Die deutsche Außenpolitik solle sich stärker nach Asien hin ausrichten, so Außenminister Gabriel. Deshalb soll es erstmals eine eigene Asienabteilung geben.

Von Marco Maier

Der asiatische Raum gilt nicht nur wirtschaftlich als Boomregion, auch das politische Gewicht der asiatischen Staaten wächst zusehends. Außenminister Sigmar Gabriel hat dies inzwischen offenbar erkannt und will nun die deutsche Außenpolitik stärker in die Region ausrichten und quasi eine Achse nach Asien bilden.

"Europa braucht heute mehr denn je verlässliche Partner in der Welt. Dazu wollen wir unsere bestehenden Partnerschaften in Asien weiter ausbauen und neue Abkommen vorantreiben", so der Sozialdemokrat zu den Funke-Zeitungen. Heute Abend will er beim "97. Ostasiatischen Liebesmahl" in Hamburg, dem zentralen Treffen der deutschen Asienwirtschaft, eine Rede zu diesem Thema halten.

"Die Wege zur Lösung unserer globalen Aufgaben verlaufen immer öfter durch Asien. Hierfür brauchen wir Offenheit und Zusammenarbeit", so Gabriel. "Wir brauchen verlässliche Regeln für einen freien und fairen Handel, der bei uns und in Asien Arbeitsplätze schafft und soziale Standards respektiert." Außerdem wolle Deutschland noch mehr für Konflikt-Prävention in der Region tun. Ob das noch mehr deutsche Soldaten am Hindukusch bedeutet, erläuterte er nicht.

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15 thoughts on “Gabriels Wunsch nach einer Achse nach Asien”

  1. Deshalb soll es erstmals eine eigene Asienabteilung geben.

    Na wenn da hochdotierte Posten zu vergeben sind, nur her damit!

    …Asienabteilung – was für ein Witz, dieser dicke Siggi. 

  2. Gehört denn der größte Teil Russlands nicht zu Asien ! Ihr würdet schon längst in Asien eine Rolle spielen Herr Gabriel, hättet ihr euch nicht stets an den Rockzipfel der USA gehängt – ihr Flaschen.

  3. Wie war das nochmal?-Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.Hättet IHR (SPD) Euch nicht an Merkel und deren Russenbashing drangehängt dann wäre für EUCH (SPD) Eitelsonnenschein für lange Zeit gewesen.

    IHR (SPD) habts genau wie die anderen Pseudoparteien VERGEIGT.Ihr könnt aber Glück haben denn die Russen sind nicht nachtragen-besonders nicht W.W.Putin.

  4. Achse nach Asien ausbauen und zuerst Russland ausgrenzen? Der hat doch nen Vogel samt der Steige.

    Sieht ganz danach aus, daß er von Asien keinen blassen Schimmer hat. Und das deckt sich auch damit, daß er erst ein Büro für Asien ins Leben rufen will. Ab mit diesen Papagei.

  5. Gabriel quatscht mal wieder Blödsinn – "freier Handel" ist nie fair.

    Denn freier Handel hat in der Realität immer die feindliche Übernahme von Teilen des ausländischen Marktes zur Folge, was im Ausland die dortigen Arbeiter arbeitslos macht.

    Handel von Produkten, die in beiden beteiligten Ländern prduziert werden können ist immer ein Wirtschaftskrieg um Marktanteile. Der Verlierer bekommt ein Außenhandelsdefizit und Arbeitslosigkeit, was unter Umständen zum Staatsbankrott führen kann, siehe Griechenland.

    Ausgeglichene Außenhandelsbilanz auf bilateraler Ebene – Voraussetzung für "fairen" Handel.

    Bilateraler Handel ist nur dann eine Win-Win-Situation, wenn der Export in etwa genausoviele Arbeitsplätze schafft, wie der Import vernichtet.

    Zusätzlich muß gewährleistet sein, dass die Erträge aus dem Export zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit, der Renten und des Sozialstaates herangezogen werden.

