Die Mittelschicht in Deutschland schrumpft dank des politischen Vernichtungsfeldzugs – und jene, die noch dazu gehören, sehen sich im erbarmungslosen Abwehrkampf.

Von Marco Maier

Seit der Wiedervereinigung ist der Anteil der Bevölkerung die zur Mittelschicht zählt von 56 auf 48 Prozent gesunken. Gab es in den 1980ern und 1990ern real noch Einkommenszuwächse, geht es seit der Jahrtausendwende (also faktisch seit der Euro-Einführung) eigentlich fast nur noch bergab. Mit dazu beigetragen haben auch die ganzen Privatisierungen und Outsourcing-Maßnahmen.

Zur Mittelschicht zählt man in Deutschland derzeit dann, wenn man ein durchschnittliches Monatseinkommen von 2.700 und 8.000 Euro brutto hat. Bedenkt man, dass davon rund die Hälfte in Form von Steuern und Sozialabgaben weggehen, sieht man auch: Die Mittelschicht (in ihrer weitesten Definition) beginnt schon bei etwa 1.400 Euro netto und hört bei rund 4.000 Euro Monatseinkommen auf.

Der Vernichtungsfeldzug gegen die Mittelschicht wird von der Bundesregierung unter dem Dogma der "internationalen Wettbewerbsfähigkeit" geführt und diese dafür auf dem Altar der Exportwirtschaft geopfert. Auch wenn diese "heilige Kuh" der deutschen Politik längerfristig desaströs ist, wie beispielsweise die Target2-Salden zeigen.

Doch die Mittelschicht ist der Träger des ganzen Systems, weil sie Länge mal Breite zur Kasse gebeten werden und im Gegenzug deutlich weniger Ansprüche an den Staat haben. Die Wohlhabenden mit Kapitaleinkommen zahlen dafür ihre 25 Prozent "Flatrate", jemand der mehr als 4.500 Euro monatlich mit seiner Arbeit verdient, darf dann schon seine 42 Prozent Steuern dafür abdrücken. Auch bei den Sozialabgaben sind es jene, die mit ihrer Arbeit ihr Auskommen haben, die diesen unterstützen, während die Oberschicht es sich richten kann.

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Für die deutsche Politik bedeutet dies jedoch auch: Jene, die sonst die tragende Säule der "Parteien der Mitte" waren, werden an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rand gedrängt – und damit auch zunehmend zu Unterstützern jener Parteien, die ebenfalls an den "Rändern" (recht und links des Politspektrums) liegen. Denn wer erkennt, dass einem die aktuelle Politik den Traum vom Mittelschichtleben nicht erfüllen kann, wird diese auch an den Wahlurnen abstrafen. Sofern sie dann überhaupt noch wählen geht.

Denn ein immer besseres Leben ist nicht mehr drin. Jene, die heute über 60 sind, haben im Laufe ihres Berufslebens kaufkraftbezogen mehr verdient als die Jüngeren. Schon die Leute in den 50ern liegen auf demselben Niveau, wer jünger ist sukzessive weniger. Prekäre Jobs, Teilzeitstellen, Unternehmen die keine Tariflöhne mehr zahlen… Der Traum vom eigenen Häuschen, einem Auto und 1-2 Urlauben im Jahr ist für immer mehr Menschen einfach nicht mehr drinnen. Und wer einmal das Pech hat, seinen Job zu verlieren und nicht schnell wieder Anschluss findet, landet dafür bei Hartz IV. Egal wie viel man zuvor in das System einbezahlt hat – am unteren Ende sind alle Menschen gleich schlecht dran. Leistung lohnt sich? Nicht in Deutschland, wie es aussieht.

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34 KOMMENTARE

  1. Es wird Zeit , das sich die "Mittelschicht" seiner Stärke bewusst wird, und das Parasitengesindel von A-Z, von rot – grün aushungert.

    "Herr der Arbeit, aufgewacht,

    und erkenne Deine Macht,

    alle Räder stehen still,

    wenn dein starker Arm Es will…………..

    .mal sehen wie lange Merkel, und Konsorten,s Freunde dann friedlich bleiben,

    …..der die Musik bestellt, soll dafür zahlen ihr elendiges Gutmenschengesindel.

    • Der verdient es gebührlich wiederholt zu werden !

