Wer gewann mit der Bankenrettung in der EU?

Gewiss nicht der Steuerzahler, denn laut dem letzten Report von „Bail out Business“ kosteten diese Aktionen ca. 213 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür, zeichnen sich die vier großen (The Big Four) Wirtschaftsprüfungsunternehmen, die maßgeblich bei der Umsetzung dieser Rettungen beteiligt waren. 

Von Edgar Schülter

213 Milliarden Euro, das entspricht gerade mal dem Bruttosozialprodukt Finnlands und Luxemburg zusammen. Die verschiedenen Formen der Bankenrettung zwischen 2008 bis 2014 erreichten 1,5 Billionen Euro, so die statistische Annahme der europäischen Generaldirektion des Wettbewerbes. Aber selbst dann blieb es nicht dabei, denn es gab versteckte Kosten wie Kommissionen und Honorare in großer Höhe für Finanzspezialisten, um Regierungen und Banken zu beraten.

Diese vier großen Wirtschaftsprüfer (Deloitte, EY (Ernst & Young), PricewaterhouseCoopers (PwC) und KPMG) funktionierten jedoch wie ein Oligopol, die in Zusammenarbeit mit kleinere Beratungsunternehmen die wichtigsten Rettungspläne schmiedeten. Man musste sich aber im Nachhinein eingestehen, dass selbst falsche Beratungen nicht getadelt wurden. Im Gegenteil, obwohl Regierungen derbe Verluste erlitten, wurden die Verlustbringer auch noch mit neuen Verträgen belohnt. Und das trotz der fehlerhaften Beratungsarbeiten.

Unternehmen verdienen Millionen mit „Stresstests“, die von der EZB durchgeführt werden.

Neben den großen Wirtschaftsprüfern, gibt es noch andere Unternehmen die kräftig mitverdienen, Unternehmen, die den betroffenen Banken beratend zur Seite stehen sollen. Obwohl Einblick zu bekommen, welche Summe diese Unternehmen erhalten haben, schwierig ist, ergab eine journalistische Untersuchung ab 2013, unter welchen Bedingungen die Troika diese Unternehmen einstellte, deren Beratungsarbeiten nur Schaden den Steuerzahlern verursachten, gewannen die Beratungsfirmen Millionen Euros.

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Insbesondere die von der EZB durchgeführten Stresstests, lassen die Kassen solcher Beratungsunternehmen deutlich klingeln. Als Beispiel wurde eine Bank in Irland im Jahre 2006 als „beste Bank der Welt“ von einen der Berater gekürt. Die gleiche Bank wurde drei Jahre später wegen Insolvenzgefahr verstaatlicht. Das Beratungsunternehmen selbst, bekommt jetzt immer noch für seine „Leistungen“, 14 Millionen Euro von der EZB ausgezahlt.

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Alleine im Jahr 2014 bezahlten Banken und Regierungen an die 500 Millionen Euro, eben für solche Stresstests. Die Tatsache, dass die Bankenvereinigung die Macht der EZB nur weiter stärkt, dürfe somit Grund von weiterer Besorgnis sein, denn die EZB ist weit weg von jeglicher Kontrolle, welche demokratische Institutionen unterliegen sollten.

Die Ausgabe der berühmten „Drehtüren“ zwischen privaten Finanzierungen und politischen Entscheidungspositionen in den europäischen Institutionen, ist ein weiterer Risikofaktor. Warum werden Unternehmen belohnt, die im ihren Verlauf so viele Fehler aufweisen und gleichzeitig zig Millionen der öffentlichen Kassen kosten?  

