brüssel und Frankfurt lassen Portugals Steuerzahler nur als „Stille Teilhaber“ dabei bleiben. „Der Staat zahlt immer, hat in der Vergangenheit bezahlt und wird in der Zukunft zahlen, während Lone Star nichts bezahlen muss!“, betonte Martins.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Tatsächlich liefen die „Bankenrettungen“ immer nach ähnlichen Kriterien ab. Unter der Vorgängerregierung hatte die Troika keinerlei Widerstand. Die Gelder, die dem portugiesischen Staat von der Troika zur Bankenrettung zur Verfügung gestellt wurden, schienen erst viel zu viel. Doch jetzt wurde klar warum. Im Laufe der Zeit wurde deutlich, wie die Bankster Kredite an „Freunde“ vergaben und ruinöse Geschäfte abwickelten. Politiker und einflussreiche Persönlichkeiten waren den Bankern wichtiger als die Finanzierung der Wirtschaft. Die Novo Banco ist die „Good Bank“ der BES (Banco Espirito Santo), für dessen Inhaber – der Familienclan „Espirito Santo“ – Ricardo Salgado geopfert wurde.

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Die Verbrechen dieser Bankster möchte manche Portugiesen dazu verleiten, eine ausländische Kontrolle ihres Bankensystems zu begrüßen. Doch sind Bankster überall auf der Welt zu ziemlich gleich und dazu kommt noch, dass eine Kapitalflucht zu erwarten ist, wenn Fosun, Loan Star oder Santander ihre Gewinne „nach Hause“ holen… Obwohl „zu Hause“ eigentlich bei allen gleichbedeutend mit Steuerparadiese ist. Trotzdem ist es ein unbehagliches Gefühl, wenn Banken auf „Anordnung“ Brüssels oder Frankfurts verscherbelt werden und in den Händen von Spaniern, Angolanern, Chinesen oder gar US-Amerikanern landen. Diese Pleitebanken gehören dem Steuerzahler, wenn er schon auf Generationen die Schulden zahlen muss, und der Staat sollte dafür sorgen, dass mit diesen Banken die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Finanzierung bekommen, die sie brauchen.

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9 Kommentare

  1. Dafür wurde die EU gegründet !  Den Großbanken und Konzernen die Möglichkeit zu eröffnen sich den Wohlstand die Arbeitskraft und die Steuern der Bürger einzuverleiben .

    Und das daß EU Millitär für die Amis Mord und Zerstörung über die Welt bringt . 

    Das wird für Europa eine Rechnung die es nie mehr bezahlen kann ! So ein Politiker aus Asien . Wissen sie was manche Russen sagen , sie brauchen nicht Amerika zu bombadieren wenn sie Westeuropa verbrennen geht die USA automatisch mit unter !

    1. Humor, Humor ist hier angesagt. Das nur noch ne Veranstaltung von und für Narren. Bedauerlich nur das sie sich am Ende gegenseitig mit Krieg überziehen werden. Denn wie wir aus der Geschichte wissen. Einer muss Schuld sein. Und in der Regel ist das immer der andere. 

    2. Rudolf Weissmueller

      So ist es. Und das ganze nennt sich Faschismus.

      Wie sagte noch unsere "Kanzlerin": Die Bankenrettung ist Alternativlos.

      Noch Fragen Hauser?

    3. Im kfm. Bereich bezeichnet man das als betrügerischen Bankrott auf Kosten der Steuerzahler, strafbar in Deutschland nach HGB, verursacht von einer EZB mit der Beihilfe zur Insolvenzverschleppung, die keine Währungspolitik mehr betreibt, sondern nur noch Pleitestaaten, mit involventen Banken auf Kosten der Steuerzahler mit den kriminellen Methoden der 'Hilfsproragmme' wie z.B. dem ELA – QE – CSPP, Target II und der Hilfskrücke des ESM ect. die überfälligen Konkursverfahren verhindert.

  2. So ist es  – Bankster auf der Welt sind so ziemlich alle gleich (korrupte Verbrecher).

    BANKSTER sind auch diejenigen die die Politik mitbestimmen, genauso wie Großkonzerne.

    POLITIKER sind nur deren Handlanger und Marionetten  die deren Befehle versuchen auszuführen. 

     

    Siehe auch : ZUERST ! Deutsches Nachrichtenmagazin

    30 März- Visegrad-Länder gegen "Erpressung" durch die EU: "Lassen uns keine Bedingungen diktieren"  und wehren sich gegen Brüsseler Vorgaben  ( jährliche,dauerhafte Pflichtaufnahme von Muslime ).

    Länder die klare Kante zeigen,  gut so !

  3. Der Chef Mafioso Mario Draghi mit Goldman Sachs Ausbildung macht seine aufgabe doch gut oder nicht ? Rui brauchen Portugiesen überhaube Banken ? Sklaven bekommen kein Geld nur etwas zum Essen und das ist gut so   Betrifft alle Europäer, Asiaten, Lateinamerikaner und Neger. Ausnahme weiße mit Englisch als Nationalsprache

    1. Ah, aber Portugiesen sind gut ausgebildete Diplomsklaven, denen muss man die Illusion geben einen „Lohn“ zu bekommen. Ansonsten, sind Bankster vor allem, aber l¨ngst nicht ausschliesslich aus NY und London. Frankfurt, Tokio, Hong-Kong Peking Seul Singapur, Dubai, Riad, Kuweit, Luanda, Johannesburg, São Paulo, Paris, Moskau Taipe Bankok Sidney….. Puh, die sind überall

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