Vehikel mit Profil: Cyclotron Elektro-Bike – futuristisch-urban & modular-praktisch

Das neue Elektrofahrrad von Cyclotron ist eine technische Errungenschaft, die sich angesichts des futuristischen Designs durchaus sehen lassen kann.

Von Viribus Unitis

Cyclotron, die in Nizza beheimatete Firma hatte über Crowdfunding das nötige Geld für die Entwicklung und Produktion des Bikes aufgebracht. Im Juni 2017 soll der europaweite Verkauf beginnen.

Entwickelt wurde es von der ehemaligen Triathletin Sina Deuker in Zusammenarbeit mit Patrick Herrmann und Jost Dekker. Im Rahmen der Produktion und Qualitätskontrolle ist der Asien-Produktions-Spezialist Richard Frings mit dabei, der umfangreiche Asien-Erfahrungen hat und schon mit der japanischen Toyota und der indischen TATA zusammenarbeitete. Die Chinesin Huan Xiong die vor allem in Hong Kong und Taiwan aktiv ist, komplettiert das Team. 

Es ist nicht bekannt, wo das Bike genau gebaut wird. Die beschriebene Asien-Connection deutet aber auf einen Produktionsstandort in Asien – China als Favorit – hin.

Ultra-Future-Desing mit normaler High-Tech

Der in drei Größen lieferbare Rahmen ist auch in vielen unterschiedlichen Designs lieferbar und ist in Leichtbau aus Carbon gefertigt. Alle Kabel sind im Rahmen integriert. Das Cyclotron ist für den Stadtbereich gemacht. Es ist ein Stadtrad. Gut geteerte Straßen sind ein Muss. Rumpelige Mountainbike-Strecken über Stock und Stein im Cross-Country-Bereich sind mehr oder weniger unfahrbar.

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Es gibt die Versionen "Comfort" die als Allzweck- und Familienfahrrad ausgelegt ist, und die Version "Sport", wobei man sich fragen darf, wie denn ein Elektro-Antrieb mit Sport vereinbar ist. 

Einen Smartphone-Halter hat das Bike auch. Scheinwerfer und Rücklicht sind natürlich LED, optisches Highlight in der Nacht ist aber sicherlich die LED-Felgenbeleuchtung, die die ganze Felge in seiner ganzen Rundung hell erstrahlen lässt. 

Das Cyclotron hat wahlweise ein 12 oder 18 Gang manuell zu schaltendes Getriebe, oder ein elektronisches automatisches 18-Gang-Getriebe. Die 55 ml Getriebeöl halten angeblich 10.000 km, oder ein Jahr und sind einfach selbst zu wechseln. Das Getriebe treibt über einen ketttenlosen Antrieb nabenlose Felgen, auf denen luftlose Reifen sitzen. Die luftlosen Reifen sollen 10.000 km halten, und ein Ersatzreifen-Set soll um die 100 Euro kosten.

Das Bike hat eine Energie-Rückgewinnungsanlage, die beim Bremsen oder bei der Bergabfahrt die Batterie lädt. Die Reichweite und Lebensdauer der Batterie, sowie die Kosten für eine Ersatzbatterie sind nicht bekannt.

Im Rahmen der Bike-Elektronik wird viel erfasst. Natürlich der Ladestand der Batterie, aber auch Pedal-Tritt-Kadenz, Pedal-Tritt-Kraft, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz, Fahrgeschwindigkeit, Fahrzeit und Fahrdistanz. Es gibt auch einen Steigungsmesser und einen Höhenmesser. GPS ist auch mit dabei, wobei auch eine Lokalisierung des Bikes im Falle eines Diebstahles möglich ist. Die gefahrenen Routen werden elektronisch erfasst und gespeichert.

Elektronisch kann man auch Apps nutzen und sich individuelle Anwendungen programmieren. Für Elektronik-Freaks ein weites Feld den integrierten Computer in seinen Möglichkeiten exzessiv zu nutzen.

