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VAXXED – Die Contra Magazin Filmkritik: Wenn die Pharmaindustrie Gesundheitsbehörden kauft

Der Film „VAXXED – Die schockierende Wahrheit?!“, kommt im April in die deutschen Kinos – zumindest da, wo man mutig genug ist, sich nicht von der Pharma-Lobby einschüchtern zu lassen. Alea lacta est, möchte man meinen. Man wird sehen wie der Film im deutschsprachigem Raum aufgenommen wird. Hier meine persönliche Meinung zu dieser Doku, zu der im Vorfeld schon dieser Artikel über die Probleme des Films veröffentlicht wurde.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Die Busch Media Group GmbH & Co KG stellte dem Contra Magazin den Presse-Screener von „VAXXED – Die schockierende Wahrheit?!“ zur Verfügung. Es ist kein Popcorn-Kino und keine National-Geographic Dokumentation. Doch VAXXED kommt Letzterem doch recht nahe. Die Doku erzählt im Wesentlichen die Geschichte des Whistleblowers Dr. William Thompson, der einen Skandal in der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC aufdeckte, als er für diese arbeitete. Dabei arbeitet der Beitrag mit Interviews von Leuten die bei der Zulassungsstelle für Impfstoffe gearbeitet haben und von denen einer eben nicht tatenlos zusehen wollte, wie die Resultate ihrer Studie gefälscht wurden, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Die Studie zeigte einen erschreckenden Anstieg von Autismus bei Kindern, die in einem sehr jungen Alter eine Mehrfachimpfung bekamen.

Bei Afroamerikanern steigt laut Thompson das Risiko um ein Vielfaches, was ebenfalls unter den Teppich gekehrt wurde. So versucht der Film zu beweisen, dass die Pharmaindustrie massiven Einfluss auf Politik und Behörden nimmt, um so jeden Zusammenhang mit den Autismusfällen nach den erwähnten Mehrfachimpfungen zu vertuschen. Im Film wird als Beispiel auch eine Vorgängerimpfung angegeben, die Meningitis (Hirnhautentzündung) bei den Kindern auslöste. Diese wurde erst in Kanada verboten, dann aber in Großbritannien unter anderen Namen eingesetzt und sogar noch ein drittes Mal umbenannt und in Brasilien verwendet, wo derselbe Wirkstoff abermals viel Leid verursachte. Wer so handelt, der hat viel kriminelle Energie.

Doch in dieser aktuellen Impfung scheint es bekannte Faktoren zu geben, die das Risiko verhindern könnten. Zum einem wäre da der Quecksilber-basierte Haltbarkeitsmacher „Thimoresal“, der laut Dr. Thompson eine Rolle spielt, zum anderem hat der Einsatz von Antibiotika als Antwort auf die Reaktion auf die Impfung – Schüttelfrost, Fieber, Durchfall – wohl Einfluss auf das Entstehen von Autismus bei den Kindern, die im Alter von bis zu 18 Monaten geimpft wurden. Aber es ist eigentlich ganz einfach. Man muss, laut den Machern und Protagonisten des Films, nur den Zeitpunkt für die Impfungen weiter hinauszögern. Außerdem scheint es keine Gefahr zu geben, wenn die Impfungen einzeln verabreicht werden. Masern, Mumps und Röteln wieder getrennt in den Impfplan aufzunehmen würde aber gewissen Leuten das Geschäft vermiesen. Merck, Pfizer beziehungsweise GSK (Glaxo-Smith-Klein) und Sanofi Aventis, werden in dem Film genannt. Sie sollen hinter der Störaktion gegen die Ausstrahlung des Films stecken. Zuzutrauen ist der Pharmaindustrie ja leider alles, obgleich deren Vertreter nicht alle gleich sind.

Es gibt aber auch Kritik an den Machern des Films. Sie würden unverantwortlich handeln, indem sie die radikalen Impfgegner in ihren Überzeugungen bestärken. Weniger Kinder würden geimpft und längst ausgerottete Krankheiten würden wiederkehren. Tatsächlich lehnt der Film die radikale Anti-Impfbewegung und die strikte Homöopathie- und Heilkräuterphilosophie aber ab. Sie wollen nicht als Impfgegner gesehen werden und nur seitens der Kampagne gegen den Film wird diese Behauptung in den Raum gestellt.

Teilweise muss ich aber sagen, dass die Autoren dieses Films eine solche Reaktion auch provozieren. Denn Teile des Films sind in einem propagandistischem Stil, der die Anti-Impffanatiker direkt anspricht. Das sich die Autoren von solchen Ideen distanzieren geht bei einem fanatisch-fundamentalistischem Impfgegner und Pharmakritiker glatt unter, wenn in dem Film auf die Tränendrüse gedrückt wird.