      "Herr der Arbeit, aufgewacht,

      und erkenne Deine Macht,

      alle Räder stehen still,

      wenn Dein starker Arm es will !"

      Der passt auch wunderbar auf jedes Transparent !

      • Ratet mal, Ihr zwei Freunde der Poesi, WARUM in Deutschland Generalstreik VERBOTEN ist?

        Genau!
        Damit Eure fruchtvollen Gedanken direkt ins Leere fallen.

        • Mein Freund, wer einfach in seinem Bett bleibt ist kein Generalstreikler, sondern einfach nur krank !

          … und wenn alle im Bett bleiben, dann sind eben alle krank !

          … ja, wär' es denn ein Wunder ?

        • …….wenn ich das schon höre, Generalstreik ist verboten, hätten die Menschen in Frankreich zur französischen Revolution mit der Bestrafung des Adels oder die schlesischen Weber im Neufeudalismus so gewinselt, hätte es noch nie geschichtliche Gegenwehr gegeben.Soll man erst beim "hohen Rat" dieser assozialen Ansammlung von Kriminellen dieses Systems um Erlaubnis fragen, ob es denn den Herrschaften genehm ist, sich gegen Ungerechtigkeit und Völkermord zu wehren…………..das ist typisch für die Herde der Dummschafe.

          Raus auf die Strasse, Flugblätter verteilen, dann kann Maaslos , Kahane und Konsorten das Internet zensieren bis sie schwarz werden, redet mit den Mitmenschen, organisiert Euch, ziviler Widerstand wo immer Es von Nöten ist.

          ……."Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren"

           

          • Raus auf die Strasse

            Dafür braucht man eine Anmeldung/Genehmigung im Sinne des Versammlungsrechtes.

            Flugblätter verteilen

            …ist auch verboten, sofern keine genehmigte Versammlung stattfindet.

            Internet zensieren

            …wird schon gemacht, weil man damit Massen mobilisieren könnte… was es natürlich "maasvoll" zu verhindern gilt.

            Sobald Du Dich also ungenehmigt auf der Straße mit Deinen Flugblättern blicken lässt, wirst Du eingesammelt. Infolge ist Job weg, Bude weg, alles weg. Dieses EXISTENZBEDROHUNGSSZENARIO sorgt dafür, dass der Michel lieber auf dem Sofa bleibt.

            Die Gegenseite ist bestens am längeren Hebel positioniert !!!

        • Also bitte ja! Warum der Genralstreik verboten ist mitlerweil wurde schon mehr mals GG gebrochen und der Generalstreik ist in diesem Sinne erlaubt.

          Fassen wir uns doch mal an den Kopf, das in einer Demkratie der Generalstreik verboten ist, dann kann man eben so gut sagen, das die Demokratie verboten ist.

          Natürlich sollten wir mit Hilfe des Internet streiken und einfach zu Hause bleiben und uns über das Internet oder Freunde und Bekannte über den Stand der Dinge beim Generalstreik informieren.

           

          Wo wir auch immer die Infrastruktur gebrauchen müssen, oder glauben sie gebrauchen zu müssen, ob für eine Demo oder den Weg zur Arbeit, sind wir in Ohnmacht der Macht der Politiker und ihrer Drahtzieher ausgeliefert. Die Infrastruktur der Macht, die heute mittels Handy durch die Überwachung von dem selben, bis ins Private hinein reicht, ist die Macht die alles durchdringt.

          Wir sind leider weder Geistig noch Physich auf einen Generalstreik vorbetreitet.Aber wartet nur ab, der wird in naher Zukunft von außen mit Gewalt herbei geführt. Nur mit Gewalt wollt ich und viele andere aber nichts zu tun haben. Wo rohe Kräfte walten, da gibt's kein Halten.

           

          Hätten wir alle mal ein bischen aufgepasst, hätten wir schon den Bruch des GG mitbekommen und hätten sofort mit einem intelligente Generalstreik geantwortet.

           

          Hätte, wäre, wenn.

  2. Mittelschicht nicht zu verwechseln mit Mittelstand, den die teuflischen jüdischen Stämme (Hallo M. Maier) mitsamt Vasallen ebenfalls im Visier haben und großteils schon gekapert haben.