E-Bike als Familien-Gefährt

Zum Kaffeklatsch bei den Freundinnen, oder zum Treffen in einem Cafe, fährt man sehr stylisch vor. Der Radfahr-Look ist weg, das futuristisch-moderne Design macht das Vorfahren zum Auftritt und zum Hingucker.

Es ist auch Familiengefährt. Mit den "Wingman"- Kindersitzen kann man ein oder zwei Kinder mit dem Cyclotron zum Spielplatz bringen – und zurück. Ein Kindersitz kostet wohl 399 Euro Aufpreis. Zwei Kindersitze (jeweils links und rechts am Bike), sind maximal montierbar. Lässt man die Kinder zu Hause kann man auch mit einem Kasten Bier oder einem Karton Wein den Kindersitz als Cargo-Element zweckentfremden. 

Interessant ist aber auch, dass in den nabenlosen Felgen vorne und hinten jeweils ein Einkaufskorb integriert werden kann. Sehr praktisch. Die Einkaufskörbe sind ganz einfach im Ganzen aus den Felgen herausnehmbar. Man geht damit vom Rad zum Marktstand oder in das Kaufhaus, und zu Hause angekommen klickt man den Korb wieder aus der Nabe und trägt ihn ins Haus. Aufpreis per Korb 49 Euro.

Wenn man die Einkaufskörbe nicht braucht, kann man sie im Rahmen einer optimierten Version auch zusammenklappen – und sie sind dann in der Felge nicht dicker als 2cm – die Felge ausfüllend. Das ist dann die "Butterfly"-Ausführung der Einkaufskörbe – soll 89 Euro per Stück kosten.

Die Anbringung der Einkaufkörbe ist auch im Rahmen der Fahreigenschaften sehr überlegt gemacht. Durch diese tiefe Anbringung  ist die Einkaufslast nahe am Boden, der Schwerpunkt so nahe am Boden, was die Stabilität beim Fahren positiv beeinflusst.

Im Rahmen der gesamten Konzeption – Kinder können bequem mitgenommen werden, die Einkäufe können in den Rädern transportiert werden –  soll es wohl eine "light"- Alternative zum städtischen Kleinwagen werden, immerhin können Einkäufe und bis zu zwei Kinder transportiert werden. 

In der Basisausführung soll das Cyclotron wohl rund 1.500 Euro kosten – so der Preis der für die Basisversion kolportiert wird.  

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3 Kommentare

  1. Sinnentleerter, überteuerter Plastikbomber.

    Antrieb durch Strom – angesichts einer chaotischen Energiepolitik Merkels völliger Unsinn. Wohin soll das führen? Etwa zum Bau neuer Atomkraftwerke oder zusätzlicher Windparks, die unsere Landschaft verschandeln?

    Solange man keine Quelle aus erneuerbarem Strom entwickelt ist die Konstruktion eines Antriebsstrom-Verbrauchers Irrsinn!

    Die Entwickler hätten besser ein Sytem aus Dachwindanlage und Ladestation entwickelt.

    Alternativ hätten sie auch ein System entwickeln können, was die Erd- oder Sonnenwärme über einen Stirlingmotor in Strom umwandelt und damit das Akku des E-Bikes lädt.

    Eine weitere Alternative wäre eine auf dem Dach montierbare Algenöl-Gewinnungsanlage, die Algenöl liefert. Mit diesem Algenöl hätte man ein Blockheizkraftwerk betreiben können, was sowohl das Haus mit Strom und Wärme beliefert, als auch das  Bike mit Treibstoff.

    Da wurden mal wieder Forschungsgelder für die Entwicklung von Unfug in den Sand gesetzt.

    Das einzig Gute an dem E-Bike ist die Energie-Rückgewinnung der Bremsanlage.

  2. Ich dachte immer das man auf ein Fahrrad steigt und das Ding mit den Füßen bewegt. Was soll dieser Unsinn. Rad fahren ist frische Luft und Stärkung der Muskeln, dazu ist das Rad eigendlich da.

    1. Der Autor hat nicht besonders gut recherchiert, das Bike soll optional mit E-Antrieb erworben werden können; d.h. in der Standardversion sind Muskeln gefragt.

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