Fledermaus.

Dass man nicht immer giftige und umweltschädliche Pestizide einsetzen muss um Schädlinge zu bekämpfen, zeigt ein Versuch mit natürlichen Feinde wie Fledermäusen. So startete die „Crop Science“ von Bayer einen interessanten Versuch in Südportugal.

Von Edgar Schülter

Die Abteilung „Crop Science“ von der Firma Bayer übergab den Portugiesen mehr als zehn Fledermausnester zur natürlichen Bekämpfung von Schädlingen – auch genannt „Projekt Baydiversity“.

Diese Maßnahme soll in den Weingebieten Südportugals die biologische Kontrolle von Schädlingen übernehmen, da Fledermäuse große Mengen an Insekten verzehren und die Weinbaukulturen unversehrt lassen. So kann in einer einzigen Nacht eine Fledermaus mehr als die Hälfte ihres eigenen Gewichtes an Insekten verzehren. Die künstlichen Nistkästen für die Fledermäuse sind sehr ähnlich wie natürliche Nester und auf Stangen platziert. So haben diese einen Schutz in ihren Einsatzgebieten.

Die eingesetzten Fledermäuse bekämpfen insbesondere Insekten wie Fliegen, Motten und kleine Käfer, die die Ernten vernichten. Die Bauern waren zuerst überrascht, galten früher die Fledermäuse, insbesondere im Sommer als lästige Plage, werden diese jetzt in einer ganz anderen Perspektive gesehen: als Freund und Helfer.

Fledermäuse auch als Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Behinderung

Die Nester werden in einer Kooperationsvereinbarung mit dem Bildungszentrum für Menschen mit Behinderung im portugiesischen Alentejo (Südportugal) hergestellt. So wird gleichzeitig ein Projekt zur sozialen Beschäftigung unterstützt. Und zwar bestehen die Nester aus einer Mischung aus Zement und Sägemehl. Sie bietet ideale Eigenschaften hinsichtlich der Wärmedämmung für die Fledermäuse, so können diese nicht wegen der starken Sommerhitze oder der Winterkälte sterben.

Das Projekt „Baydiversity“ zielt darauf ab, unsere Gesellschaft für eine biologische Vielfalt aufmerksam zu machen. Mehr Wissen zu Fördern und für die Erhaltung und Wachstum im Rahmen der forstwirtschaftlichen Systeme und ihre Nachhaltigkeit beizutragen. Diese Maßnahme sorgt auch für die Erhaltung der Artenvielfalt.

1 KOMMENTAR

  1. Ist ja soweit ganz nett, aber ich habe Zweifel, dass die Flattermänner genug Insekten fangen, um die Ernte zu schützen.

    Denn Insekten treten bekanntlich in riesigen Mengen auf. So eine kleine Fledermaus ändert daran vermutlich nicht viel.

    Aber gut, ich kann mich auch irren. – Hat man da schon Versuchsdaten zum Ergebnis?

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