Der Vizepräsident des EU-Parlaments Alexander Graf Lambsdorff sieht die Bemühungen um einen Verbleib Griechenlands im Euro als gescheitert an.

Von Redaktion

„Der Reformprozess in Griechenland ist praktisch zum Erliegen gekommen – nur ein verschwindend geringer Teil der nötigen Maßnahmen wurde bislang in die Praxis umgesetzt“, sagte Graf Lambsdorff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der FDP-Politiker forderte die Bundesregierung zur Einstellung der Zahlungen nach Griechenland auf: „Finanzminister Schäuble und die CDU müssen endlich die Notbremse ziehen, wenn sie sich nicht endgültig unglaubwürdig machen wollen.

Das heißt: Austritt Griechenlands aus der Eurozone sowie schrittweiser Übergang zu einer nationalen Währung“, sagte Graf Lambsdorff dem RND und verwies dabei auf den Internationalen Währungsfonds (IWF). So sehe der IWF die Schuldentragfähigkeit Griechenlands nach wie vor nicht als gegeben an und verweigere eine Beteiligung am laufenden Hilfspaket. „Die Bundesregierung darf keinen Reform-Rabatt gewähren, der das europäische Regelwerk erneut untergraben würde“, forderte der Europa-Politiker. Ansonsten drohe das Land zu einem Fass ohne Boden zu werden. „Klar ist aber auch, dass Griechenland weiterhin Mitglied der EU und damit Teil der Solidargemeinschaft bleiben muss“, betonte Graf Lambsdorff.

Die Verhandlungen der Gläubiger mit Griechenland über die Auszahlung neuer Gelder aus dem laufenden Kreditprogramm stocken zurzeit. Die europäischen Geldgeber drängen Athen zu weiteren Sparmaßnahmen, bevor weitere Kredite aus dem 2015 beschlossenen Programm von bis zu 86 Milliarden Euro fließen. Eine Überprüfung der Umsetzung jüngst beschlossener Sparmaßnahmen steht noch aus; die Gläubiger konnten sich mit Athen bisher nicht auf eine Rückkehr der Prüfer nach Athen einigen.

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20 thoughts on “Graf Lambsdorff fordert Euro-Austritt Griechenlands”

    1. Schon wieder? Macht er doch regelmäßig erfolglos. 

      ———-

      Kann er ja, kost' ihn ja nix und ist gut (als Propagandainstrumen)t für seine dahin dümpelönde Partei-

      Der weiß natürlich zu genau, dass Murksel/Schäuble und die Finanzhaie einschl IWF Griechenland nicht fallen lassen können. Denn was uns der Graf nicht verrät,  ist die Tatsache, dass an Griechenland vermutlich Billionen von Wettschulden hängen (aus hochtoxischen Derivaten und unbeschränkten CDS-Wetteb), wofür Deutschland letztendlich haften muss.

      Außerdem wäre dann der Super-Gau für Murksel/Schäuble  vor den Wahlen da, denn all die schönen Milliarden, die man rüber geschoben hat und die direktemang in den Taschen der Hochfinanzbankster gelandet sind, wären dann entgültig futscb, einschließelich des Target Saldos 2 von GR, was nicht wenig ist. Der Negativ Saldo GR dürfte etwa bei 72 Mrd. Euronen liegen.

      Griechenland hat sich so  am Kapitalmarkt vorbei zinslos verschulden können,  ohne gleichzeitig ihr Rating zu belasten.

      Also, passieren wird nix. Griechenland wurstelt weiter (das ist seine Rolle bei dieser Finanz-Farce) und die Steuergelder der europäischen Steuernasen -vor allen Dingen Deutschlands- fließen weiter in ein marodes Griechenland und direktemag in die Taschen der Hochfinanzbankster, die mal wieder die Sektkorken knallen lassen ob der Blödheit der Goyim.

      Die Konkursverschleppung Griechendlands ist noch nicht zu Ende.

      Die 'Never-Ending Story' geht also weiter – bis zum endgültigen Untergang des Euro!

       

      1. Der Papa hat schon Schmiergelder bezogen. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Pferd. Der Graf der Atlantikbrücke macht das nicht umsonst!

      2. Ich glaub nich das Lambsdorff ne Ahnung von Umfang der Wetten hat. Sein Vater war da ein anderes Kaliber. Hat halt andere Schwerpunkt, der kleine Graf.

        Die Forderung an sich kommt viel zu spät. Strategisch is die FDP genau so ne Null Nummer wie die anderen Parteien auch. Eine Vernünftig aufgestellte FDP und es gäb weder ne AfD noch den Brexsit. Das mal Fakt.

  1. Lach, wer hat den Griechenland völlig zu Grunde gerichtet. In meinen damals letzten Urlaub in Griechenland war noch alles soweit OK die Leute konnten leben und hassten uns nicht. EU Diktatoren haben Griechenland erledigt und jetzt wirds leider zu teuer. Griechenland ist ein Beispiel wie man Länder zu Grunde richten kann in seinen Wahn. Jetzt wird ganz Europa zusammen brechen so nach und nach. Das kommt davon wenn Vollidioten an der Macht sind. Diktatur war noch nie ein guter Berater. Aber eigendlich müssten wir soetwas kennen.

