Vehikel mit Profil: Rokon Motorrad mit Allrad-Antrieb und Schwimmfähigkeit

Die Rokon-Motorräder sind nicht für hohe Geschwindigkeiten, sondern für höchste Geländegängikeit auch im schwierigsten Terrain vorgesehen. Mit einer 10-Mann-Belegschaft werden 400-500 Motorräder per Jahr in Rochester, New Hampshire, herstellt. Kapazität hätte die Firma für ca. 1.000 Einheiten Jahresproduktion.

Von Viribus Unitis

Das Fahrzeug wurde in seiner Urform von Charles Fehn entwickelt, der die Unternehmerfamilie Nethercutt als Investor gewinnen konnte. 1958 wurde der erste Prototyp fertiggestellt und 1963 die Serienproduktion der Rokon begonnen.

Rokon-Motorräder (Rok-on gesprochen) sind mit einem automatischen stufenlosen Keilriemengetriebe und Fliehkraftkupplung ausgestattet. Der Fahrbereich (Höchstgeschwindigkeit) kann mit einem im Stand schaltbaren Dreigang-Vorlegegetriebe gewählt werden. Der Allradantrieb verteilt über Wellen, Winkel-Getriebe und Ketten die Kraft auf Vorder- wie Hinterrad. Das Vorderrad hat einen Freilauf und kann daher in Kurven schneller drehen als das Hinterrad.

Die Räder können gleichzeitig als Kanister für Wasser oder Treibstoff dienen, was zusammen mit den großen Reifen und dem Tank so viel Hohlraum gibt, dass das Motorrad schwimmfähig wird. Schwimmfähig meint, das Motorrad liegt seitlich auf dem Wasser, schwimmt so auf dem Wasser, und kann dann vom Fahrer bei Wasser-Überquerungen einfach über Wasser gezogen oder geschoben werden.

Loading...

Kopie aus Russland: Tarus 2

Früher, in alten Zeiten, waren manche Leute stolz darauf wenn sie kopiert wurden, mit ihren Erzeugnissen, denn Kopie ist die höchste Form der Anerkennung für eine gegebene Qualität. Das hat sich mit dem Aufkommen von Patenten geändert. Trotzdem ist es noch immer so – wenn man kopiert wird, dann scheint man etwas richtig zu machen. 

Rokon scheint es richtig zu machen – wenn ein Russe kopiert. Der Russe Alexander Y. Zinin entwickelte die Tarus, optisch der Rokon-Ranger sehr ähnlich, wobei die Tarus 2 zerlegbar ist (in 2 Taschen in den Kofferraum) und die Tarus 2m zusammengefaltet werden kann. Eine Serienproduktion gibt es mangels Geldgeber aktuell noch keine (Investoren werden gesucht), aber man kann Bausätze zum Selbstbau erwerben.

https://www.youtube.com/watch?v=CEUiAF0NpXc

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 Kommentare

  1. Der Russe kopiert den Schrott der Angelsachsen – zwei Stümper auf dem Weg ins technische Nirvana.

    Wer im 21. Jahrhundert einen solch dilettantischen Schrott präsentiert hat im Fach Technik nichts, aber auch überhaupt nichts zu suchen. Man gebe diesen Traumtänzern einen Besen, damit sie einer Beschäftigung nachgehen können, die ihren persönlichen Fähigkeiten gerecht wird!

    ——————————————————————————-

    In dem Video legt der Fahrer doch tatsächlich das Motorrad aufs Wasser, um es schwimmend über den Fluß zu schieben. Unfähiger gehts überhaupt nicht mehr!

    Was wäre denn die Alternative zu solch einem Dilletantismus?

    Das Gerät hat einen Motor, der mehrere PS leistet. Damit läßt sich etwas erzeugen, was der Physiker "dynamischen Auftrieb" bezeichnet.

    Im Klartext bedeutet dies, dass man mit einer geeigneten Umleitung der Motorenergie das Motorrad wie Jesus über das Wasser gehen machen kann. In der Luftfahrt wird das in Ansätzen bereits mit den Drohnen praktiziert, die man sogar als Kinderspielzeug bei Ebay kaufen kann. Die TV-Sender verwenden solche Drohnen für Kameraeinstellungen.

    In diesem Fall könnte man sich überlegen, dass man die Rotation der Räder benutzt. Dazu braucht man einen für diese Zwecke modifizierten Reifen. Die Stabilität ergibt sich selbst im Stand auf dem Wasser durch die Kreiselstabilität der Reifen.

    Der Fahrer könnte also trockenen Fußes den Fluß überqueren – egal wie tief dieser ist.

    Das Ganze wird noch dadurch leichter gemacht, dass Wasser eine um fast 1000 mal größere Dichte als Luft hat, was somit einen fast 1000 mal größeren Auftrieb nach sich zieht.

    Umkehrschluß: Man braucht auch nur ca. 1000 mal kleinere Tragflächen. Der technische Rest ergibt sich aus Logik und Reifengeometrie.

    ——————————————————————

    Bleibt die Frage, warum uns die Redaktion solch einen Schrott präsentiert. Vielleicht will sie uns die Unfähigkeit der Angelsachsen und Russen vorführen.

  2. Was für den Bauern die eierlegende Wollmilchsau, ist für den Landser das geländegängige Motorrad-u-Boot.                      Was besseres fällt mir zu diesem Artikel nicht ein.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.