  3. Die Sozial- und Politik- und Stiftungs- und Psycho- und Asylindustrie, Bereich die auf Kosten der Produktiven Gesellschaftsbereiche leben, sind masslos angewachsen und erwürgen das Gewerbe . Die Internationalen Konzerne dirigieren die Politik und profitieren von dieser Politik.

    Folge ist eine zunehmende Monokultur, die Gleichschaltung der Gesellschaft, die letztlich den gesellschaftlichen Tod bedeutet.

  4. Mit Einführung der neoliberalen Politik Ende der 90er hat man eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben durchgeführt.

    Die Einkommen der Bevölkerung wurden insgesamt drastisch abgesenkt, Stichwort Zeitarbeit, und ihre Sparguthaben via Hartz-Konzept eingezogen und zeitgleich mit zwei Unternehmenssteuerreformen die Steuerbelastung der Konzerne drastisch abgesenkt.

    Konzerne zahlen in Deutschland aufgrund der Steuerschluplöcher prozentual weniger Steuern als eine Putzfrau. Von ca. 3% ist da die Rede.

    Um dieses neoliberale Verbrechen zu beenden braucht Deutschland:

    1. Soziale Marktwirtschaft, also der Staat unterbindet Marktmachtmißbrauch der Unternehmen.

    2. Schließen der Steuerschlupflöcher.

    3. Zeitarbeit nur, wenn das Prinzip gilt: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!".

    4. Beendigung des Hartz-Konzeptes.

    5. Beendigung der EU-Osterweiterung. Statt dessen ein teilprotektionierter EU-Binnenmarkt.

    6. Kein Einziehen der Vermögen bei Arbeitslosigkeit.

    7. Bei Arbeitslosigkeit entscheidet der Arbeitslose selber, was er arbeiten will und zu welchen Konditionen. Keine Sanktionen mehr.

    8. Anhebung der Arbeitslosenhilfe auf ein menschenwürdiges Niveau, also mindestens 900€/Monat.

    9. Mindestrente von 1000 €/Monat.

    Gegenfinanziert werden diese Maßnahmen durch die höheren Steuereinnahmen, die sich durch die Schließung der Steuerschlupflöcher ergeben.

    Die AfD will zuminest die soziale Marktwirtschaft einführen, jedoch ist sie bei Sozialleistungen noch zu neoliberal, da sind Linke und Deutsche Mitte konsequenter.

    • Was hat dies alles mit " neoliberal " zu tun. Wissen sie überhaupt, was dieser Begriff bedeutet. Und bitte nicht Wikipedia fragen. Darin steht nur ideologischer Müll.

      • Ich verstehe Ihre Frage nicht.

        Die oben genannte Umverteilungspolitik zugunsten der Kapitalisten wurde unter dem Kampfbegriff "Neoliberalismus" von Politikern wie Guido Westerwelle eingeführt und ist ein Synonym für den Mißbrauch der Gesellschaft durchs Kapital.

    • Alle ihre Forderungen bedeuten nur eines: Staat-Staat-Staat. Sie verteufeln den Liberalismus und plädieren für den Neoszialismus. Können sie mir ein Beispiel nennen, wo der Sozialismus irgendwelche Verhältnisse verbessert hat. Der Sozialismus hat uns nur Schaden zugefügt. Als Beispiel brauche ich nur den Nationalsozialismus zu nennen. Eine Überhebung des Staates bis in die letzte Faser jeglicher Exitenz. Wollen sie das wirklich? Sie sprechen vom Neoliberalismus. Sprechen wir lieber vom Liberalismus. Dieser steht für weniger Staat, für die individualität und das Eigentum. Das System erklärt ihnen laufend, wie wichtig der Staat ist und das es ohne ihn nicht geht. Je mehr Staat, umso besser für uns alle. Das ist eine Lüge. Sie sehen doch, was der " Staat" zur Zeit anstellt. Er verbietet die Meinungsfreiheit und gefährdet unser aller Eigentum. Er schränkt uns ein und will ins immer mehr kontrollieren. Sehen sie das alles nicht. Und dann möchten sie, das der Staat noch mehr Einfluss gewinnt?

      Der ( Neo )Liberalismus ist die einzige Möglichkeit, den unheilsamen Neosozialismus in seine Schranken zu weisen.

