Deutschland: Strom wird wieder teurer

Millionen von Deutschen droht bald eine Erhöhung der Stromrechnung. Im Schnitt sollen die Preise um 4,4 Prozent steigen.

Von Marco Maier

Laut dem Vergleichsportal Verivox werden 70 regionale Stromversorger die Preise noch in den nächsten beiden Monaten deutlich anheben. Dabei, so das Portal, sollen die Preise im Schnitt um 4,4 Prozent steigen, was bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden Mehrkosten von 54 Euro mit sich bringt.

Begründet werden die Preiserhöhungen mit der EEG-Umlage für die Energiewende. Da die Preise an den Strombörsen jedoch nicht gestiegen sind, ist ein solch starker Anstieg eigentlich kaum gerechtfertigt. Immerhin macht die Erhöhung der Ökostrom-Umlage nur einen kleinen Teil der Preiserhöhungen aus.

Es zeigt sich damit deutlich, dass ein Wechsel des Stromanbieters durchaus sinnvoll sein kann, wenn man Geld sparen möchte. Andererseits könnte man sich im Herbst an der Wahlurne auch für eine Partei entscheiden, welche die teure und ineffiziente Energiewende wieder abschafft und auf eine brauchbare Lösung setzt.

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12 Kommentare

  1. Merkel betreibt mal wieder eine verbrecherische Politik zugunsten der Bankiers.

    Sie läßt Windkraft und AKWs parallel laufen, was die teuerste aller Möglichkeiten ist. An den Krediten für die Windparks verdienen dann die Bankiers. Die Zinsen für die Bankster werden über die EEG-Anlage zwangsweise eingetrieben.

    Um aus diesem Irrsinn auszusteigen bedarf es den Umstieg auf ganz neue Energiequellen. Eine davon könnte die Verwendung von Algenöl sein. Denn Algenöl läßt sich auch in Deutschland in einer Menge und zu einem Preis herstellen, dass man damit ganz Deutschland billig mit Strom und Heizung versorgen könnte.

    Auch der Raumenergiekonverter des Prof. Turtur wäre noch zu erforschen. Doch dazu müßte der politische Wille existieren, das tut er aber nicht.

    Energie ist ein Profitsystem geworden.

    1. In Bayern deckten im Jahre 2015 die Windräder 2,8% des Gesamt-Energiebedarfes ab. Um an mikrige 10% (mit Unsicherheitsfaktor je nach Wetter) ran zu kommen, muß sich die Zahl der Windräder verdreifachen. Man blickt aus dem Fenster jetzt schon auf eine Spargelwelt und jeden Tag kommen neue Räder dazu. Die künftige Generation der Windräder wird mit reibungsfreien Magnetlagern betrieben. Dazu wird u.a. das hochgiftige Baryllium verwendet, vergleichbar mit der Umweltvergiftung durch Uran-Munition (Gewinn des Rohstoffes, Verabeitung, Betrieb, Entsorgung). Schöne heile und -teure- Welt. Wann wird der Mensch mal merken, dass man Dollar und Euro nicht fressen kann?

      1. Na dann kommen Sie erst mal in den Osten! Wie man da die Landschaften verschandelt hat, wäre im Westen nicht möglich gewesen!

        Auch die Herstellung, dieser Windräder im Osten, unter Mißachtung aller Arbeitsschutzgesetze/Vorschriften, wäre so im Westen nicht möglich.

         

    2. Langsam setzt ja bei unseren Politikern die Götterdämmerung ein. Energie muß so erzeugt werden, wie sie verbraucht wird.
      Solar: abends brauche ich Licht, was tagsüber erzeugt wird wird, interessiert an dieser Stelle nicht.
      Im Winter mehr als im Sommer. Faktor der Solarmöglichkeiten 1:8,  Sommer und Winter. Der Energieverbrauch läuft genau andersherum. (http://www.proplanta.de/Agrar-Wetter/profi-wetter.php?SITEID=60 suche nach Globalstrahlung)

      Beim Wind ist der Überschuß, das Defizit nur weniger vorhersehbar.

      Die Versorgungssicherheit ist von den Rettungsaktionen der Altkraftwerke und den neuen Gaskraftwerken abhängig. Dazu wird dann auch noch mit Streit gegen Rußland das nächste Problem angekocht.