    1. Die Liste ist Lang: Griechenland, Portugal, Spanien, Slowenien, Italien, Frankreich…

      Ein Wunder, das noch nicht alles zusammengebrochen ist!

      Der Euro ist wirklich eine Bazuka – und zwar gegen Europa!

  2. So hätte sich der gute Graf, bzw. diese 'EU' , besser an die frühzeitige Warnung der Ersten Allgemeinen Verunsicherung gehalten:

    Mach nie die Tür auf – laß keinen rein.

    Mach nie die Tür auf, sei nie daheim.

    Ist erst die Tür auf, dann ist's zu spät,

    Denn du weißt nie, wer draußen steht.

    Inzwischen weiß man wer draußen stand, der das Ende der Währungsunion mit der

    Überleitung in diese EUROsions Pleiteunion, mit Hilfe der EZB, einläutete.

  3. Vielleicht hofft er mit dieser Aussage davon zu kommen, sollten die EU Insolvenzverschleppungen doch mal rechtlich behandelt werden. Man weiß ja nie.

  4. Der Schreiberling (Graf=Schreiber) hat immer noch nicht begriffen, dass es für die EU-Macher unbedingt darum geht, EU und Euro-Zone zusammenzuhalten. "Koste es, was es wolle." Der Euro ist ein wichtiges Mittel zum europäischen Einheitsstaat. Der Euro darf nicht scheitern. "Denn scheitert der Euro, scheitert Europa" (der europäische Einheitsstaat).

    Die folgenden Hintergründe scheinen nicht genügend gewusst zu werden:

    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/06/16/die-geplante-euro-krise-als-schritt-in-den-eu-zentralstaat/

  5. Man weiß nicht, ob es Lambsdorff ernst meint, ob er einen Versuchsballon steigen lässt, oder ob er tatsächlich eine Exit-Strategie sucht! Seine Exit-Strategie scheint jedoch eher für die Gläubiger und nicht für Griechenland zu sein.

    Wo bitte soll Griechenland noch sparen? Der Mann hat keine Ahnung von den örtlichen Verhältnissen und der Situation der Griechen! Auf jeden Fall gibt Lambsdorff damit zu, dass der Euro als Einheitswährung eine Fehlkonstruktion ist! Das ist die Nachricht!

    Lambsdorff zweifelsohne ein Transatlantiker, vertritt auch dessen Interessen! Daher muß man mit seinen Vorschlägen auch ganz besonders vorsichtig sein. In seinem Vorschlag liegt das nächste Erpressungspotential, denn es geht nicht nur um den Euro-Austritt, der an sich richtig ist, es geht um die Schulden, die ja trotzdem weiterbezahlt werden müssen.

    Wenn die Griechen auf ewig die Schulden trotz Einführung der Drachme in Euro weiterbezahlen müssen, ist ihnen überhaupt nicht geholfen – im Gegenteil! Lambsdorff schwächt gerade zusätzlich die südöstliche Flanke Europas, also Griechenland, gegenüber der Türkei und Nahost – also vorsicht vor dem Transatlantiker!

    Lambsdorff sitzt zwar im EU-Parlament, er ist aber kein Europäer!

  6. Eine Schande wie man dem griechischen Volk wieder neue Sparmaßnahmen ( von Merkel immer gefordert-Sparpolitik) aufs Auge drücken will.

    Griechenland ist immer mehr auf dem Weg ein Drittes Welt Land zu werden  – und das innerhalb Europa ! 

    Das Land kann nur wieder auf die Beine mit einem Wechselkurs kommen – der Euro ist gescheitert- aber die Eliten halten dran fest  – warum wohl ?!

  7. Siehe auch : mmnews:

    1.Das Geldsystem: Kartenhaus wackelt und keiner merkte

    2.Wohlstand für alle, Grenzen für niemand – funktioniert nicht.

    3 Mehr Freiheit statt mehr EU : .Neues Buch: "Wir schaffen das – alleine!"

    Aber Brüssel und Merkel haben beschlossen : Nicht weniger – sondern MEHR – EU  und suchen jetzt den Club der " WILLIGEN" .

  8. Tsirpas fordert von Deutschland einen Schuldenschnitt, weil die Siegermächte Deutschland in den 50er Jahren Versailler Vertragsschulden erlassen hätten.

    Die illegalen Kriege seiner Juden-Bolschewisten gegen Deutschland und der große Raub vor, während und nach den Kriegen zählen für die Rot(z)nase nicht.

    Natürlich – in seiner Verbrechernatur – verschweigen Tsirpas und Cons die 20 Milliarden Reichsmark in Goldstücken die die Alliierten gestohlen haben. Dafür bedankt sich Merkel für den auch so tollen, gut verzinsten "Marshall-Fund", der nochmal ein ganz eigens Thema der Plünderung und Kontrolle ist.

  9. Symbolpolitik

    Das griechische Volk bekommt wieder Sparmaßnahmen und die nächsten Milliarden (angeblich für Griechenland) wandern eh wieder zu 90% in den europäischen Zocker Banken und Banker lassen wieder mal die Sektkorken knallen, weil das EU Volk so naiv ist und all die verlogenen Geschichten der Politiker glauben.

     

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