150 Dinosaurierfußabdrücke von 21 verschiedenen Spezies wurden in Australien dokumentiert. Die Aborigines kannten den Ort seit je her, doch hielten ihn geheim. Jetzt sollte in der Gegend eine Erdgasraffinerie entstehen. Um dieses Erbe für künftige Generationen zu erhalten rief man die Wissenschaftler.

Von Rui Filipe Gutschmidt

An der Küste Westaustraliens leben die Gollarabooloo, ein Aborigine-Volk, dass einen „geheimen Ort“ kannte, den sie jetzt den Paläontologen der Universität von Queensland verrieten. In Walmadany fand der Biologe und Geologe Steve Salisbury mindestens 150 Fußabdrücke von 21 verschiedenen Dinosaurierarten. „Zwischen den Abdrücken findet sich der erste bestätigte Nachweis für einen Stegosaurier in Australien. Außerdem sind Spuren von einigen der größten Dinosauriern die jemals dokumentiert wurden dabei.“ Mit einer Breite von 170 cm, sind einige Abdrücke wirklich riesig.

Die Wissenschaftler schätzen das Alter der Abrücke auf 90-115 Millionen Jahre. Die Felsformation hat selber nur 127 bis 140 Millionen Jahre und ist damit erdzeitlich nur wenig älter wie die Abdrücke. Der Paläontologe Prof. Octávio Mateus von der Universität Lissabon, der mit dem Museum der Lourinhã zusammenarbeitet, freute sich auf eine Kollaboration mit den australischen Kollegen, die auch für Europas größte Fundstätte von Dinosaurierspuren wichtig sein wird. „Es hilft uns einige Dinge über unsere Dinosaurier herauszufinden. Einige Spuren sind ähnlich (den unseren in Portugal) und der Originalartikel zitiert die portugiesischen Abdrücke,“ unterstrich Prof. Mateus.

Wer sich für Paläontologe interessiert oder seinen Dinosaurierbegeisterten Kindern diese Spuren zeigen möchte, der muss nicht unbedingt nach Australien fliegen. Hier in Europa befindet sich ein Freiluftmuseum mit Dinosaurierspuren und man wird bei einem Besuch gut informiert. Das Museum der Lourinhã ist natürlich nur eine der vielen Attraktionen der Serra nördlich von Portugals Hauptstadt Lissabon. Gutes Essen, die „Schieferdörfer“ und ein naturnaher Tourismus erwartet den Besucher.

Wer den Fundort in Australien besuchen will, der sollte hingegen warten, bis die Fundstelle gesichert ist und ein Museum eingerichtet wurde. Unseren Kindern zu zeigen, wie relativ unbedeutend der Mensch erdgeschichtlich gesehen doch ist, könnte ihnen etwas Respekt vor der Natur vermitteln.

5 KOMMENTARE

  1. So wie die Aborigines es machen, genau so, regiert man eine Regierung und die Wirtschaft.

    Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

    Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

    Es geht die Regierung zu regieren,man muss sich nur ein bisschen regen und sich regen bringt Segen. Wir könnten so einiges efektiver die Regierung regieren als die Aborigines.

    Wir haben mehr Möglichkeiten als die Aborigines.

     

    Die beste Demo gegen Kernkraft ist,wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf, wenn möglich selbst macht.Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich, das nötige zum Leben selbst macht.

     

     

     

  2. Alles hat seine Zeit..Leben ist nichts festes…aber immer unterwegs..Der Kern bleibt..nur die Form verändert sich.

    Immerhin kann man so sehen..daß dass Klima sich immer verändert hat..auch ohne menschliches zutun.

     

    Zeit ist der Samenkorn des Universums.

    Vysaya

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