       

  2. Das ganze alternative Energieproblem und seine halbpatzigen Lösungsansätze wie bspw. Windparks offshore ohne Energietransport ins Land hinein deutet klar auf ein Abzockersystem hin – wie auch bei den Krankenkassenprämien.

    So kann man ungehindert und unbefristet jedes Jahr dem Volk mehr Geld aus der Tasche ziehen, ohne die entsprechenden Infrastrukturen einer Energie-Speicherung durch das ganz Land installieren zu müssen. Diese Installationen wurden nämlich bis heute nicht getätigt. Und wenn man Verbesserungen haben will, ja dann kostet es halt mal wieder mehr.

    Jetzt ist auch klar, warum Merkel gleich den Atomausstieg propagiert hat. Dass damit riesen Probleme auf das Land und seine Bevölkerung zukommen, deren Lösungen natürlich alle grosse Summen Geld verlangen, das war den Initianten solchen Vorgehens klar, und Merkel erfüllt gleich mal wieder deren hinterhältige Politik.

    Die deutsche Regierung gehört vollständig ausgewechselt. Es gibt genug Fachleute in Deutschland, die sich weit besser auskennen z.b. auch im Energiebereich, als die dummen volksfeindlichen Politiker.

  3. Genialer Tipp der Redaktion?

    Anbieterwechsel als verordnetes "Heilmittel" der Redaktion ist Humbug! Hier eine Argumentation, die einleuchten sollte.

    1) In Deutschland gibt es WENIGER als eine Hand voll Stromerzeuger, welche letztlich auch den Preis für ihr Produkt festlegen.

    2) Die anderen 300 Anbieter, welche dem Kunden Wettbewerb vorgaukeln, sind MAKLER, oder Absatzmittler, welche unter diversen MARKEN das Produkt Strom der paar wenigen Hersteller verblitzen… bzw. durchreichen.

    3) Die 300 Absatzmittler sind i.d.R. 100%-ige Vertriebsmarken der Stromerzeuger oder wirtschaftlich verflochtene Vertriebsgesellschaften, welche lediglich geschaffen wurden, um den Gesetzen zur Liberalisierung des Strommarktes genüge zu tun.

    4) Diese Stromhandelsgesellschaften werden buchhalterisch wie eigenständige Unternehmen geführt – müssen also Profit erwirtschaften – nachdem die Kosten für eigene Strukturen und den Einkauf des Produktes Strom gedeckt sind. Heißt: Im Strompreis vom vermeintlichen Billiganbieter stecken die Kosten+Gewinne des Stromerzeugers und die Kosten+Gewinne des Stromhändlers.

    5) Die Gewinne des Stromhändlers konsolidieren sich wegen der wirtschaftlichen Verflechtung über Umwege meist wieder beim Stromerzeuger. Es spielt für den Erzeuger eine untergeordnete Rolle, ob er 2x 5ct pro kWh Gewinn macht über den Zwischenhandel, oder 1x 10ct Gewinn durch Direktvertrieb einer kWh Strom.

    6) Der vorgebliche Wettbewerb ist Augenwischerei und Trick 17. Rechnet man alle "schwindeligen Konditionen" aus vermeintlichen Billigangeboten korrekt nach – z.B. einmaliger Neukundenrabatt, maßlos hohe Grundgebühren, Mindestabnahmemengen, Mindermengenaufschläge, Konventionalstrafen, Vorkasseregelungen, ewige Kündigungsfristen, kurzlaufende Preisgarantien usw. – wird schnell deutlich, dass sich "tolle Angebote" preislich bestenfalls im Nachkommabreich unterscheiden. KEINE ÜBERRASCHUNG, denn siehe Punkt 1)!

    7) Die Bundesregierung nebst Lobby haben nicht das allergeringste Interesse daran, dem Bürger preisgünstige Energie zur Verfügung zu stellen. Darum gibt es auch keinen echten Billigstrom! Im Gegenteil! Teuer muss es sein, damit der Verbrauch gebremst wird und gleichzeitig aber die Einahmen steigen, um Klimaziele zu halten und zu refinanzieren. 

    Wer wirklich Sparen will, der muss seinen Verbrauch reduzieren und zeitgleich die Fixkosten senken = Anbieter mit geringster Grundgebühr wählen, was i.d.R. die Grundversorger (= Erzeuger) sind.

