Elektriker

Man soll gefälligst Abitur machen und studieren gehen, so die Erwartungshaltung. Doch das führt dazu, dass es dem Handwerk an guten Kräften fehlt.

Von Marco Maier

Im deutschen Handwerk arbeiten rund 5,4 Millionen Menschen in gut einer Million Betrieben. Diese machten in über 130 Berufen einen Umsatz von 544 Milliarden Euro. Das zeigt, dass der Spruch vom "goldenen Boden" des Handwerks durchaus seine Berechtigung hat. Immerhin schaffen es selbst die kleinen Betriebe, gute Umsätze zu erwirtschaften und gute Geschäfte zu machen.

Aber da gibt es ein Problem: Es fehlt an qualifiziertem Nachwuchs. So schreibt der "Tagesspiegel" dazu: "Randvolle Auftragsbücher – aber zu wenig Fachkräfte und Azubis. In Berlin kommen die Betriebe nicht mehr hinterher, Kunden müssen warten". Eine Entwicklung, die auch – aber natürlich nicht nur – an der zunehmenden Überakademisierung liegt. Die nachfolgende Grafik von "Aktuelle Sozialpolitik" verdeutlich dieses Problem.

Inzwischen ist es so, dass viele junge Menschen dazu gedrängt werden, doch lieber zu studieren anstelle sich dem Handwerk zu widmen. Und jene, die eine handwerkliche Ausbildung machen, wechseln nicht selten in die Industrie – in ähnliche Jobs. Andererseits sorgt das deutsche Bildungssystem auch nicht (mehr) dafür, dass die Schüler, die nicht die Anlagen für ein Studium mit sich bringen, ebenso oftmals für handwerkliche Berufe kaum zu gebrauchen sind.

Wenn man es nicht schafft, die Handwerksberufe – wie Bäcker, Metzger, Maurer, Mechaniker, Elektriker usw. – wieder attraktiver zu gestalten, indem man die jungen Menschen auch dazu animiert, sich für einen solchen Lehrberuf zu entscheiden, sieht es schlecht um die deutsche Wirtschaft aus. Denn was nützt es, wenn zwar alle Menschen Doktoren, Ingenieure, Anwälte, Banker und dergleichen sind, jedoch kaum mehr jemand da ist, der z.B. eine gebrochene Wasserleitung reparieren kann? Dazu müssen diese Berufe auch wieder einen gesellschaftlichen Wert haben und die Handwerker Respekt verdienen.

35 KOMMENTARE

  1. Alles nur eine Frage des Geldes. Wer angestellter Handwerker wird, in miesen Jobs wie Bäcker und Metzger erst recht, hat null Chance auf einen Lebensmittelpunkt im Eigentum ausserhalb der Ghettos. 

    Warum sollte man also nach der Schule direkt und freiwillig so ein mieses Leben wählen?

    • wenn es nur wirklich akademiker wären, in der realität sieht es anders aus, studium-abbrecher ohne ende-weil einfach zu doof, anschl. kommen se ins soziale netz, also, da hätte man doch besser gleich einen richtigen handwerklichen beruf erlernt !

      • Ob die allerdings für einen handwerklichen Beruf geeignet sind, sei mal dahin gestellt.

        Tatsache ist, das aufgrund unseres großartigen Bildungssystem ein Großteil der Bewerber in den Handwerksberufen überhaupt nicht mehr ausbildungsfähig ist.

        Tatsache ist auch, dass es die Studenten nicht etwa in die MINT Fächer drängt, sondern überwiegend in die sog. 'Laberfächer' (Afterwissenschaften), die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, wo sie sich dann später auf gutdotierten -vom Steuermichel finanzierten- und vom Staat geförderten Stühlen den Hintern breit sitzen.

        Da haben wir dann im Angebot: Sozialwissenschaftler, Islam-Wissenschaftler (komischerweise gibt' keine Judaismus-Wissenschaftler), Migrations-Wissenschaftler, Gesellschaftswissenschaftler mit Interkulturellen-Kompetenz, Multi-Kulti-Weissenschaftler, Integrations-Wissenschaftler u.s.w., die ganze Palette des neu-parasitären, links grünen Gesocks (die Neue Elite), welche mit Wonne (weil bestens bezahlt), die Deutschen in die Pfanne hauen.

