UNO warnt: Gebrauch von Pestiziden tötet jährlich 200.000 Menschen

Der letzte Bericht der UNO zeigt an: Der Gebrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft verursacht wegen Vergiftungsfällen 200.000 Tote im Jahr.

Von Edgar Schülter

Hilal Elver ist Berichterstatterin der UNO über das Recht auf Essen. Sie weist darauf hin, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung durch das Wasser, die Nahrung und die Luft Pestiziden ausgesetzt ist. Ein direkter Kontakt mit diesen Chemikalien und dessen Derivate wäre demnach vorhanden. Dabei gebe es jährlich 200.000 Fälle von Vergiftungen durch die Unkrautvernichtungsmittel, die mit Todesfolge enden.

Für Hilal Elver sind die verursachten Schäden durch Pestizide irreversibel. Sie lösen Krankheiten wie Alzheimer, Krebs, Parkinson und Hormonstörungen aus, aber auch Anomalien im Wachstumsprozess und verursachen sogar Sterilität. Die Berichterstatterin der UNO, die die Ergebnisse von einen Jahr an Untersuchungen präsentierte, deutet darauf hin, dass 99 Prozent aller Fälle einer solchen Kontamination in Entwicklungsländern auftritt. Nach Elver ist selbst die Bevölkerung in den USA und der EU nicht ausreichend geschützt, obwohl die EU einige Vorsorge einsetzt, was in den USA jedoch nicht geschieht.

„Obwohl in diesen Gebieten keine großen Unfälle geschehen, findet eine Modifizierung der Pflanzengene statt. Es ist ein Problem der systemischen Ordnung. In allen Ländern bei denen Pestizide eingesetzt werden ist keiner wirklich immun“, so Elver.

Die Pestizid-Industrie ist eine mächtige Lobby

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Der Aussage von Quercus (einer portugiesischen Organisation zum Schutze der Umwelt) nach gibt es praktische Alternativen zur Nutzung von Pestiziden. Die Umweltschützer behaupten jedoch, dass die Pestizid-Industrie Millionen für die Erhaltung der toxischen Produkte auf dem Markt ausgibt „Oft präsentiert die Pestizid-Industrie den politischen Entscheidungsträgern andere Informationen, zum Beispiel, dass 85 Prozent an Verlusten entstehen können, falls diese nicht eingesetzt werden“, so Quercus.

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Die Umweltschützer hingegen behaupten, dass die Rentendifferenz zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft nur bei etwa 8 Prozent steht, verglichen mit mehr als 30 Prozent von entstehenden jährlichen Lebensmittelabfällen, die dann zustande kämen.

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8 Kommentare

  1. Pestizide sind ein Paradoxon in sich.

    Denn man sprüht sie nicht wegen den Unkräutern, sondern um sich die Feldarbeiter zu sparen, die diese per Hand ausrupfen. Es geht also um Kostensenkung und damit um Profiterhöhung bei Einzelnen.

    Pestizide schaffen also Arbeitslosigkeit unter Feldarbeitern und große Gewinne bei Großgrundbesitzern. Pestizide lassen die Schere zwischen arm und reich auseinanderklaffen. Und die Arbeitslosen soll dann die Gesellschaft finanzieren.

    Pestizide – gesellschaftsschädigendes Instrument des Kapitalimus.

    Man sollte Pestizide verbieten und die Arbeitslosen gegen anständiges Einkommen Unkraut rupfen lassen. Dann haben wir bald Vollbeschäftigung und enorme Einsparungen im Gesundheitswesen.

    Betriebswirtschaftlich sind Pestizide profitsteigernd – Volkswirtschaftlich gesellschaftsschädigend.

    1. Sollte man nicht den Unterschied zwischen PESTiziden und ERBIziden kennen? Pestizide richten sich gegen Insektenbefall. Erbizide gegen „Unkraut“ und FUNGIzide gegen Pilzbefall. Alles GIFT, aber mit verschiedenen Anwendungen. Die Chemiekonzerne erzählen gerade den Menschen in der 3. Welt, dass ohne ihre Wundermittel nichts wächst. Menschen ohne Bildung, für die der Herr Ingeneur aus Europa ein allwissender Halbgott ist… 

      1. Hoppla, da hab ich tatsächlich was vertauscht. Mein Kommentar bezog sich natürlich auf Herbizide.

        Was die Pestizide anbetrifft, so kann man darüber nachdenken, Insekten mit natürlichen Substanzen abzuwehren.

        Wirksam sollen da Tinkturen aus Blättern des Neembaums sein, die sogar in der Lage sind, Larven der Malariamücken abzutöten.

        Bei Kohlpflanzen soll man Schädlinge auch mit Kaisernatron oder Tee aus Chilichoten abwehren können.

        1. Zur Erläuerung:

          Pestizide = Pflanzenschutzmittel, sei es Herbizide (Unkrautvertilgungsmittel als auch Insektizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) allgemein.

          Herbizide = Unkraut-, Pflanzenvertilgungsmittel

          Isekttizide = Schädlingsbekämpfungsmittel allgemein

          Akarizide = Spinne-, Milbenbekämfungsmittel

      2. Kann ja mal vorkommen. Sorry für die plumpe Belehrung. Ja, unter anderem können auch Mischkulturen – Beispielsweise Knoblauch zwischen Kohlpflanzen gegen den Kohlweissling – helfen. Leider ist Tabak pflanzen nicht überall erlaubt, aber das Nikotin ist auch ein gutes Insektengift. Brennesselsud kann gegen Läuse verwendet werden.

  2. Richtig Richard! Sind doch in den letzten 3 jahren Millionen von hochquaiifizierten Unkrautzupfern hier eingewandert.

    Merkt Euch: Zuerst sterben die Tiere- und dann der Mensch! Wie die Menschen mitlerweile verseucht sind und krank darniederliegen, ist nicht leicht ersichtlich. Denn dazu muss man sich in die, aus Kostengründen in sog."Truppenverbandsplätze" verkommene, Krankenstationen begeben: Aber, wie die Tiere sterben ist leicher zu erkennen. Haltet in der Frühe und am Abend ein paar Minuten "inne", und lauscht in die Natur. Wie still ist es doch geworden! Nix mehr mit Früh- und Abendkonzert der gefiederten Freunde! Nur noch kaum wahrnehmbares vereinzeltes Gezwitscher! Die von Richard beschriebenen Übeltäter sind schuld , und diese Grüne Pest von Umweltzerstörer und Menschenfeinde! Monokulturen in der Landwirtschaft, Abholzungen von Bäumen mit Vogelhorsten in Mec Pom. für Windräder. Und dann, ja dann, wenn der Wind mal tüchtig pustet: bezahlen unsere schlauen Energiefuzzis Euros an die Niederländer damit die uns den Strom abnehmen!! Auch deshalb klettert der Strompreis letztendlich immer weiter nach oben.

    Fürwahr. die Welt das ist ein Irrenhaus, und in DEUTSCHLÀND ist die ZENTRALE!!!!!!

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