Urlaub – mal was Anderes sehen

Die Türkei kommt für viele Urlauber aus Deutschland für den Sommerurlaub nicht mehr infrage, auch andere Länder sind zu überlaufen und vom Massentourismus geprägt. Was sind die Alternativen?

Von Marco Maier

In der Türkei Urlaub zu machen gilt angesichts der innenpolitischen Lage dort sowie den Terroranschlägen nicht mehr als "der Renner". Spanien ist vielerorts überlaufen, Italien auch. Doch man muss ja nicht unbedingt die ganzen Plätze belagern, die ohnehin schon vom Massentourismus geprägt sind. Dafür gibt es noch einige Urlaubsperlen, die man sich gönnen kann. Und: Es muss ja nicht immer Strand sein.

Portugal

Ob nun im Süden an der Algarve, im Norden in der kulturträchtigen Stadt Porto, oder aber auch auf den Azoren oder Madeira – Portugal ist immer eine Reise wert. Egal ob Strandurlaub, eine kulturelle Entdeckungsreise, oder vielleicht eine Kombination aus beidem, falsch machen kann man beim westlichsten Land Europas eigentlich nichts. Vor allem jedoch gelten die Portugiesen als deutlich freundlicher und herzlicher als die benachbarten Spanier, was den Urlaub dort durchaus noch aufwertet. Macht es denn so einen großen Unterschied, ob man nun anstatt nach Barcelona nach Lissabon oder Porto fliegt? Wohl kaum.

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Island

Die Insel im Norden des Atlantiks ist auf jeden Fall eine Reise wert. Atemberaubende Landschaften mit Geysiren, Vulkanen, schroffen Küsten und dergleichen, gastfreundliche Menschen und die vulkanischen Quellen die auch bei kalten Temperaturen zum baden einladen, haben einen ganz eigenen Charme. Wobei man sich von den Durchschnittstemperaturen nicht in die Irre führen lassen sollte: Wenn es heißt, im Juli habe es im Schnitt 10-11 Grad Celsius, dann kann es sowohl auch mal 25 Grad haben, aber genauso eben auch einmal schneien.

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Russland

Natürlich kann man seinen Urlaub auch in Russland verbringen. Ob nun mittels eines Trips nach Sibirien (auch im Sommer nicht unbedingt sehr warm), Strand- und Kultururlaub auf der Krim, oder aber auch Städtetrips nach Moskau oder St. Petersburg – das riesige Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Allerdings sollte man bedenken, dass die englische Sprache insbesondere in den ländlichen Gegenden nicht sehr weit verbreitet ist und gewisse Russischkenntnisse nötig sein werden. Organisierte Reisen mit Übersetzern werden auch von auf Russland spezialisierten Reisebüros organisiert.

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Kolumbien

Der Friedensprozess mit den Guerilla macht auch das südamerikanische Land Kolumbien zu einem interessanten Reiseziel. Ob nun Strandurlaub an der schneeweißen Karibikküste oder eine Reise in den kolumbianischen Urwald, wo man zur Ciudad Perdida, der "Verlorenen Stadt" (nach Machu Picchu in Peru die zweitgrößte altindianische Kulturstätte Südamerikas) wandern kann – das Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Dazu kommen das interessante kulturelle Leben und natürlich auch das gute Essen.

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Philippinen

Auch wenn die touristische Infrastruktur nicht die Qualität jener des benachbarten Thailands erreicht, so bieten die vielen Inseln Luzons, der Visayas und Mindanaos des weitestgehend katholisch geprägten Landes durchaus ein eigenes Erlebnis. Vor allem dann, wenn man mindestens 3-4 Wochen Zeit mitbringt und dann auch schon zwei verschiedene Destinationen bereist. Vor allem kann man hier sowohl einen Strandurlaub machen als auch im "Land des Lächelns" bis in die Nacht hinein feiern. Allerdings muss man immer damit rechnen, dass in dem armen und von Oligarchen ausgebeuteten Land eben nicht immer alles funktioniert. Wer keinen "klinisch reinen" Urlaub haben möchte und wem der "animierte all-inclusive-Tourismus" zuwider ist, könnte sich in dem exotischen Land durchaus wohlfühlen. Es ist eben ein "anderes Asien" als Thailand, Vietnam oder China.

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Natürlich gibt es noch viele weitere interessante Urlaubsziele, die (noch) nicht vom Massentourismus geprägt sind, doch so unterschiedlich wie die Vorlieben der Menschen sind, so vielfältig sind auch die möglichen Reiseziele auf dieser Welt. Was dem Einen gefällt, muss der Andere schon nicht mehr mögen.

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5 Kommentare

  1. Danke für die Reisetipps, doch im Fall von Madeira kann ich nicht zustimmen. Ich habe selten eine solch zubetonierte Insel gesehen, vielfach Ferienhäuser vom Fuß eines Berges durchgehend bis hinauf zum Gipfel. Die Gebirgszüge sind allerorten durchlöchert mit Tunnels für Schnellstraßen und Autobahnen. Ehemals mag die Insel ja malerisch gewesen sein, doch davon ist nicht mehr viel geblieben – Kommerz hat eben Vorrang.

    1. In Funchal mag das ja stimmen, aber Sie haben wohl versäumt die vielen Bergwanderwege der Insel auszuprobieren. Auch die Nordseite empfielt sich für alle, die den Kreuzfahrttouristen aus dem Weg gehen wollen. Besser noch, in ihrem Fall, sind die Azoren.

      1. Kann ich nur zustimmen. In Madeira gibt es noch sehr schöne ruhige Natur mit herrlichen Wanderwegen an den Levadas. Man muss sich allerdings ein Auto ausleihen, ansonsten hat Buergerblick recht.

    1. @ Walter

      Da kann ich Dir nur zustimmen. Da sollte man -schon aus prinzipiellen Erwägungen heraus – Urlaub machen.

      Spanien ist auch ok.

      Die Spanier tun ihr Bestes, um ihr Land vor den einfallenden Neger Horden zu schützen. Die span. Marine tut ihr ihr Bestes. bringt alle Schlepperschiffe auf und bringt sie zurück nach Marokko, mit dem es offensichtlich stillschweigende Abkommen gibt. Die Schwachstellen sind die span. Enklaven Melilla und Ceuta auf marrok. Boden.

      Sobald ein Neger seinen schmutzigen Fuß dort auf 'europäischen Boden' gesetzt hat, hat er Anspruch auf ein ähäm….'Asylverfahren'. Das Problem ist, dass den span. Grenzbehörden, die bestimmt nicht zimperlich sind, der Einsatz von Gummigeschossen – um die Affen von den Zäunen zu schießen – aufgrund der Intervention von Soros 'Menschenrechts-organisationen- verboten wurde.

      Weshalb die Behörden die Zäune nicht unter Starkstrom setzen ist mir ein Rätsel?

      Gleichwohl, Spanien hat gerade mal 0,2 Prozent 'Flüchtlinge'!

      Guckst Du hier – eine Rührstory aus dem Handelsblatt

      Herzlich willkommen – aber nicht bei uns

      http://www.handelsblatt.com/politik/international/fluechtlinge-spanien/10749422-2.html

       

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