Monsantos „Roundup“ – Falsches Spiel für den Profit

Das Herbizid "Roundup" von Monsanto sei nicht krebserregend. Dabei beruft man sich auf die (gekaufte?) EPA. Doch dort stellte sich die Frage gar nicht.

Von Marco Maier

Das kontrovers diskutierte und weltweit immer noch großflächig angewendete Monsanto-Herbizid "Roundup" soll nicht karzinogen sein, so der Agro- und Gentechkonzern. Dafür berief sich das Unternehmen immer wieder auf die Genehmigung der Chemikalie durch die "Environmental Protection Agency" (EPA). Deshalb sei das Unkrautvernichtungsmittel auch sicher im Gebrauch durch Landwirte.

Allerdings zeigen neue entsiegelte Gerichtsdokumente, dass Monsanto und die EPA zusammenarbeiteten, um unabhängige Forschungen zu diskreditieren. Selbst die Internationale Agentur zur Forschung an Krebs (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde zum Ziel von Diffamierungen. Doch nun zeigt es sich, wie Monsanto und die EPA die Öffentlichkeit durch alternative Fakten (nämlich durch das Weglassen von essentiellen Informationen) täuschten.

So heißt es in dem veröffentlichten Dokument: "Die minimalen Standards der EPA benötigen keine Einreichung von menschlichen Gesundheitsdaten in Bezug auf das formulierte Produkt – hier Roundup. Stattdessen benötigen die EPA-Bestimmungen nur Studien und Daten, die sich auf die aktive Zutat beziehen, die im Fall von Roundup Glyphosat ist." Weiters heißt es da, dass die Chef-Toxikologin von Monsanto, Dr. Donna Farmer, "nicht sagen kann, dass Roundup keinen Krebs verursacht", weil Monsanto "keine Studien zur Karzigonität mit Roundup durchgeführt hat".

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Alleine das ist schon ein starkes Stück. Man macht keine Studie zur möglichen Karzinogenität von Glyphosat, dem Hauptbestandteil von Roundup, und behauptet dann aus Marketing-Gründen, dass das Produkt ja gar nicht krebserregend sei. Anstatt einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie, die vielleicht um die 250.000 Dollar kosten würde, schreibt man einfach selbst ein Papier und lässt dann angebliche "unabhängige Wissenschaftler" dieses unterschreiben. Siehe hier:

Lesen Sie auch:  Giftige Agrochemikalien: Wird die Menschheit in ein paar Jahren ausgestorben sein?

Eigentlich, so sollte man das sagen, steckt hinter der ganzen Angelegenheit doch sehr viel kriminelle Energie. Denn für den eigenen Profit wird getäuscht, getrickst und gelogen – und zudem werden noch wissenschaftliche Karrieren behindert oder gar zerstört, weil die Wissenschaftler etwas herausfinden, was dem Geschäft schadet.

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8 Kommentare

  1. Und den Vogel schießen, im wahrsten Sinne des Wortes; die Grünlinge ab. Für den privaten Gebrauch und für die Anwendung im städtischen Bereich haben die das verboten. ABER, auf den Feldern darf und soll es immer noch uneingeschränkt benutzt werden! Was für eine Schizophrenie! An der für alle sichtbaren  erfolgten Dezimierung der Wintervögel ist die Nützlichkeit  dieses Teufelzeugs bereits klar erkennbar. Zuerst sterben die Tiere und dann der Mensch. Die Vögel fressen bekanntlich NUR den Samen, aber wir essen die Früchte!!—-

    Und die sollen gesund sein????????

  2. gebt denen ihr zeug zu fressen. früher, in amerika wars glaub ich,da mussten kanonenbauer an ihrer eignen kanone den ersten schuss abgeben, sind auch welche bei drauf gegangen.

    warum also nich die ihre eignen erzeugnisse fressen lassen, wenn nix passiert, ok kann produziert werden, wenn ja ,pech für den hersteller und glück für die verbraucher

  3. KILL THE ROOTS

    Der passende Spruch zur deutschen Politik gegen die Deutschen und der Globalisierung weltweit.

    Wurde Monsanto nicht von Bayer gekauft und „Roundup“ ist nun ein deutsches Problem ?

  4. Es giebt ja genügend Berichte aus diesen Ländern in denen sie gehaust haben aber Bayer muss noch die Krone aufsetzen. Ihr müsst wirklich aufpassen welche Lebensmittel ihr kauft, niemals von Handelsgesellschaften von denen man nicht weis woher das Zeug kommt etc. Meine Gesundheit ist mir wichtiger als billiger Fraß. Dieses Zeug wirkt schleichend man wird krank und keiner findet den wirklichen Grund.

  5. Kein Zweifel, Monsanto wird für Bayer zum Waterloo.

    Anlage Tipp, Shortposition in Bayeraktien aufbauen. Zur Rückversicherung das ganze mit Kredit Finanzieren bei ner Bank die auf der Kippe steht so das im Zweifelsfall der Stadt rettet. Verlust unmöglich!! ??

  6. Zitat:

    Eigentlich, so sollte man das sagen, steckt hinter der ganzen Angelegenheit doch sehr viel kriminelle Energie. Denn für den eigenen Profit wird getäuscht, getrickst und gelogen – und zudem werden noch wissenschaftliche Karrieren behindert oder gar zerstört, weil die Wissenschaftler etwas herausfinden, was dem Geschäft schadet.

    —————-

    Politik und Wirtschaft arbeiten zusammen an der Profitmaximierung UM JEDEN PREIS für die Groß-Konzerne !!

    Wirtschaftsfaschismus ist das.

     

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