Ja, weinende Mütter, verzweifelte Väter und im Stil einer Realityshow dargebrachte Horrorgeschichten schaden nur der Glaubwürdigkeit des Films. Ein Eigentor, auf das die Macher besser verzichtet hätten. Wie die Geschichte der Mutter, die mit ihren Zwillingen zur Impfung ging und bei der dem Sohn eine der Spritzen doppelt gegeben wurde, weil sie mit der Dosis der Schwester vertauscht wurde. Nicht, dass diese Story an sich etwa unglaubwürdig wäre, aber es ist die Form der „Darbietung“ die einen wichtigen Punkt in der Beweisführung und in der Argumentation für mehr Kontrolle und mehr Impfsicherheit als übertrieben darstellt. Wer jetzt aber bereit ist, über diese eher negativen Aspekte hinwegzuschauen und darin eben die US-amerikanische Mentalität erkennt, die uns Europäern nun einmal fremd erscheint, der sieht einen Film über ein ernstzunehmendes Problem. Dabei hilft die deutsche Synchronfassung, da die Emotionen aus der Stimme von Eltern und Betroffenen allgemein herausgenommen wird.

Die Anwendung der MMR-Impfung vor dem achtzehnten Lebensmonat, ist also laut den Verantwortlichen für den Film VAXXED ein unzumutbares Risiko für die Kinder und deren Eltern, die bei den Betroffenen meist ein Kind mit schwerem Autismus bekommen. Sie empfehlen den Zulassungsbehörden eine Aufteilung der Impfung, späteres Impfen, besonders bei Afroamerikanern, weitere Studien, mehr UNABHÄNGIGE Forschung und vor allem eine umfassende Untersuchung gegen die Korruption und die Machenschaften der Pharmalobbyisten, die ihre Gier nach Geld und Macht vor die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen stellen.

Ich kann den Film nur empfehlen, muss aber dazu sagen, dass man schon genau hinhören sollte. Wer mit der Einstellung hineingeht, einen Anti-Impffilm zu sehen, der wird entweder enttäuscht, oder er pickt sich das heraus, was er sehen und hören möchte. Leider geschieht dies in unserem Unterbewusstsein nur allzu oft, so dass wir uns doch etwas mehr darauf konzentrieren sollten was uns gesagt wird und nicht so sehr darauf, was wir hören wollen. Ich habe erst beim zweiten Mal einige wichtige Aspekte des Films verstanden und war überrascht, als mir dies auffiel. Also Popcorn weglassen, Handy ausschalten und Ablenkungen aller Art vermeiden, dann lernt man sicher einiges über das Funktionieren unserer immer korrupter werdenden Gesellschaft hinzu.

Vor allem aber ist mein Fazit folgendes: „Die Pharmaindustrie wird sich nie selbst regulieren. Sie reguliert vielmehr unsere Behörden und bekommt was sie will, wenn ihr keiner auf die Finger schaut.“

2 comments

  1. Ich mißtraue der westlichen Medizin seit Jahrzehnten.Meiner Meinung nach schadet sie mehr als sie nützt.

    Für mich persönlich ist der indische Ayurveda perfekt..dazu gehört aber auch eine gewisse Eigenverantwortlichkeit und Mut.

    Besonders chronische Krankheiten finden im Ayurveda gute Behandlungsmöglichkeiten.

    Meiner Meinung nach reduziert ein zu großer Konsum westlicher Medizin sogar die Fähigkeit des Immunsystem effektiv zu reagieren.

    Westliche Medizin wird richtigerweise auch leider vorwiegend als Profitmaschine eingesetzt…auch wieder zum Nachteil des Patienten.

    • hihihihi….du wirst mir immer sympathischer 🙂  (Thema Ayurveda)

      p.s.: ich hab meine erste Ayurvedapflanze vor ca. 30 Jahren hochgezogen. Was die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers betrifft, wird diese ja durch den viel zu hohen Konsum an Pharmachemical immer weiter unterdrückt bzw fast gänzlich erstickt. Der richtige Mix macht es, denn z.b bei schweren inneren Entzündungen im Körper, kann der Einsatz schlussendlich von Antibiotika notwendig sein aber für vieles andere greif ich zur Pflanzen-oder Kräuterkunde und greife vor allem nicht bei jedem Wehwechen gleich zur Pharmabombe, sondern gönne dem Körper auch mal Ruhe und lass ihn arbeiten und seine Selbstheilungskräfte aktivieren. 

      p.p.s.: ich gestehe; ich hatte schon einen Hinterwandinfarkt und war so gezwungen mich mit meinem Körper genauer zu beschäftigen, deshalb auch ein Bewußtsein für den Körper entwickelt.

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