    ————————————————–

    Die reale Handelspolitik der neoliberalen Altparteien:

    Real nimmt eine Konzern-gesteuerte Bundesregierung gewaltige Außenhandelsungleichheiten in Kauf, nur damit Export-Konzerne gewaltige Gewinne machen können. Diese zahlen fast keine Steuern, da sie Steuervermeidungs-Firmenkonstrukte mit Sitz in Steueroasen aufgebaut haben, welche die Bundesregierung zum Schaden der Bevölkerung toleriert. Steuer-Veruntreuung im Amt.

    Dies hat den Effekt, dass die irrsinnigen Exportrekorde nicht für die Finanzierung von Renten und Arbeitslosigkeit verwendet werden, der Staat gewaltige Neuverschuldung für seine Fianzierung aufnehmen muß und so in die Zinsfalle getrieben wird.

    Die Bevölkerung hingegen sinkt in Massenarbeitslosigkeit, Poor working und Massenarmut. Der Bevölkerung erzählt die Bundesregierung dann als Ablenkung einen Unsinn von "demographischer Entwicklung".

    Gabriel sei Dank…

    1. Nichts desto trotz, so ne Achse muss her. Ist längst überfällig. Wird Zeit das DE, die EU geopolitisch mal was in die puschen kommt. WIR sind nämlich wer in der Welt und das sollten wir auch so und genau so und voller selbstbewusstsein vorantreiben. Die Leute wollen nämlich nicht nach Europa wegen seiner schönen Landschaft. Die kommen weil bei uns das Geld auf der Straße liegt, wir eine liberale Gesellschaft sind, jeder gegen jeden Klagen kann, die Bullen nicht korrupt sind und man selbst gegen eine Behörtliche Anordnung widerspruch einlegen kann. Und vom Sozialsystem will ich gar nicht erst sprechen. Kein Zweifel auf der Torte sind jede menge Fliegenschisse aber es ist immer noch ne Sahnetorte.

      1. "Kein Zweifel auf der Torte sind jede menge Fliegenschisse aber es ist immer noch ne Sahnetorte".

         

        wer in diese torte beißt muss kotzen meist

  6. Diesen Vorschlag gibt es seit über 10 Jahren von der Bürgerrechtsbewegung die lange aktiv in Russland, China und Indien für eine solche Kooperation geworben hat. Stichwort: Eurasische Landbrücke. Jetzt, wo Europa der Kittel brennt da greifen sie diese Idee auf. Gabriel! Politik heisst vorausschauendes Handeln zum Wohle des eigenen – und der Partnerländer. Setzt die längst öffentlich – und in Asien auch umgesetzten Vorschläge um und es erschließen sich neue Exportmärkte, Arbeitsplatzsicherung in Deutschland und damit eine soziale Stärkung der Nation. Aber eigentlich ist es jetzt, wo Deutschland durch die Migrationswaffe der Angloamerikaner gezielt destabilisiert wird – schon zu spät. Der Spruch 'wer zu spät kommt den bestraft das Leben' trifft hier genau so zu wie in den späten 1980ern in der DDR. Wieder einmal haben diese Pöstchenschieber nichts aus der Geschichte gelernt.

  7. Oh man, das Bild !

    Ein Mann der augenscheinlich keine Selbstachtung, Selbstdisziplin und Würde hat (zudem keinen Anstand, siehe seine Ausfälle) hat nichts in der Politik verloren (auch nicht in einer NGO)! 

     

  8. Bei den ihrer Aussenpolitik der letzten Jahre würde ich dem Schweinesiggi Einreiseverbot erteilen. Von wegen faire soziale Marktwirtschaft. Protektionismus und Diskriminierung anderer Volkswirtschaften beherschen die sog. bilateralen Beziehungen. Man denke an Strafzölle für chinesische Solarpanels angebl . wg. Dumping, der bis heute noch nicht bewiesen wurde. Man denke an Strafzölle für jap. PKW i. H. v. 11% und LKW 22%, wofür Dumping? Man denke an Gurken- und Bananenkrümmungsradien und Größenobergrenzen, die gerade auch lateinamerikanische Länder aussperrt. So eine verlogene Package.

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