Bild: Flickr / faungg's photo CC BY-ND 2.0

Die Billionen an Dollar aus den Exportüberschüssen werden von Peking gut angelegt: In weltweiten Einfluss. Die US-Taktik, den Globus mit Militärbasen zu überziehen, entspricht nicht dem chinesischen Naturell.

Von Marco Maier

Deutschland und China haben eines gemeinsam: Sie erwirtschaften beide enorme Überschüsse im Außenhandel. Doch während bei den Deutschen das Geld vorwiegend in die Taschen der Aktionäre und Manager der Konzerne fließt, können die Chinesen Dank der Staatskonzerne darauf zählen, dass die Gelder – zumindest nicht in dem Ausmaß wie im Westen – nicht in die Taschen des Managements fließen.

Die vielen Dollars (und Euros) in den chinesischen Kassen werden von Peking deshalb auch entspechend genutzt, um den eigenen Einfluss weltweit zu erhöhen – wirtschaftlich und in der Folge auch politisch. Das heißt: Der grenzüberschreitende Handel hat also wie man sieht auch politische Auswirkungen. Immerhin nutzen die Chinesen das viele Geld aus dem Ausland dafür, ihren Traum von der "Neuen Seidenstraße" zu verwirklichen und sukzessive rund um den Erdball Handels-HUBs aufzubauen. Eine Seidenstraße, die deutlich umfangreicher sein soll als das historische Vorbild.

Mit dem wirtschaftlichen Einfluss über Handelsbeziehungen und noch mehr über den Kauf von Unternehmen weltweit erweitert Peking jedoch auch seinen politischen Einfluss. Kein Wunder also, dass es gerade die chinesische Führung unter Präsident Xi Jinping ist, die sich gegen einen wirtschaftlichen Protektionismus und für den Freihandel ausspricht. Das ist verständlich, immerhin hat die Globalisierung samt dem Freihandel bislang ja nicht nur diversen Großkonzernen (bzw. deren Aktionären und Managern) finanzielle Vorteile gebracht, sondern auch Ländern wie China.

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Inzwischen sorgt die chinesische Wirtschaftspolitik dafür, dass Peking insbesondere in diversen wirtschaftlich noch schwächeren Ländern (wie in Lateinamerika, Afrika oder auch in Osteuropa) neue Freunde gefunden hat. Denn das chinesische Geld ist dort herzlich willkommen, weil man so die eigene wirtschaftliche Position stärken kann. Gleichzeitig gibt es für die Chinesen schon eine wohlwollendere Politik, weil man den Partner und Investor ja nicht unbedingt verprellen will. Dort wo die Amerikaner Militärstützpunkte einrichten und/oder transatlantische Vereinigungen, um sich ihren politischen Einfluss zu sichern, "erkaufen" sich die Chinesen dies quasi, indem sie die Handelsbeziehungen ausbauen und in diverse Unternehmen investieren, bzw. diese aufkaufen.

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12 KOMMENTARE

  1. Grundsätzlich eine gute Idee, die Neue Seidenstraße. Und richtig: China besetzt gewöhnlich nicht militärisch. Von je her setzt man auf das untertänige Erweisen von Tribut als Zeichen der Ergebenheit. Weil sonst…
    Für andere ist die Seidenstraße eher eine Bedrohung. Daher läßt man sie im Nirwana enden: Verarmtes Europa, chaotisches Afrika, zerstörter Naher Osten.
    Beispiel von heute dieser Artikel:
    http://www.globalresearch.ca/south-sudans-total-collapse-could-lead-to-the-destabilization-of-central-and-eastern-africa/5578993

  2. In der Tat, die Chinesen erobern Boden um Boden, und das schleichend. Sie fahren keine plumpe Strategie wie Westler. Alles läuft still und ohne Lärm ab, (bei unseren Humandussligen abgespeichert als gut integriert) immer der Devise folgend, Geld regiert die Welt. Sie scheuen auch keine körperlichen Einsätze, wie etwa die 7 Tage Arbeitswoche ohne aufzumucken. Beispiel eines Eroberungsfeldzuges: die Bars der Handelsstadt Bozen, (EW 100.000) südlich des Brenners ist nahezu zur Hälfte bereits in den Händen von Chinesen.