      • Sie haben meinen Kommentar nicht sorgfältig gelesen.

        Ich schrieb von "Sozialer Marktwirtschaft", nicht von "Neosozialismus".

        Und die Soziale Marktwirtschaft hat in der BRD relativ gut funktioniert und für einen starken Mittelstand gesorgt – also ganz im Gegensatz zum heutigem Neoliberalismus.

        Ihr Liedlein von "Indivitualität" und "Eigentum" ist die Propaganda von Neoliberalen wie Guido Westerwelle und dient nur dazu, den Diebstahlt der Löhne durch das Kapital zu beschönigen.

        Ihr "Liberalismus" ist also nichts denn ein schändlicher Euphemismus.

        • Nein, den Begriff Neosozialismus habe ich bewusst gewählt. Denn das ist das, was wir zur Zeit erleben. Das sie die FDP und den Liberalismus unter einen Hut bringen, habe ich befürchtet. Beide haben aber nichts miteinander zu tun.

          Ich respektiere natürlich ihre Meinung. Meine Kritik galt nur der Tatsache, das sie immer mehr " Staat " fordern. Und darin sehe ich eine fatale Entwicklung. Es wird sie sicherlich erstaunen, dass es der ( Neo )liberalismus war, der das gedankliche Fundament der sozialen Marktwirtschaft entwickelt hat. Vielleicht bringt sie das etwas ins grübeln und sie möchten sich etwas tiefer mit dem Liberalismus beschäftigen. Deshalb verweise ich auf den Ökonomen Ludwig von Mises. Von Mises war einer der Hauptvertreter der österreichischen Schule, einem Zweig der Nationalökonomie, die im Gegensatz zur Mainstreamökonomie ( Keynes )völlig andere Ansätze vertritt. 

          Falls sie Interesse haben, schauen sie doch einmal auf folgender Seite nach: misesde.org.

          Dort gibt es zahlreiche Artikel nahmhafter Wissenschaftler, die sich kontrovers mit der aktuellen Ökonomie auseinandersetzten.

          • Einen starken Staat, der den Unternehmen auf die Finger haut braucht eine Gesellschaft deshalb, weil freie Marktwirtschaft regelmäßig in Mißbrauch von Marktmacht führt.

            Hat man jedoch einen schwachen Staat, dann passiert, was wir gerade erleben: Poor working, Dumpinglöhne, Entrechtung der Arbeiter, Obolezenzprodukte, vermiedene Steuerzahlungen und anarchistisch agierende Konzerne.

            Die Verteufelung eines starken Staates kommt meißtens aus der neoliberalen Ecke, da man am Wirtschaftsanarchismus profitieren möchte – reiner Kapitallobbyismus.

            Der Mißbrauch des Begriffs "Neoliberalismus" durch die FDP ist mir bekannt, doch da jetzt Wortklauberei zu betreiben halte ich für Zeitverschwendung.

          • @Jomenk & Richard

            Es scheint, als reden SIe aneinander vorbei.
            Genauer hakt es an unterschiedlicher Auffassung zur Begrifflichkeit "Staat".

            Jomenk will keinesfalls mehr vom aktuellen Staat.
            Richard will mehr von einem anderen Staat…

            …einem Staat, der diese Bezeichnung auch verdient hat. Ich denke, Richard meint den Staat, welcher die Gesamtheit der Interessen seiner Bürger repräsentiert – nicht wie heutzutage, wo "Staat" als Synonym für die Kapital-Lobby und gesetzliche Beutelschneiderei steht.

             

    • 3. Zeitarbeit nur, wenn das Prinzip gilt: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!".

      Das wäre keineswegs konsequent, Richard!
      Zeitarbeiter sind prekär beschäftigt und haben somit keine Planungssicherheit. Sie sind also beruflich einem deutlich höherem WAGNIS ausgesetzt. Bei Unternehmern wird "Wagnis" mit Aufschlägen abgegolten und einkalkuliert. Dieses Vorgehen ist gesellschaftlich anerkannt. Höheres Risiko = höherer Profit. Daher müssten Leiharbeiter mehr Geld verdienen, als ihre sozial abgesicherten festangestellten Kollegen!