        Diese Parasiten repräsentieren  dann mit den hochtintelligenten und hochmotivierten  'Neubürgern' aus Kuffmukistan und Mama Afrika (IQ zwischen 64 bis max. 85) die Zukunft Deutschland.

        Was ein Glück, dass mir das Privileg der  'späten Geburt' erspart bleibt.

         

    • So ist es. Die Altparteien haben mit ihrer neoliberalen Politik die Löhne kaputt gemacht und auf den Baustellen arbeiten fast nur noch Osteuropäer mit Dumpinglöhnen illegal unterhalb des Mindestlohnes.

      Die Altparteien machten dies mit EU-Osterweiterung und Öffnung des deutschen Binnen-Arbeitsmarktes möglich.

      Es ging darum, die Arbeiter dieser Welt gegeneinander auszuspielen und die Löhne zu zerstören. Mission accomplished. Jetzt will da keiner mehr arbeiten, weil die Löhne nicht mehr zum Leben reichen.

      Zur Erinnerung: In den 60ern und 70ern haben sich die Handwerker eine goldene Nase verdient. Damals hatten wir noch Vollbeschäftigung und soziale Marktwirtschaft. Diese Zustände sind von den Altparteien systematisch kaputt gemacht worden.

      Deutschland braucht ein Abschiebeprogramm, einen geschützten Arbeitsmarkt und akzeptable, branchenspezifische Mindestlöhne. Dann lohnt sich das Handwerk auch wieder.

      • Kann mich noch gut erinnern als auf der Tagesschau Frontseite jede Menge neuer hochqualifizierter Facharbeiter..in Arztkostümen&Ingenieursbrillen gezeigt wurden…is die Seifenblase etwa schon geplatzt..oder waren das Fake-News.

        Handwerk hat goldenen Boden..ja das war einmal…heute hat es morschen Boden.

        Kenne 'nen Inder der nie zur Schule war..in Berlin die Klo's putzt..und das doppelte wie seine deutsche Frau verdient.

        Wieviel Jahre Ausbildung braucht man eigentlich um zu lernen..wie man ein Klo putzt..?!

        • Kenne 'nen Inder der nie zur Schule war..in Berlin die Klo's putzt..und das doppelte wie seine deutsche Frau verdient.

          …na dann möchte ich nicht wissen, was die Frau auf der Pfanne hat! Bestenfalls Hartz4, oder? Weil für's Klo putzen dürfte man bestenfalls mit 1200,- nach Hause kommen. Davon die Hälfte… ist Hartz4.

          Das die Frau höchstwahrscheinlich nicht Professorin für Geisteswissenschaften ist, erschließt sich allein an ihrer Ehe mit einem unalphabetisiertem Inder. Wird sich eher um eine Krishna-Hippi-Braut handeln, die nur linksgrüne Latten am Zaun hat… wenn überhaupt.

          • … aber wirklich nur bestenfalls !!!

            In der Regel kriegen Kloputzer/innen Trinkgeld in ein Schälchen gelegt – was sie auch immer sofort rausnehmen – nicht das Jemand auf die Idee kommt : Da liegt ja schon so viel !

            Ich würde meinen, das Trinkgeld ist der Hauptverdienst !

  2. Der Handwerker war schon immer der Hintern der Gesellschaft,schuften wie ein Depp die Knochen kaputt arbeiten und nix verdienen. Ich habe vier Berufe erlernt aber genutzt hat es nichts. Erst als ich selbstständig wurde und an Steuern gespart habe gings besser. Man braucht sich nicht wundern das die meisten nicht mehr Handwerker sein wollen. Die besseren sterben halt an Kokain etc Hurerei und sonstiges, der Handwerker weil er sich kaputt gearbeitet hat und so hat alles seine Ordnung 🙂

  3. Deutschland hat definiv zu viele Fachidi*ten !

    … und eine handwerkliche Ausbildung erst nach dem Abi ist für die Tonne – da sind die meisten schon nicht mehr Ausbildungsfähig.

    Eine handwerkliche Ausbildung macht nur Sinn, wenn sie so früh wie möglich absolviert wird. Das sind dann die, die ihr Handwerk auch beherrschen und sich was aufbauen können.

    Mittlere Reife reicht meist völlig aus, aber auch pfiffige Hauptschüler schlagen die Fachidi*ten im Praktischen um Längen – und darauf kommts im Handwerk an !

  4. Das Deutschland überakademisiert ist – ist seit Jahren schon zu erkennen. Nicht umsonst gibt es immer mehr Studienabbrecher ! 

