Anstatt NATO und EU geht die Türkei auf die SCO zu und dürfte sich an neuen Allianzen beteiligen. Der Abschied vom Westen ist längst schon eingeleitet.

Von Marco Maier

Der mögliche EU-Beitritt der Türkei spielt auf dem politischen Parkett ohnehin nur noch eine kleine Rolle. Weder wollen die Europäer die Türken wirklich drinnen haben, noch die Türken so wirklich Teil des Brüsseler Molochs werden, dessen Establishment völlig weltfremd agiert. Die NATO-Mitgliedschaft der Türkei ist zudem nur noch Makulatur. Wirklich glücklich ist man in Ankara in dem transatlantischen Militärbündnis nicht, weil dies die eigenen geopolitischen Ambitionen behindert.

Dafür scheint man jetzt einerseits vor allem wegen Syrien auf ein Zweckbündnis mit Russland zu setzen, andererseits jedoch auch die Beziehungen zu China auszubauen. Beides Länder, die in der Schanghai Organisation für Zusammenarbeit (SCO) führende Rollen übernehmen. Zudem befindet sich die SCO ohnehin auf Expansionskurs, was Erdogans Ambition auf eine türkische Mitgliedschaft natürlich unterstützt.

Für die Türkei ist die eigene geostrategische Lage Fluch und Segen zugleich. Einerseits wird das Land sowohl vom Westen als auch vom Osten umworben, andererseits sorgt dies auch dafür, dass die Begierden extraterritorialer Mächte das Land innenpolitisch destabilisieren können. Man kann davon ausgehen, dass diese geopolitische Umorientierung in Washington, London, Paris und Brüssel nicht mit Wohlwollen aufgenommen wird. Weitere Putschversuche (bzw. eine "Farbrevolution") sind nur noch eine Frage der Zeit.

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12 thoughts on “Türkei: SCO statt EU, China & Russland statt NATO”

  1. ich sag nur an alle: Raus aus der Nato und rein ins Vergnügen.

    mal sehen wann sich bei unseren politischen eierköppen eine gewisse einsicht breit macht.von ner merkel weiß ich das sie am liebsten mit dem größten knall abtreten will, denn die hat ja nix an familie auf die sie blicken kann, außer ihrem genauso abgewrackten rautenstecher,da is ihr n kleiner begrenzter atomkrieg auch willkommen.dann kann se in der hölle zwischen illustren gleichgesinnten (hitler stalin,churchill etc) am tisch sitzen und mitreden.massenmörder unter sich oder so……….

  2. " Zudem befindet sich die SCO ohnehin auf Expansionskurs, was Erdogans Ambition auf eine türkische Mitgliedschaft natürlich unterstützt. "

    Also ich empfinde dieses aggressiven Expansionskurs, der auf eine Einkreisung zielt, als Provokation. Ach ne halt, das gilt ja nur als Argument, wenn souveräne Staaten der Nato beitreten wollen.

     

    1. Sorry aber wenn der Westen so plump, träge, korrupt und berechnent ist gehört ihm mal ne kleine Klatsche mit mittelschwerer Demütigung verpasst. Was Putin gerade erledigt. ?

      Wird auch mal wieder anders. Aber für's erste geht die EU zunächst mal, wie einst die SU, durch ein Tal der Tränen und der Demütigung. Das muss einfach sein. Anders keine Reformen.

  3. Die Türkei läuft dahin..wo etwas zu holen ist.

    Die türkische Fahne allein ist kein Garant für Wohlstand.

    Ein armes Volk hat nicht viel von einem ''starken Führer.''

    Und so sucht man nach neuen Pfründen.

    Und solange die EU aka Deutschland zahlen..hält auch ein Lump die Hände auf.

  4. "schlauköpfe" gibts wie Sand am Meer, aber nur ein Handvoll "Genie's" auf diesem Globus,

    wenn sich schlauköpfe vereinen ergeht daraus Chaos-Anarchismus, wenn Genie's zusammen kommen geht's darum den Chaos durch Kriege auf zu lösen..

    Abwarten und Tee trinken..

  5. Dem/den Türken ist nicht zu trauen und gerade die Russen werden über 100 Jahre Geschichte nicht mal einfach so über Bord werfen, vergessen und auf die billige Scharade des Sultans reinfallen.

    Der Sultan läuft da hin, wo er sich am meisten von verspricht, so einfach ist das und wenn es stimmt, das der Türken das Wasser bis zum Hals steht, dann hat man da gar keine Zeit für geostrategische Spielchen und um sich "umzuorientieren"! (Das ist hier pures Wunschdenken)

    Der Sultan weiß genau, wenn er sich vom Westen lossagt und den Bogen überspannt, gibt es auch beim ihm einen "Farbenrevolution"! (Soros ist doch da eh schon aktiv zu gange)

    Dem Sultan geht es einzig und alleine um seinen Machterhalt und mittlerweile um sein Leben und darum geht der auch mit jedem ins Bett, um das zu erreichen. Und das wird sowohl der Russe, als auch der Chinese wissen – Die Türken sind keine verlässlichen Partner! Und wie schnell ein Land aus so einer Allianz wieder rausgeholt werden kann (durch einen westlichen Regime Change) konnte man doch erst wieder in Brasilien erleben.

     

     

    1. Der Türke hat für Deutschland ersten Welt krieg gekämpft!!!

      Die USA,EU ist schuld an Syrien krieg nicht die Türkei,es soll keine große Länder neben Israel mehr geben!!!! Alle seiten habe da mit gemacht, warum war Russland nicht am ersten Tag da wo der erste Schuss gefallen ist!!!!!

    2. für die Russen ist die "TÜRKEI" mehr als Gold Wert..

      Da sprechen viele bzw. unermäsliche Faktoren für sich das dem ganze Aufwind gibt:
      – Geopolitische und Strategischelage
      – BiP und Indusdustie und Dienstleistungsektor
      – Brücke zu Kultur das in sich vereint mit Russen und anderen GUS Staaten
      – Religionshauptstatt "Istanbul als Islam und Konstantinopel als Ortodoxie vereint"
      – Das A.u.O. bei den Balkan-Schwarzmeer Anreiherstaaten

      Wichtigste; auseinanderdriften seit Krim-Krieg 1850 wäre ausgeräumt..
      das dem Wiedersachern (USA-England-Frankreich) ein Alptraum wäre..

  6. Erdogan hat recht. Die EU mag die Tuerkei nicht, und das war schon immer so – bitteschoen, dann sucht die Tuerkei ihgre Buendnispartner eben anderso.

    Ciao EU…

  7. Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Partner (Vasallen) haben in den vergangenen Jahren mehrere Souveräne Staaten mit Krieg überzogen und ausgeraubt. Und das immer unter der Motte man wolle den Menschen dort Frieden und Demokratie bringen. Das sind die wahren Mörder und Terroristen und keins andere

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