Russland-Sanktionen: Fillon fordert die Aufhebung

Der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon kritisiert Merkes Anti-Russland-Kurs und fordert die Aufhebung der Sanktionen gegen Moskau.

Von Marco Maier

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat François Fillon fordert die völlige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland ein und kritisierte auch direkt den antirussischen Kurs der deutschen Bundesregierung unter Angela Merkel, die sich bislang stets hinter die ukrainische Rechtsregierung stellte und bei jeder sich bietenden Gelegenheit Moskau attackierte.

"Auch wenn unser deutschen Freunde das anders sehen: Die Sanktionen gegen Russland müssen so schnell wie möglich aufgehoben werden", sagte Fillon den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France". Ein Kurs der Konfrontation könne nur in eine Katastrophe münden, betonte der Konservative. "Die Russen werden nicht nachgeben. Das ist kein Volk, das den Kopf senkt, weil man wirtschaftliche Sanktionen verhängt."

Es sei zudem auch ein "Wunschdenken" zu glauben, Russland werde die Krim wieder an die Ukraine abtreten. "Russland wird die Krim niemals zurückgeben", so Fillon. Drei Viertel der Bevölkerung dort bestünden aus Russen. "Die historischen, kulturellen und sprachlichen Verbindungen zwischen der Krim und Russland sind allgemein bekannt", so Fillon weiter. Letztlich müssten sich die Vereinten Nationen mit der Lösung des Krim-Konflikts befassen.

Sollte sich Fillon tatsächlich durchsetzen können und Präsident Frankreichs werden, könnte dies eine deutliche Kursänderung des Westens mit sich bringen. Immerhin ist die "Grande Nation" als Relikt des Zweiten Weltkriegs auch ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und damit auch Veto-berechtigt. Zudem zeigt es sich, dass Fillon offenbar Realpolitiker ist und sich nicht viel um ideologische Unsinnsgefechte kümmert.

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4 Kommentare

  1. Ich find das ja alles so peinlich !

    Le Pen war bei Putin in Moskau und nicht dieser Filou, aber kurz vor knapp ist ja jedes Mittel recht.

  2. Na ja,viel schlimmer ist wohl der Macron.Dem traue ich keinen Milimeter über den Weg.Der gehört in die Reihe um Sarkozy und Hollande.

    Man sollte sich nicht von seiner Jugendlichkeit oder seinen blauen Augen hinter die Fichte führen lassen.

    Hoffen wir also auf Marine Le Pen.

    1. … hat der blaue Augen ?

      Ich seh nur schwarze Löcher, die Balkenbrauen werfen so große Schatten ! … und die Jugendlichkeit kann ich vor lauter Falten auch nicht sehn … hmmm

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