    Der Lehrerverband kennt auch die Gründe – die sie jetzt kritisiert haben.

  5. Die Unternehmensverbände beklagten Ende 2016 das Bildungsniveau der zu ihnen kommenden Hochschulabsolventen, das nach der sog. Bologna-Reform stetig gesunken ist.    Währenddessen die Industrie-und Handwerksverbände  zu etwa dem gleichen Zeitpunkt eine Steigerung des Ausbildungsniveaus ihrer gewerblichen Lehrlinge zufrieden bemerken konnte.                                                                                                                                Wenn der Tagesspiegel bundesweit ein Problem darin sieht , dass es nicht genügend Auszubildende für das Handwerk gibt , würde aus unserer Region eher Gegenteiliges zu vernehmen sein und es gibt vor allem eine ausufernde Schwarzarbeit, die von den Behörden hingenommen wird.                                                                                                                                                                                                                               Eine "Überakademisierung" Deutschlands allein in der Zahl der Hochschulabsolventen bestätigt zu sehen, halte ich für kaum haltbar. Seit langem der Überzeugung, dass unser Bildungssystem zu einer staatlichen Industrie verkommen ist, die zu viele obrigkeitshörige angepaßte Apparatschiks produziert, ( was sich u.a. in der minderen Qualität unserer Funktions- und Politelite bestens abzeichnet ), bedaure ich die Steuerung dieses Bildungsdilemmas durch NGO's wie Bertelsmann und Co. die "nichts Gutes" mit Deutschland im Sinn haben.                                                                                                                                                                                                                               

  6. Mehrklassengesellschaft.

    In den vegangenen Jahrzehnten wurde eine Mehrklassengesellschaft aufgebaut. Diese Entwicklung wirde von den MSM konsequent ignoriert.

    Vor allem im Handwerksbereich wurde durch Import von Humankapital massiv Lohndumping betrieben. Beinahe der gesamte Handwerksbereich ist heute Ausländerbereich. Die Qualität der Ausbildung hat stark nachgelassen. Dass trotz niedrigster Einkommen Handwerker nicht billig sind, liegt an der hohen Abgabenbelastung .

    Das "Studium" ist heute notwendig, um nicht dieser Unteren Klasse anzugehören. Diese Klassenunteschiede werden werden in der Schönen Neuen Welt weiter ausgebaut werden.Die Gesellschaft wurde erfolgreich gespalten und Solidarität ist unter Schulz eine hohle Propagandahülse.

     

    • Zudem ist es für die kleinen Handwerksbetriebe eine Herkulesaufgabe auszubilden.

      Jugendschutz, Ausbildungsplanvorgaben, Berufsgenossenschaftliche, Gesetzliche und Gewerkschaftliche Vorgaben, Aufzeichnungspflichten, Berufsschultage, medizinische Tauglichkeitsprüfungen, regelmäßige Sicherheitstechnische Unterrichtungspflichten usw. usf. ….

      Mal ganz von den Auszubildenden-Zipperlein und -Marotten abgesehen – Ein im Handwerk Auszubildender darf streng genommen keinen Meter ohne Aufsicht tun und erst recht keinen Handschlag.

      Alle machen Vorgaben, damit, wenn dem Azubi was passiert und man nicht Lückenlose mehrfache Fürsorge nachweisen kann, auf alle Fälle erstmal der Ausbilder Schuld hat.

      Das machen die aber alle nicht umsonst, dafür darf man auch noch ordentlich latzen.

      Nein, wer sich zum Ausbilder macht, muss ein ideoligisches Ansinnen haben, anders macht das keinen Sinn – von Freude ganz zu schweigen !

      • Stell' doch mal die Lebenshaltungskosten den Handwerkereinkommen gegenüber! Dann hast Du doch alle Fragen beantwortet.

        Einfacher wäre, Du bildest einfach den Durchschnittslohn bei Dir in der Firma und fragst Dich, ob Dich das jeden Morgen motivieren würde.

        Die Münze hat zwei Seiten!

        Als Kunde möchte ich natürlich, dass der Handwerker ordentlich bezahlt wird – nicht aus Mitgefühl – vielmehr aus der Hoffnung heraus, dass sich der Handwerker dann auch Mühe gibt und mir ein ordentliches Arbeitsergebnis hinterlässt. Das ist so gut wie nie der Fall! Infolge bin ich daran interessiert, für abgeleisteten Pfusch den kleinstmöglichen Preis zu bezahlen.

