Islamexperte rät: Keine falsche Toleranz – Gegen Hassprediger konsequent vorgehen

Von Predigten in den meisten Moscheen in Deutschland geht eine Gefahr aus, auf die reagiert werden muss. Das sagt der Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi. Er findet nicht überraschend, was der TV-Journalist und Islamkenner Constantin Schreiber in seinem aktuellen Buch "Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird" beschreibt.

Via SputnikNews

„Keine Überraschung“ – so kommentierte der Freiburger Islamwissenschaftler Ourghi gegenüber Sputnik den Inhalt des am Vortag erschienenen Buches. „Das wissen wir seit Jahren, was da in den Moscheen gepredigt wird. Man muss die Sache aber differenzieren.“ Es gebe zwei Gruppen von Moscheen: In den einen würden sogenannte Import-Imame aus der Türkei oder aus anderen Ländern tätig sein und in anderen sogenannte Self-Made-Imame.

Diese selbsternannten Imame hätten keine theologische Ausbildung und würden überwiegend in den arabischen Moscheen agieren, erklärte Ourghi. „Wir haben bis jetzt beobachtet, dass in diesen Moscheen wenig hinterfragt und alles ohne Reflexion hingenommen wird", so der Freiburger Islam-Experte.

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Er kommt auch in der dreiteiligen Reportage "Moscheereport" auf "tagesschau24" zu Wort, die Buchautor Schreiber gleichzeitig produzierte. Der beschreibt in seinem Buch unter anderem, dass die Predigten, die er angehört hat, mit der deutschen Lebensrealität oft gar nichts zu tun haben. Das habe ihn schon gewundert, sagte der Autor in einem Interview mit der Zeitung Rheinische Post: "Diese Predigten sind irgendwie aus der Zeit gefallen."

Neue Generation von Gläubigen folgt dem konservativen Islam

Islamwissenschaftler Ourghi erklärte gegenüber Sputnik-Korrespondent Bolle Selke: "Es gibt die sogenannten Imame des konservativen Islam. Diese sind keine Genies, denn sie haben praktisch nichts erfunden. Sie haben nur das Gedachte, woran alle Muslime glauben, in die Tat umgesetzt. Wir können also schon davon ausgehen, dass durch den gepredigten konservativen Islam in vielen Moscheen eine Stufe der Vorradikalisierung stattfindet.“

Den Moscheen sei es gelungen, eine neue Generation von Gläubigen ins Leben zu rufen: „die Generation des Halal und Hammam“, die „Generation des Erlaubten und Verbotenen oder Verwerflichen“, erläuterte der Experte. „Alles, was nicht mit dem Islam zu tun hat, ist eher verwerflich. Dadurch werden auch bei vielen die Werte der westlichen Kultur abgelehnt. Nur derjenige, der auch mit dem Islam zu tun hat, wird angenommen."

Unter den vielen Muslimen, die die von Schreiber zitierten Predigten besuchen, gebe es „Leute, die die Inhalte verstehen“. Die Botschaften seien ganz klar: „Alles, was nicht mit dem Islam zu tun hat, wird als eine unerlaubte Innovation betrachtet.“ Diese Imame predigten die Rückkehr zum Koran nach der Tradition des Propheten, betonte Ourghi. Dadurch sei „die Kultur des Konfliktes vorprogrammiert“.

Forderung nach Predigten auf Deutsch

Nach seinen Angaben wurden 2006 ungefähr 40 der Moscheen vom Verfassungsschutz beobachtet. Inzwischen handele es sich um etwa 90 dieser Einrichtungen. „Einige der Prediger kommen aus dem Ausland und predigen dort ihr salafistisches Gedankengut." Der Islamwissenschaftler aus Freiburg sprach sich dafür aus, „dass die Predigten endlich mal auf Deutsch gehalten werden“. „Man sollte einfach die deutsche Sprache als verbindende Kommunikationsbrücke für die religiösen Inhalte betrachten."