    Das wir erst noch ein Erwachen für unsere Leute geben, wenn sie sich einmal gewahr werden, daß nach Zug um Zug , ihre eigene Tradion gefallen sein wird.

    • Beispiel eines Eroberungsfeldzuges: die Bars der Handelsstadt Bozen,

      ——

      Gut beobachtet. Die Chinesen fahren seit Jahrtausenden die gleiche evolutionäre Gruppenstrategie wie die Juden, was sie so erfolgreich macht. Und wie die Juden vertreten sie ausschließlich ihre ethnischen Partikular-Interessen!

      Sie mögen untereinander zerstritten sein, wenn es jedoch um Eroberung von Positionen, Standorten  und gegen die Langnasen geht, halten sie zusammen, wie Pech und Schwefel

      Ich habe diese unangenehmer Erfahrung vor ca. 20 Jahren in Australien in Sydney und Melbourne machen müssen. Da wurden ganze Straßenzüge und Viertel von den Chinesen nach und nach aufgekauft. Angestellt wurden nicht etwa Australier, sondern da wurden Verwandte und Bekannte und Arbeitssklaven aus China heran gekarrt, die dort für Hungelöhne arbeiteten, was den cleveren Chinesen einen Riesenstandort-Vorteil verschaffte.

      Die Chinesen sind -wie auch die Juden-.absolute Ausbeuter und das ohne schlechtes Gewissen – weil sie so etwas  nicht kennen.  

       

      • Endlich nimmt jemand das treffende Wort in den Mund: Ausbeuter! Ich habe ausreichend Berührung mit ihnen, jede Woche. Es trifft genau zu.

      • Ein Zeichen der 'Evolution', auch in Neuseeland. Aucklands Stadtteil Howick ist fest in chinesischer Hand. Erstmals von den Europäern den Maoris abgenommen und jetzt von den Chinesen den Kiwis. So schließt sich eben der Kreis mit steigenden Immobilienpreisen, die die Einhei- mischen nicht mehr aufbringen können.

  3. Man sollte das durch absolutes Lohndumping und Sklavenarbeit erworbene Vermögen der chin. Konzerne und des Staates nicht mit Gewalt schönreden.

    Die Chinesen sind mit Sicherheit nicht der vielgepiesene Wohltäter, zu dem sie -weil das so gerade  Mode ist – hochgejazzt werden.

    Mit dem Geld kaufen sich die Chinesen neuerdings auch in deutsche high-tec Firmen und Schlüsselindustrien ein. Die werden dann  – nach dem Muster der Heuschrecken Hedge-Fonds- abgewrackt und das technisch-wissenschaftliche (die Arbeit jahrelanger Entwiklung und Forschung)  know how nach China transferiert.

    In China wird dann zu Ameisen Hungerlöhnen produziert und Deutschland wird – wenn das so weiter geht- in spätestens einer Dekade de-industrialisiert sein. Wo das hinführt, kann man gerade an Frankreich festmachen, oder an England, das durch die Handlangerin der Hochfinanz, Margret Thatcher voll de-industrialiert wurde.

    China glänzt kaum durch Grundlagenforschung (zu aufwendig, zu teuer). Man verlässt sich lieber auf gutorganisierte Industrie-Spionage (das ist wesentlich billiger und geht schneller) , feindliche Übernahmen von High-Tec Betrieben, Hungerlöhne, rechtlose Wanderarbeiter in Stärke von rd. 300 Mio., dreistes Kopieren von Luxus-Waren (mit staatl. Billigung) etc., etc.

    Ich kann diesem kritiklosen 'China ist gut', die 'USA sind böse' und der 'Westen schlecht' nichts, aber auch gar nichts abgewinnen, weil es total an der Realität vorbei geht.

    Die Redakteure sollten sich mal gelegentlich in Afrika umhören, wie die Schwarzen mittlerweile über die Chinesen denken. Die bringen sogar ihr eigenes Essen und die chin. Hilfsarbeiter mit. Bei der lokalen Bevölkerung bleibt so gut wie  nix hängen!