        Und nochwas Grundsätzliches: Eine Handwerkerstunde (abhängig vom Gewerk) kostet das 4 – 10fache dessen, was Otto-Normal selber pro Stunde netto erwirtschaften kann. Er tauscht also (im Schnitt) 7 Stunden seines Lebens gegen 1 Stunde Handwerkerleben. Und das oft für Pfusch und Ärger. Wo bitte ist da die vernünftige Relation? Wieso wundert es irgendwen, dass die Leute lieber selber machen oder auf "billigst" setzen?

        Aber laut "Klappern" gehörte schon immer zum Handwerk.

        • Ich will dir mal verraten, dass nicht nur der Netto-Durchschnittslohn bei mir in der Firma doppelt so hoch ist wie meiner, sondern auch der niedrigste doppelt so hoch ist wie meiner.

          Mein Männe und ich machen das tatsächlich nur noch aus einem Grund : Es quatscht uns Niemand rein – also in das, was nach allen Vorgaben noch übrig bleibt !

          Nichts desto Trotz seh ich natürlich, dass die Handwerker ihre Knochen herhalten und bereits mit 45 einen nicht unerheblichen Verschleiß verkraften müssen – dabei liegen noch bald 30 Jahre vor ihnen.

          In Anbetracht dessen müssten sie natürlich mindestens das dreifache verdienen, aber dann, dann gäbe es kein Kunde mehr, der das bezahlen kann.

          Da beisst sich die Katz in den Schwanz !

          Von deiner teuren Handwerkerstunde gehen in der Regel noch soviele betriebliche Kosten ab, wenn ich dir die aufliste, biste morgen noch am lesen.

          Du ahnst nicht, wieviele Wegelagerer aus dem Handwerk Profit ziehn !!!

          • Na dann möchte ich nochmal ein Beispiel aufwarten, was jeder einfach nachvollziehen können dürfte.

            In unserer schönen Republik liegt das Otto-Normal Einkommen im Schnitt bei 2600€ brutto für eine 40 Stundenwoche = 168h/Monat.

            Für den Single, kinderlos, Steuerklasse 1 bedeutet das 1664€ netto bei 168h = 9,90€ pro Stunde für den Beutel zur freien Verfügung.

            Otto-Normal bringt nun seine Karre, die er täglich benötigt, um zu den 9,90€ hin zu gurken, in eine "Billigwerkstatt" ATU für Instandhaltungsarbeiten.

            Bei ATU beträgt der kleinstmögliche Stundensatz 69,-€ zzgl. 19% Räubersteuer = 82,11€/h, um welche Ottos Beutel erleichtert wird. Dafür muss Otto (82,10€ / 9,90€) selber 8,3 Stunden anschaffen gehen – also mehr als einen ganzen Arbeitstag.

            Für diesen "Superdeal" 8,3 zu 1 schraubt ein Azubi oder Umschüler vom Arbeitsamt am Auspuff von Ottos Wagen rum, bestenfalls ohne Beanstandung, was wir für dieses Beispiel gern unterstellen wollen. Wenn nämlich der Meister eingreifen müsste, steigt der Stundensatz unnötig auf 110€!

            Weiterhin soll unser Otto-Normal im Beispiel sich als Elektriker auf einer Baustelle Schlitze schlagend seine Kröten hart im Dreck verdingen.

            JETZT ERKLÄR MIR MAL einer, warum mehr als ein ganzer Elektriker-Arbeitstag (8,3h) nur so viel wert ist, wie eine einzige Azubi-Schrauberstunde !!! ???

            Ich zweifle, dass mir das jemand sinnvoll vermitteln kann!

            Und gar nicht auszudenken, wenn Otto aus diesem Beispiel einen mittelmäßigen Anwalt für 210€/h oder einen Fuß-Chirurgen für 500€/h engagieren wollte.

            Um das Beispiel rund zu machen:
            Wollte unser Elektriker Otto-Normal einen "fairen Tausch" mit ATU – also eine Stunde gegen eine Stunde – dann müsste Otto mindestens 21.553€ brutto im Monat verdienen, um auf 82,11€/h netto zu kommen. Der Bauherr, welcher Otto auf seiner Baustelle beschäftigt, würde dann mit etwa 380,-€/h für das Setzen einer Steckdose zur Kasse gebeten. Wollte der Bauherr auch Fairplay, dann bräuchte dieser ein Monatseinkommen ab 99.750 €.