        • Diese Frage beantworten täglich Unternehmen selbst, welche auf Leiharbeit setzen. Und man muss zunächst den Grund für Inanspruchnahme der Leiharbeit klären. In der Regel ist dies die Überwälzung von unternehmerischen Risiken auf den Arbeitnehmer.

          Für die Elemenierung der "Beschäftigungsrisiken" ist der Unternehmer bereit, einen deutlichen Preisaufschlag zu zahlen, im Schnitt 50% – welcher allerdings nicht beim Leiharbeiter ankommt, weil der Zahlungsaufschlag von der Leihfirma als Profit einkassiert wird. Mir liegen paar "echte Zahlen" vor, welche diese These stützen.

          Man kann ja künftig beim "Modell Zeitarbeit" zur Arbeitsmarktflexibiliserung bleiben. Aber OHNE Zeitarbeitsfirma!!! Ein Unternehmer sollte die Möglichkeit haben, dem Arbeitnehmer direkt eine "Zeitarbeit" anbieten zu können… mit 50% Zuschlag. Die Kosten blieben die selben, wie heutzutage mit Zwischenhändler. Jedoch hätte ohne Zwischenhandel der Arbeitnehmer eine Entschädigung für seinen freiwilligen Verzicht auf Sicherheiten. Damit hätte alles seinen fairen Preis!

          Noch paar Zahlen:
          Für einen Leiharbeiter, welcher nach "Leiharbeits-Tariftabelle" 9,60€/h brutto bekommt, werden dem Kunden (Leiharbeitbesteller) 18,20€/h verrechnet. Ab der 36. Stundenwoche +25% Aufschlag in der Verrechnung – nicht in der Entlohnung!

          Für einen Leiharbeiter, welcher in einer Firma mit eigenem Tarifzwang eingesetzt wird, gilt gemäß Equal-Pay der höherwertige Tarif. Der Leiharbeiter erhält dann, wie seine festangestellten Kollegen z.B. 38.000€ Bruttojahresgehalt von seiner Leiharbeitsfirma. Diese verrechnet dem Kunden aber 60.000€ im Jahr. Heißt, die leihende Firma zahlt ohne zucken außertarifliche Preise, um den zeitlich begrenzt benötigten Mitarbeiter aus ihrem hauseigenen Tarif zu halten.

          Und weil Leiharbeiter (auch im Equal-Pay-Modell) regelmäßig auf 25% Urlaub, das 13. Gehalt, Weihnachtsgeld, bezahlte Feiertage, Lohnfortzahlung bei Krankheit, Mitarbeiterausschüttungen usw. verzichten dürfen, steht Ihnen der Aufschlag von mindestens 50% zu !

          NIEDER MIT DEN LEIHARBEITSFIRMEN !

           

          • Das leuchtet ein.

            Man kann da grundsätzlich die Frage aufwerfen, ob es nicht unmoralisch ist, wenn eine Zeitarbeitsfirma am Lohn der Arbeiter Gewinn generiert.

            Man könnte sowas von Staats wegen verbieten und statt dessen beim Arbeitsamt eine Vermittlungsstelle für Zeitarbeit einrichten. Dazu könnte man wiederum Arbeitslose als Vermittlungsangestellte einstellen.

            Kurioserweise gab es sowas schon früher für die Vermittlung von Studenten und hat gut geklappt.

            Unser Land braucht eine Neuordung unseres Arbeitsmarktes zurück zur Sozialen Marktwirtschaft.

          • Man kann da grundsätzlich die Frage aufwerfen, ob es nicht unmoralisch ist, wenn eine Zeitarbeitsfirma am Lohn der Arbeiter Gewinn generiert.

            Diese Frage ist überflüssig. Seit wann ist Sklaverei moralisch?

            Dennoch ist Ihr Vorschlag interessant.

            Ein "öffentliches Argument" der Firmen die Zeitarbeit nutzen ist, dass man sich das aufwendige und kostenintensive "Recruting" spart. Man benötige weniger Personal in der Personalabteilung, weil Vorstellungsgespräche usw. entfielen. Das ist natürlich Humbug, aber man könnte diese Argumentation ausspielen, wenn gemäß Ihrem Vorschlag Arbeitstämter die Vorauswahl träfen.