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9 Kommentare

  1. euroeinführung verbrechen  am bürger

    brüssel stheln den menschen ihr geld

    brüssel sollte mach stüremn

     euroeinführung wahr ein ist ein verbrechen am bürger
    DM diebstahl wie der euo hochgesteuert wir
    alles manipuliert verbrecher sizten in brüssel schwerverbrecher und ihre marionetten rentner gehn in europa in die mülltonnen die verbecher leben auf kosten der bürger

    saufen fressen hurren reisen hotels alles Während die Bundeskanzlerin es sich gut gehen lässt …
    … schon kurz nach der Wahl werden ALLE Rentner in bitterer Armut leben. Und das wegen dieser 3 faulen Tricks der Politik! Julien Backhaus hat die schockierende Wahrheit jetzt enthüllt. Sie werden nicht glauben, wie einfach es für Politiker ist, Ihnen das Geld mit den 3 Merkel Lügen aus den Taschen zu ziehen!

  2. Gut gewähltes Thema. Das widerlegt alles Vertrauen in die Politiker. Unfähig! Und das zu allerhöchsten Preisen an Diäten mit Gehältern für diese und zu allerhöchstem Preis, für den jeder einzelne Bürger dafür blutet.

    Das kann nur böse für jeden Staatsbürger einer solchen Politikverwaltung enden.

  3. "Warum werden Unternehmen belohnt, die im ihren Verlauf so viele Fehler aufweisen und gleichzeitig zig Millionen der öffentlichen Kassen kosten?"  

    Wesen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

    Dies sind keine Fehler, sondern Absicht, damit das fröhliche Zocken und Abkassieren der Anleger weiter hinaus geschoben werden kann.

    Gleiches Spiel lief bei den angeblich unabhängigen Ratingagentur in den VSA ab.

  4. Offensichtlich spielen sich EZB und Privatbanken gegenseitig den Ball zu und stopfen sich so ihre Taschen mit dem Geld der Steuerzahler. Kurz, Korruption.

    Es liegt der Verdacht nahe, dass die EZB ihre Neutralität verlor, als ein Mitarbeiter der GoldmanSachs namens Draghi die Führung übernahm.

    Konkret: Jüdische Bankster haben sich die Kontrolle über die EZB verschafft.

    Das Gleiche gilt übrigens auch für die FED, die Weltbank und den IWF.

    Höchste Zeit, die Juden von dort wieder zu vertreiben!

    Christoph Hörstel mit seiner Deutschen Mitte will als Einziger das Zinssystem abschaffen und die Macht der Banken brechen. Ich finde, das hat was!

    1. "Konkret: Jüdische Bankster haben sich die Kontrolle über die EZB verschafft." –  @Richard, " jüdische Bankster " haben die EZB ins "Leben gerufen", die gründen gewiß keine Bank, um die Kontrolle über selbige jemals aus der Hand zu geben. Die EZB befindet sich nicht umsonst in der Stadt, aus der ein Herr Amschel Bauer seinerzeit nach London übergesetzt ist.

  5. Daß der Steuerzahler wieder einmal hereingelegt wurde, belegt allein das beschlossene Banken-Abwicklungs-Mechanismus-Gesetz ( AbwMechG), welches vorsieht, wenn die  Mittel der Aktionäre, Gläubiger und großer Einleger einer Bank nicht ausreichen, um eine in Notlage geratene Bank ordentlich abzuwicklen, kann der einheitliche Abwicklungsfold (SRF) unter Anleitung der SRP,  einspringen. So fragt man sich woher die Milliarden EURO, zur Beihilfe der Insolvenzverschleppungen im Bankenbereich, in den letzten Jahren gekommen sind, wenn vorgesehen ist, diesen Fond des AbwMechG erst bis zum 31. Dez. 2023 mit 55 Milliarden Euros zu füllen?

    So dürfte dieses AbwMechG bereits im ersten Ansatz bei der Staatsschuldenkrise in Zypern gescheitert sein, als die nationale Bankenaufsicht nicht ausreichend auf die Krise reagierte, was dieses gesamte System, als reine Augenwischerei der Finanzaufsicht (EZB), zu lasten der Steuerzahler, in Frage stellt, was wiederrum die hektischen Druckeraktivitäten einer EZB mit ihrem 'QE' Programm erklärt, welche im großen Stil Pleitebanken und Pleite-staaten, auf kosten der Steuerzahler, 'retten' will, bzw. muß um nicht die CDS Lawine aus- zulösen.

     

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