            Damit dürfte der "achso wunderliche" Niedergang des Handwerks einleuchten.

          • Ich weiß das alles !

            Ein durchschnittlicher Handwerkerverdienst reicht gerade so zum Leben – geht das Auto kaputt ist auch schon Ende Gelände.

            Bei uns sind wir deshalb auch Zinsloser Geldverleih – und das obwohl wir mindestens Tariflich bezahlen. Dabei kommt's natürlich auf die Ausbildung, die Erfahrung, das Alter, die Betriebszugehörigkeit usw. an.

            Mein Männe und ich verbraten quasi gerade unsre mühsam zusammengesparte Rente – nach uns die Sintflut – wenn Schluß ist damit, wird man weitersehn – irgendwas geht immer.

            Zur Not haben wir ja dann hoffentlich noch ein paar Reiche im Land die man ausrauben kann !  🙂

            Die Azubistunde kostet nicht viel weniger als die Gesellenstunde, weil die Betriebskosten in die Stunden eingerechnet werden. Die sind auch in der Meisterstd. enthalten – begreif das doch mal !

            Du weisst was Betriebskosten sind ???

            – Firmensitz, – Lager, – u. Grundstücksmieten

            – Bank-Kreditrückzahlungen nebst Zinsen – meist werden Kredite beim Aufbau von Firmen gebraucht.

            – Nebenkosten, wie Wasser, Strom, Heizung,   Gebäudeversicherung u. div.

            – Kraftfahrzeuge in der Anschaffung

            – Kraftfahrzeuge in der Unterhaltung, wie Kraftstoffe, Versicherung, Steuer, Reparaturen, Wartung, Pflege  usw.

            – Maschinen – Anschaffungen inkl. Reparaturen, Wartungen und Sicherheitsprüfungen

            – Arbeitsmittel jeglicher Art je nach Gewerk, wie z.B. Gerüste, Leitern usw.

            – Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe – wenn, wie meist, gestellt

            – Sicherheitsausrüstungen für die Mitarbeiter, also von der Schutzbrille über den Helm bis zur Handwaschseife und Hautsalbe.

            – Regelmäßige Erneuerung aller Verbandskästen im Betrieb und aller Kfz

            – ganz wichtig : die Bürokräfte ! also die Verwaltung, die meist auf keiner Handwerkerechnung gesondert ausgewiesen wird – also ein ganzer Verdienst im Hintergrund !

            – bei Minijobbern im Betrieb, deren Lohn und Pauschalabgabe, also auch ein Lohn der für "Mädchen für alles" anfällt und nicht extra auf Rechnungen auftaucht.

            – eventuelle Putzkräfte

            – Bürobedarf vom PC bis zum Radiergummi

            – Berufsgenossenschaftsbeiträge

            – Betriebshaftpflichtversicherungen

            – gesetzlich vorgeschriebe Prüfungen der beweglichen und festen Betriebsmittel – also alle Maschinen, Leitungen, Steckdosen usw. im Turnus von 1 – 3 Jahre

            – Feuerlöscher extra !

            – bei vergebenen Werbeaufträgen – den Anteil an die Künstlersozialkasse

            usw. usf. – ich hab jetzt garantiert vieles vergessen !

            Die Leute denken immer : Ups, die Firma langt aber hin, die müssen ja Unsummen verdienen und die armen Mitarbeiter werden mit Hungerlöhnen abgespeist – Das ist so nicht !!!

            Logisch will der Kleinbetriebunternehmer auch von seiner Arbeit leben, aber das langt auch grad so.

            Laut Bankinfo ist alles was Du siehst, also Firmen, Privathäuser, Grundstücke, Autos usw. zu 80% an die Banken verpfändet – auch das von allen Unternehmern, das betrifft nicht nur die Mitarbeiter.

            Insgesamt, denke ich aber : Das Handwerk wird uns erhalten bleiben, schließlich gibt's noch lange keine Roboter für alles.

            Die Löhne können nur langsam steigen, weil jeder Betrieb ersteinmal alle gesetzlich installierten Vorgaben finanzieren muss – woran wiederrum andere Arbeitsplätze hängen.

            Abgesahnt wird in unserem Wirtschaftskreislauf bei den Banken und da genügen ein paar Klicks für Null Arbeit und wenig Zeit !

