General Rudskoi sagt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, den Wiederaufbau in Syrien nach dem Krieg zu erschweren.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Der ranghohe russische General Sergei Rudskoi gab heute weitere Informationen betreffend die Sorgen über den Zustand des im Westen von Raqqa gelegenen Tabqa-Staudamms in Syrien. Er sagte, dass Kriegsflugzeuge der Vereinigten Staaten von Amerika und deren Koalition vor kurzem bei einem Luftangriff den Staudamm getroffen und vier Brücken in dem Gebiet zerstört haben.

General Rudskoi betonte, dass die Koalition versucht, „kritische Infrastruktur in Syrien völlig zu zerstören und den Wiederaufbau nach dem Krieg so weitgehend wie möglich zu erschweren.“ Er warnte, dass der Bruch des Staudamms eine „Katastrophe“ wäre, die zu einer großen Anzahl von zivilen Todesopfern führen würde.

Auch ISIS hatte vor einigen Tagen in einer Stellungnahme gewarnt, dass sie glauben, dass der Damm vor der Gefahr des Berstens steht, und dass sie versucht haben, die Bevölkerung aus bestimmten Gebieten zu evakuieren, die am meisten gefährdet sind, wenn es zu einem Dammbruch kommt. Die Vereinigten Staaten von Amerika beharrten auf ihrem Standpunkt, dass der Damm in gutem Zustand ist.

Die Tabqa Wasserkraft-Talsperre wurde vor rund 50 Jahren von der Sowjetunion errichtet, und ihr Zustand war bei Ausbruch des Kriegs umstritten, wobei Kämpfe in dem Gebiet die für derartige alternde Strukturen üblichen Wartungsarbeiten behinderten, wodurch das Risiko weiter stieg.

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13 thoughts on “Russischer General: US-Luftangriff traf den Tabqa-Staudamm”

  1. "US-Luftangriff traf den Tabqa-Staudamm"

    rundet das Gesamtbild eines Us Amerikaners ohne Seitenblickvermögen um ein weiteres Beispiel ab..

    1. Aus dem Geschichtsunterricht. Als die Horden Napoleons kamen, haben die Russen das geplante warme Winterquartier Moskau angezündet. Und Frösche sind kälteempfindlich.

      1. …die "Horden Napoleons" waren zum großen Teil zwangsverpflichtete Deutsche; vor allem Sachsen mussten auf dem Rückzug durch klirrende russische Kälte dran glauben (wie später dann leider auch Stalingrad).

  2. Ist doch nichts Neues!

    In Libyen haben sie auch ZUERST die Infrastruktur zerstört. Staudamm, Energieversorgung usw. Dem dortigen Volk ging es zu gut unter Gadafi. Umsonst ärztliche Versorgung, Mietfreiheit,50.000 Dollar bei Eheschließung, 5.000 für Kindsgeburt, Wasser Gas Schulbildung umsonst usw. Und warum? Er wollte weg vom Dollar und eigene Goldwährung einführen!! Alles andere war wie üblich gelogen!! Er hatte auch die derzeitige "Heuschreckenplage" in Europa vorhergesagt und uns diese vom Hals gehalten. Und das ging ja nun gar nicht!! Also mußte er gepfählt werden!!

  3. ISIS hat gewarnt und versucht die Bevölkerung zu evakuieren ?

    Die ISIS, die die Bevölkerung als Geiseln nimmt, Frauen und Mädchen verschleppt und versklavt, die Kinder als Selbstmordattentäter benutzt, – die ISIS, die vom CIA und vom Mossad aufgebaut wurde …. stellt sich gegen die Pläne USraels !?

    Ich glaub ich steh im Wald, irgendwas kann hier nicht stimmen !

  4. Es gibt noch eine andere Begründung für die Zerstörung.

    Man will am Kuchen des Wiederbaues mitnaschen!!!!

    Und das in Form von Krediten, die zinsreich zurückgefordert werden!

    Siehe Kambodscha!

  5. Die profitbringende Kriegsmaschinerie muss in Bewegung bleiben. Es ist ja vollkommen egal, ob im Irrenhaus in Washington ein Bimbo oder Hellhäutiger sitzt.

  6. Vorsicht, vorsicht, Ditz von Antikrieg spinnt die Bush/Obama-Linie weiter. Inzwischen verändert es sich bereits.

    Die Anti-Daesch Koalitions-Tagung in Washington, am 22.-23. März, ist aussagekräftig verlaufen. Wenn die 68 Mitglieder auch ihre scheinbare Entschlossenheit bekräftigt haben, diese Organisation zu bekämpfen, haben sie in Wirklichkeit ihre Spaltungen offen gelegt.

    Der US-Staatssekretär Rex Tillerson erinnerte an das Engagement von D. Trump vor dem Kongress, Daesch zu zerstören, und nicht zu reduzieren, wie es die Obama-Verwaltung wollte. Damit hat er die Koalitions-Mitglieder ohne Debatte vor vollendete Tatsachen gestellt.

    Erstes Problem: wie werden die Europäer im Allgemeinen und die Briten im Besonderen ihre Dschihadisten retten können, wenn es nicht darum geht sie zu verjagen, sondern sie zu vernichten.Hm?

    Auf militärischer Ebene ist die Situation in Rakka einfacher als beispielsweise in Mossul. Die Dschihadisten sind Ausländer. Daher muss man in erster Linie ihre Versorgung abschneiden und sie dann von der syrischen Bevölkerung trennen.

    Zweites Problem: die Armee der Vereinigten Staaten muss zuerst die Zustimmung des Kongresses erhalten, dann die von Damaskus, um sich auf syrischem Gebiet entfalten zu können. General James Mattis (Verteidigungsminister) und General John Dunford (Chef des Führungsstabes) haben versucht die Parlamentarier davon zu überzeugen, aber es ist ihnen noch nicht gelungen. Man wird dann mit Damaskus verhandeln müssen und klären, was geklärt werden muss. Und das wird kommen, weil diesmal auch der US-Präsident es so will.

  7. Und noch etwas: Während Washington die Zeichen vervielfacht, die seine Absicht, Daesch zu zerstören bestätigt, planen die Briten und die Franzosen, gefolgt von weiteren "Europäern", auf eigene Faust weiterzumachen. London und Paris haben den Angriff auf Damaskus und Hama koordiniert, um die syrische arabische Armee zu zwingen, die Städte zu verteidigen und somit ihre Präsenz rund um Rakka zu schwächen. Die Europäer hoffen möglicherweise, die Flucht der Dschihadisten in Richtung türkische Grenze zu organisieren.

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