  4. Ich wüde es genau so machen, solange es genügend Menschen gibt die Beifall klatschen, wenn man sie abzockt. Gutes Geschäftsmodell für gute Menschen.

    Nicht vergessen wir leben im Kapitalismus!

  5. Hatte gestern Post, von meinen Stromanbieter – Preiserhöhung!

    Wo ist da das Kartellamt? Ich meine wir müssen Stromüberschüsse nicht nur ans Ausland verschenken, sondern dafür zahlen, dass das Ausland uns den Strom abnimmt! Das muß man sich mal vorstellen und wie schon oben erwähnt, rechtfertigt die Strombörse auch nicht die Preiserhöhung!

    Kann mich auch nicht daran erinnern, das ich mal eine Preissenkung hatte?! 

    Nur beim meinen Autos werden die Prämien jedes Jahr billiger! Langsam macht mir mein  KFZ-Versicherer "Angst"!  😉 

    Ach so, "super Tipp", werte Redaktion, "Stromanbieter wechseln", bei einem Stromkartell, in einem korrupten, kapitalistischen System! Das macht natürlich richtig "Sinn"!

    Ach und kleiner Tipp an GEZgezwungener – "Sparen" funktioniert nicht, es bewirkt genau das Gegenteil!

    Um so mehr man spart, um so teurer wird es! Einfach eine Frage der Logik – Denn was macht ein Anbeiter (Monopolist/ein Kartell), wenn der Umsatz weniger wird, um zu verhindern das sein Gewinn dadurch auch weniger wird? – Er erhöht die Preise, um die Umsatzverluste so zu kompensieren! Man sollte meinen, dass das jeder schon mal mitbekommen haben müßte, das die seit Jahren sinkenden Verbräuche nicht zu "Sparen" geführt haben! (Und keiner muß GEZ zahlen, aber 90% wollen es ja und dienen so dem System)

    Zum Thema Kartellamt – Wo ist das Kartellamt, beim den Schornsteinfegern, die in krimineller Art nicht nur ein Kartell gebildert haben, um so die Monopolaufhebung zu verhindern, sondern sich noch zusätzlich, illegal, als Anbieter von Heizungsanlagen anbieten!?

     

     

     

  6. Die Treueschwüre unserer grünen Weltverschlimmerer an die alternativlose Kanzlerin kosten natürlich Geld, das der deutschen Stromkunden. Damit die Selbstversorgung mittels Stromumlage klappt, wurde ein gigantischer Propagandaapparat geschaffen, der von ungelernten Experten,über eine sinnlose Ethikkommision bis Horrorverbreitung des Atomstroms reicht. Der deutsche Bürger muss sich schließlich ja gut dabei fühlen, sinnlosen Quatsch teuer zu bezahlen.

  7. Kann man gegen eine solche willkürlich Preiserhöhung Widerspruch einlegen?

    Irgendwie einfach wenigstens Sand in's Getriebe rieseln lassen?

    Da muß doch was gehen.

    Bei der GEZ höhlt der stete Tropfen den Stein ganz beachtlich.

     

  8. Der Strom selbst kostet in Deutschland fast nichts, das war ein genialer Coup. Man hat einen massiven Zubau dadurch initiert, indem man für alles neu gebaute Grüne eine Abnahmegarantie mit Vorzugseinspeisung festgeschrieben hat, und so die Marktwirtschaft ausgehebelt. Die Kosten der Abnahmegarantie hat man dann aber auf den ganzen Strom umgelegt. Daher besteht der Strompreis fast nur noch aus Umlagen, Steuern und Gebühren. Von 29 Cent/kWh Strompreis macht der eigentliche Strom 5 Cent aus.

    Was da passiert ist merkt man erst wenn man sich die Liste der befreiten Unternehmen ansieht. Für die ist der Strom real billiger geworden, das ganze ist im wirken nichts anderes als eine Unternehmessubention auf kosten des Haushaltsverbrauchers, mit gleichzeituger Schaffung von Anlagemöglichkeiten für Millionen Haus und Flächenbesitzer.

    Ein 100% neoliberales Projekt, deshalb ändern CDU und FDP auch nichts dran, denn die sind genau so neoliberale Kapitalfaschisten wie die SPD und die Grünen.

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