             

             

          • @ML

            Wenn Du das alles weißt, dann nenne Ross und Reiter doch beim Namen! Es sind die Parasiten, die unendlich vielen Mitesser, welche sich an der Wertschöpfung des Handwerks und jedem anderen produktiv tätigen Menschen gütlich tun.

            Aber es sind dämliche Parasiten! Denn sie richten mit ihrer Gefräßigkeit den Wirt zu Grunde – völlig wissentlich, aber ignorant.

            Wenn ich so einen Dreck höre… Beiträge zur Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft und so ein Mist. Wer braucht das? Kein Mensch! Alles nur Veranstaltungen auf dem Rücken anderer… was angeblich Beschäftigung schafft. Beschäftigung ist das richtige Wort, denn mit wertschöpfender Arbeit hat das nichts zu tun.

            Natürlich weiß ich, wie man mittels Zuschlagskalkulation und Wagnisaufschlägen Stundensätze hochjubelt. Dann noch Steuern und Steuern von den Steuern, Zins und Zinseszins usw. Völlig klar!

            Der goldene Boden des Handwerks ist in Banken und Behörden verlegt.

            Es lebe die "Nachbarschaftshilfe"!

          • Hab' ich doch gesagt : Wegelagerer = Diebe, Parasiten, Nixnutzige Schmarotzer – aber alle vom Staat akzeptiert und z.T. sogar verordnet.

            Ich glaub es gibt in keinem Land so viele Sesselpupser, die einen verwalten und abkassieren, wie bei uns !

            PS : …. wer klaut denn hier ständig Kommentare ? … verschwinden die im Netz-Nirvana, oder was ?

        • PS: … was den Pfusch betrifft : Wir haben die Erfahrung gemacht, das auf längere Sicht nur die Firma überlebt, die professionelle Arbeit abliefert.

          Dazu sind unsere Preise meist über 3 Jahre stabil – je nachdem was anfällt – und werden danach immer nur Teilweise geringfügig erhöht. Lohnerhöhung gibts aber jedes Jahr – was bedeutet: unser Verdienst wird immer kleiner.

          Mein Rat : Nimm keine Firma die es nötig hat eine riesige Werbung aufzuziehen. Hör dich um und frag Bekannte, Nachbarn, Freunde !

          Lass dir zudem 3 Angebote erstellen und fall nicht auf den billigsten rein. Die zahlen oft Dumpinglöhne und das geht auch nur, weil die Mitarbeiter eine halbseidene Ausbildung haben.

          Wir z.B. leben NUR von Mundpropaganda, keine Flyer, keine Werbung in Printmedien, keine Website, keine Werbeschilder nur ein einfacher Telefonbucheintrag.

          Und damit fahren wir seit bald 30 Jahren bestens !

          Für uns privat oder als Subunternehmer haben wir aus anderen Gewerken feste, langerprobte Firmen an der Hand, die das auch nicht anders händeln.

          Das wichtigste im Handwerk ist Zuverlässigkeit, gefolgt von Profiarbeit und einer rundum zufriedenstellenden Kundenbetreuung. Kann man das bieten, ist der Preis oft zweitrangig und man hat die beste Werbung die es gibt !

          Die Osteuropäer machen uns aber schon das Leben schwer. Bis der Kunde geschnackelt hat, dass sich Billigarbeit nicht lohnt, gehen viele Aufträge erstmal in die Geschichte ein.

           

          • Nochmal erklärend zu meinem Rat :

            Um so größer die Firma mit X Mitarbeitern, umso größer das Budget für Werbung – ABER auch umso mehr Stress, der dort für die Mitarbeiter herrscht.

            Der Rest ist einfach : wer Stress hat, arbeitet meist schlechter – die Leute müssen schnell fertig werden, weil der Chef noch andere Kunden in die Zeit gepackt hat.

            Deshalb, such dir kleine aber feine Betriebe aus ! Dort geht es meist noch menschlich zu und davon wird man als Kunde immer profitieren.

             

          • Meine Erfahrung ist:

            Handwerker, die sofort kommen können und Zeit haben, taugen nix. Handwerker die taugen, haben keine Zeit und auch keine Werbung.

          • …is mir Wurscht! Solange ich noch krauchen kann, mache ich meine Sachen selber… außer Schweißarbeiten und Molekularbiologie. 🙂

            Und hierfür bevorzuge ich Handwerker, die Samstags Zeit haben… sofern sie das oben geschilderte System-Problem verstehen.