Die in Deutschland geltende Religions- und die Meinungsfreiheit müssten verteidigt werden, betonte Ourghi. Doch er warnte auch: „Aber diese Toleranz gegenüber dem Islam, Islamisten oder diese hochkonservativen Imame birgt in sich auch Gefahren für alle Menschen in Deutschland. Toleranz bedeutet auch Schutz der hier lebenden Menschen vor den islamistischen Predigern und vor ihrer Macht.“

Der Gefahr begegnen – auch durch Imam-Ausbildung an Hochschulen

In Frankreich sei aus gleichem Grund damit begonnen worden, Moscheen zu schließen, die Imame in die Heimatländer ihrer Eltern abzuschieben und ihnen die französische Staatsangehörigkeit zu entziehen. Der Islamwissenschaftler wandte sich dagegen, mit den Islamisten, die Andersgläubige als Ungläubige verteufelten, „irgendwelche Dialoge“ zu führen.  Auch in den Moscheen der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) habe er „am Ende des Jahres Predigten gehört, wo Hass gegen Juden, gegen Christen oder gegen Weihnachten und Silvester gehetzt wurde“. Es habe ebenso entsprechende  Posts auf den Facebook-Profilen der Moscheen gegeben. „Wo eine Gefahr herrscht, da kann der Staat auch agieren", meinte Ourghi dazu.

 

Wir müssen darüber offen reden. Es gibt eine Gefahr in einigen oder den meisten Moscheen hier bei uns in Deutschland. Das muss man thematisieren. Es ist wichtig, dass man offen über Tabuthemen spricht. Es geht nicht darum, irgendwelche Hassprogramme gegen den Islam zu entwickeln oder zu betreiben, sondern es geht hier einfach darum, über Tatsachen zu reden. Wenn wir ein Problem haben, dann kann man einfach darüber debattieren. Das hat nichts mit Islamophobie zu tun, sondern es hat mit der Aufklärung zu tun.

Er sehe „als einzige Möglichkeit“ dagegen die Ausbildung von Imamen in deutschen Hochschulen.

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7 Kommentare

  1. Der arme Mann weiß doch selbst nicht was er faselt. Wenn schon einer sagt : "Es gibt eine Gefahr in einigen oder den meisten Moscheen hier bei uns in Deutschland."

    Ja, was denn nun ? Verwirrtaktik, oder was soll das sein !?

    … und nein, mein Bester, darüber müssen wir eben nicht noch mal 50 Jahre reden, jetzt hat sich's ausgeschnakelt !

  2. Diese handlungsunfähige Merkel Regierung weiß ja noch nicht mal –  wieviele Moscheen es in Deutschland gibt ! 

    In der Türkei kann man die Kirchen wahrscheinlich noch an den Händen abzählen, aber in Deutschland gibt es Tausende von Moscheen. UNFASSBAR !

  3. Siehe auch : ZUERST  – Deutsches Nachrichtenmagazin

    1.Asyl-Ansturm in Schleswig-Holstein: Anzahl der Moscheen ( mit den vorgeblich "Flüchtlingen") fast verdoppelt

    Eine exakte Zahl (logisch) können die Ministerien nicht geben. Und in KIEL zieht demnächst in einem großen  ehemaligen Elektromarkt mit großen Aufwand ein islamisches Zentrum – in orientalischem Stil – ein ! 

    Tja Leute, bald sind wir fremd im eigenen Land. Aber wählt ruhig weiter – Merkel, SPD oder die antideutschen Grünen .

    2.Sachsen-Anhalt: Asylbewerber sollen in Kindergärten arbeiten

    3.Baden-Württemberg ( und in Berlin?!):  Jeder dritte Polizeianwärter fällt durch Deutsch-Test

    4.Niedersachsen: GRÜNE Justizministerin gegen generelles Verbot von Kinderehen

     

  4. „Aber diese Toleranz gegenüber dem Islam, Islamisten oder diese hochkonservativen Imame birgt in sich auch Gefahren für alle Menschen in Deutschland. Toleranz bedeutet auch Schutz der hier lebenden Menschen vor den islamistischen Predigern und vor ihrer Macht.“

    ———–

    Der Takkia-Spezialist ähäm…Dr. Ourghi erzählt uns hier einen gewaltigen vom Pferd.

    Er versucht uns hier einen Euro-Islam zu verkaufen (oftmals angekündigt, aber nie durchgeführt) , einen 'Liberalismus-Islam' sozusagen, nach westlichem 'polit-korrektem Muster', den es aber nicht geben kann und der nur in der blühenden Phantasie des 'Experten' besteht.  Denn beraubt man den Islam seiner schärftsten Waffe, den sog. Schwertversen des Koran und der göttlichen Scharia, dann ist es kein Islam mehr. Der Islam würde in kürzester Zeit aufhören zu existieren.

    Diesen Schmarrn kann er nur den 'Experten' von RT und der Main-Stream-.Presse verkaufen. Oder auch der Redaktion vom Contra-Magazin?
     

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