    Ach ja, in Asien können sich die Redakteure auch mal gern umhören, dort sind die Chinesen als 'die Juden Asiens' verschrieen. 
     

    • Die Kritik, China ist für Amerika böse und der Ersten schlecht, haben sie falsch verstanden. Richtig ist, China ist clever, die Amerikaner gierig und der Westen degeniert und verblödet. Keiner nutzt seine Stärken so konsequen gegen sich selbst wie der Westen. Evolution DVB. Das neue löst das alte ab. 

  4.  

    dKein Wunder also, dass es gerade die chinesische Führung unter Präsident Xi Jinping ist, die sich gegen einen wirtschaftlichen Protektionismus und für den Freihandel ausspricht.

    ——

    Das ist in der Tat kein Wunder! Noch verständlicher wird es, wenn man sich mal intensiv mit der ähäm…..'chinesischen' Revolution beschäftigt. Dazu braucht es nur einiger Recherchen,

    China ist DAS SHANGRI LA für AUSABEUTER und das Synonym für Raubtierkapitalismus  mit Hungerlöhnen und Sklavenarbeit. Und mit dem propagierten 'Freihandel' wird die gesamte westliche Welt  zerstört und an die Wand gedrückt.

    Trump hat das schon richtig erkannt und will in Zukunft den amerikanischen Markt durch Schutzzölle so gut wie möglich abschotten. Solange es auf der Welt nicht in etwa gleiche Sozial-Systeme und Sozialstandards gibt (ohnehin eine Utopie) , ist der Freihandel tödlich, und nur den heimatlosen Ausbeutern und Heuschrecken dienlich, die immer dort produzieren lassen, wo sie die Arbeiterschaft bis aufs Blut aussaugen können.

    Nicht umsonst sagt  Georoge Soros:

    GeorgeSoros Announces China Must Lead The New World Order

    http://yournewswire.com/george-soros-china-new-world-order/

    Es wird allerhöchste Zeit, dass wir aufwachen. Nicht nur bei der Massen-Immigration sondern auch in Wirtschafts-, Finanz- und Handelsfragen.

  5. Für unsere Manager und Politiker ist es unbedingt erforderlich, dass sie den chinesischen Klassiker "Die 36 Strategeme" gelesen und verstanden haben. Nicht, dass man die Chinesen abwehren sollte, sondern man sollte sich genau so verhalten.

  6. Die neue US Regierung hat klar die Gefahr erkannt, die vom chinesischen Streben nach einer multipolaren Weltordung ausgeht, und was das für ihre eigenen Hegemonial Absichten bedeutet.

    Eine eurasische Wirtschaftsunion wächst unter den treibenden Kräften Chinas. Momentan entwickelt sich die  (Shanghai Cooperation Organisation, SCO ) in einer Weise, die den Amis überhaupt nicht in den Kram passt. – Es zeichnet sich nämlich eine Entwicklung ab, bei dem ein Strang der Seidenstraße den nahen Osten zum Ziel hat.

    Wer gut beobachten kann, der erkennt, dass die Türkei sich der SCO anschließen will und dafür unter Umständen sogar aus der Nato austreten wird. – So versteht man plötzlich, warum Erdogan weggeputscht werden sollte und nun so massiv politisch angefeindet wird.

    Ein weiteres Problem müssen die Chinesen noch knacken – ihre Beziehungen zum Iran müssen sie noch kräftig verbessern. – Wenn das geschafft ist, dürfen sich die US-Zionisten warm anziehen 

  7. Wenn das geschafft ist, dürfen sich die US-Zionisten warm anziehen

    ———

    Wir aber auch, denn die Chinesen sind ganz üble Wirtschafts-Imperialisten!

    Und den Iran, gesteuert und beherrscht von einem im Kopf verwahrlisten, depotischen und gefährlichen, Endzeit Mullah Regime,  immer nur als 'unschuldiges Opfer' des US-Imperialismus hinstellen zu wollen, geht meilenweit an der Wirklichkeit vorbei und ist wenig zielführend.
     

    • Bist du dir sicher, dass deine immer wieder sehr-sehr langatmigen und langweiligen histrionischen Selbstdarstellungen zielführend sind? 

       

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