          • Na klar versteh ich das, Schwarzarbeit hat Hochkonjunktur – kann aber auch Sauteuer werden – der Zoll ist gerade überall !

  7. Scheide auf dem gesellschaftlichen Wert oder Ansehen. Angebot und Nachfrage. Gibt's zu wenige um die Nachfrage zu befriedigen steigt der Preis. Spätesten wenn die Handwerker mit Q7 oder Porsche Vorfahren wollen auch wieder mehr nen richtigen Beruf erlernen. 😄

    • Solange Rumänen oder Bulgaren Deine Dachrinne reparieren, fährt kein Handwerker mit einem Porsche vor. Das ist doch der gordische Knoten!

  8. die heutigen arbeiter sind was früher die sklaven / leibeigenen waren und genau dort kommen wir auch wieder hin

    eben unterste schicht

    und wer will schon freiwillig der dumme sein

    wenn s auch anders geht

    da hilft auch propaganda wie karriere mit lehre oder solch schnarrn nich

    zumindest nicht auf dauer

  9. Wieso, die Schwarzarbeit blüht doch , aber ob das alles gut ausgebildete Handwerker sind, ist ne andere Sache. 

    Spätestens dann wenn die Eliten an solche Handwerker geraten, ist das Geschrei groß ! 

    • Die Elite gerät aber nicht an solche Handwerker. Eliten bestellen sich Privat die Premium-Firmen.

      Nur sie selbst, falls es Mittelständige oder Groß-Unternehmer sind, beschäftigen Billiglöhner – geben aber auch meist den günstigen Preis an ihre Kunden weiter, weil sie um die Aufträge kämpfen müssen – der Kunde will "gut und billig". Auf dem Markt herrscht ein Preiskampf.

      Ein Mittelständiger Unternehmer und die Kleinunternehmer KÖNNEN nicht reich werden. Reich werden nur die, die mit Geld anderer Leute handeln und zocken – Kohle einfahren ohne Arbeit ! – DAS ist die Elite !

      Der "Reichtum" der Mittelklasse kommt aus einer anderen Zeit in unserem Land, aber diese Zeit ist längst Schnee von gestern. Heute werden diese Reichtümer nur noch vererbt und aufgebraucht – das komplette Land befindet sich in einer Abwärtsspirale !

  10. Ich finde die Entwicklung garnicht mal so schlecht. Wenn der Mangel zu groß wird dann steigen die Preise. Schon jetzt werden die richtig gutenHandwerker in manchen Regionen teurer. Ich rede aber nur von den Handwerker die eine Top Qualität abliefern und auf empfehlung weiter gereicht werden.  Auch ich habe meine Preis sterk erhöht und der Kunde "muss" das zahlen oder Er geht zum Billigheimer. Waum soll der Handwerker weniger verdienen als ein Bandarbeiter. Ganz im Gegenteil, Handwerker vollbringen Dinge die kein andere Arbeiter kann, Er braucht Jahre um gut zu werden. Der durchschnittliche Bandarbeiter, ich sag mal so. Man könnte oft jeden ans Band stellen. 

     

     

  11. Allenthalben wir über das Fehlen von Handwerkern geklagt und bemängelt, dass sich so wenige junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden.

    Vielleicht liegt es ja an der Art, wie Ihr alle da draußen die Handwerker behandelt? Wer einen Handwerker als Untermenschen, Dienstbolzen oder Lakai ansieht, wird sicher nicht für eine Aufwertung des Berufsstandes und damit für eine Attraktivität des Berufes sorgen, die für Nachwuchs die Grundlage bildet!

    Ich selbst möchte meine Sichtweise kurz veranschaulichen: Ich arbeitete heute den vierten Tag in Folge für unterschiedliche, augenscheinlich wohlhabende Leute in den Außenbezirken Berlins. Die Außentemperaturen lagen durchgehend um 30 Grad. Es wurde uns kein Kaffee oder ein Wasser angeboten. Stattdessen wurde ich (Alter 52 Jahre) wiederholte von Kunden geduzt obwohl ich mich stets der Höflichkeitsform bediene. Über eine Honoration in Form eines Trinkgeldes denken wir nicht einmal nach.

    Auf dem Heimweg lese ich dann, dass die Bundesbediensteten Hitzefrei bekommen – Alles klar?

    Tja, und warum haben wir keinen Nachwuchs??

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