USA: Wann platzt die Autokredit-Blase?

Immer mehr Autokredite in den USA gelten als "Subprime"-Werte. Eine Untersuchung zeigt: Die Blase kann jederzeit platzen.

Von Marco Maier

Die (US-)Finanzindustrie hat aus der geplatzen Subprime-Blase bei den Hypothekenkrediten absolut nichts gelernt. Dasselbe Spiel wie mit den uneinbringbaren Immobilienpapieren wird auch mit den Schulden für den Kauf von Autos gespielt.

Seit etwa 2011/2012 steigt die Rate von Zahlungsausfällen dort immer weiter an – sowohl bei den "Subprime", als auch bei den "Prime"-Krediten. Dies zeigt auch die nachfolgende Grafik, basierend auf der Studie der Großbank Morgan Stanley.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den absoluten Verlusten ab. Die Charts verdeutlichen, dass sich hier angesichts der nach wie vor angeschlagenen US-Wirtschaft gewaltige finanzielle Abgründe auftun.

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Dies zeigt sich auch an den US-Automobilpreisen für Gebrauchtwagen, die bereits seit einem Jahr wieder fallen, nachdem sie von 2009 bis 2011 stark anzogen. Dieser Index ist ein guter Gradmesser dafür, wie es den unteren und mittleren Einkommensschichten in den USA geht. Fallende Preise zeigen entweder ein starkes Überangebot (Notverkäufe) oder eine extrem schwache Nachfrage (kein Geld für ein Auto) an.

Quer durch die Bank zeichnen sich an den ganzen Fronten Probleme ab, wie der wachsende Anteil an Subprime-Krediten an den Asset Backed Securities (ABS), also den Kreditderivaten (siehe nachfolgende Grafik), zeigt. Das heißt aber auch: Von Monat zu Monat wächst die Gefahr einer platzenden Kreditblase in diesem Markt, die auch einige Autohersteller in Bedrängnis bringen kann. Immerhin haben viele der Autoproduzenten auch eigene Banken zur Abwicklung solcher Kredite. Und diese wird es dann wohl sehr stark treffen.

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8 Kommentare

  1. Dieses Jahr haben hier in Deutschland Festangestellte und Leiharbeiter eine de Fakto Lohnkürzung zu erwarten. Das wissen die Betroffenen noch gar nicht und mit welcher Heimtücke man da vor gegangen ist und die ach so freie Gewerkschaft steht daneben und ist mucks Mäuschen still.

    😀  😀 😀

     

    Nein mir ist da nicht zum Lachen zu Mute.

     

    Hat sich der fest angestellte Kollege aufgeregt,das die Betriebs interne Zulage wegfällt und damit die Lohnerhöhung niedriger ist als bei den Leiharbeiter. Ja und jetzt im Aprill ändert sich für die Leiharbeiter wieder was zum schlechten.

    So herrscht jetzt wieder Gerechtigkeit, oder erkennen wir alle jetzt das böse Spiel?

     

    divide et imperra <—- funktioniert doch prima  (y)

  2. Sollte es Trump gelingen, durch Protektionismus die Arbeitsplätze wieder in die USA zurück zu holen und mit erneuter Kohleförderung neue Einkommen zu generieren, so könnte die zurückkehrende Liquidität der Bevölkerung die Kredite wieder sicher machen.

    Es wird ein Rennen um die Zeit werden.

    Langfristig wird es durch Trumps Politik weniger notleidende Kredite geben, was die US-Autoindustrie auch beleben wird.

    1. Im US-Kohlebergbau sind ganze 50.000 Menschen beschäftigt und selbst der langjährige Höchstwert 2011 lag gerade einmal bei 90.000. Bei 146 Mio. Beschäftigten insgesamt also lächerlich wenig.

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