            Und wer als Zeitarbeiter 50% mehr Lohn bekommt, zahlt auch 50% mehr in die Sozialkassen ein. Verschwinden die 50% hingegen als Gewinn in einer privaten Sklavenfirma und infolge als Ausschüttung bei internationalen Gesellschaftern, haben weder die Sozialkassen noch der Binnenwirtschaftskreislauf etwas davon.

            NIEDER MIT DEN LEIHARBEITSFIRMEN !

  5. „…Jene, die sonst die tragende Säule der „Parteien der Mitte“ waren, werden an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rand gedrängt – und damit auch zunehmend zu Unterstützern jener Parteien, die ebenfalls an den „Rändern“ (recht und links des Politspektrums) liegen…“
    Eben nicht. Selbst ganz allein mit sich in der Wahlkabine wird man sich nicht eingestehen, daß man trotz Studium letztendlich zu den Modernisierungsverlierern gehört.

  6. Es ist definitiv ein Generalstreik erlaubt. Die einzige Ausnahme folgt aus Artikel 20 Abs. 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland:

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat………….Lüge!

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt…………….Lüge!

    (3) Die Gesetzgebung ist an die "verfassungsmäßige" Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist………..Dieser Satz hat Gewicht…………….und sagt dem Volk was zu tun ist…….

    (Dieser Passus, der einen Generalstreik zur Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zulässt, wurde auch in Erinnerung an die erfolgreiche Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 durch eine solche Maßnahme in das Grundgesetz eingefügt.)

    Laut Prof. Schachtschneider ist dieser Fall schon lange eingetreten. 

    Also …………….Herr der Arbeit aufgewacht………………

  7. Ich war selbst Chef eines kleinen Unternehmens. Es gehört zu den fatalen Irrtümern meiner Kollegen, zu glauben, CDU/CSU/FDP und SPD  seien Interessenvertreter des Mittelstandes. Diese Parteien vertreten das Großkapital, denn von daher kommen die lebenswichtigen Parteispenden.  Die kleinen dürfen ihre Betriebe aufbauen, mit allen Risiken, und wenn sich ihre Ideen bewähren, sind sie reif für die Übernahme durch einen ganz Großen. Schaut Euch in Eurer Branche um, Ihr werdet es an vielen Beispielen feststellen können.

    Es ist ein Trauerspiel, aber Ihr sitzt auf dem falschen Gaul.

    Es ist auch nicht so, dass die Politiker von den Großen gekauft sind: sie sind deren Personal. Was wundert man sich über die Folgen?

    • Und dabei die mit CIA und NSA Informationen gefütterten Heuschrecken aus Übersee nicht vergessen! Schon interessant, dass man darüber so gut wie nichts erfährt in unseren liberalen MSM.

  8. Siehe auch „Die Schenkung“, in:

    DAS MERKEL-DOSSIER (Teil 4)

    – DIE FARBENREVOLUTION von 2005, BRD-Variante

    Ein Staat fällt in die Hände einer eingeschleusten Destabilisierungs-Agentin

    2003 Das Vorspiel: Merkel will Deutschland in Bush‘s Irak-Krieg hineinziehen
    Kanzler Gerhard Schröder lehnt den Irakkrieg ab, wie Kohl 1998 den Kosovokrieg. Mit ähnlichen Folgen für ihn. Merkel veröffentlicht daraufhin einen Artikel in der Washington Post: sie weist die Chirac-Schröder-Doktrin der Unabhängigkeit Europas zurück, betont ihre Unterwürfigkeit gegenüber den USA und unterstützt den Krieg. Und fällt Schröder in den Rücken.

    • Wie Merkel 2005 an die Macht kam: Wer zwang Schröder zur vorzeitigen Beendigung seiner Amtszeit?

    "Wenn die USA es überdies für nötig hielt, beendete sie, wie Henry Kissinger in seinen Memoiren mitteilte, vorzeitig die Legislaturperioden deutscher Bundeskanzler. Er nannte namentlich Adenauer und Erhard; unnamentlich Kiesinger… Bedenkt man, daß alle diese Abgänge von der FDP ausgelöst wurden, kann der Sturz Helmut Schmidts ebenso vonstatten gegangen sein. Später inszenierte ein amerikanischer Manager den Wahlkampf Gerhard Schröders, und man muß sich fragen, wer wohl bewog ihn nach sieben Jahren die Vertrauensfrage zu stellen, die ihn aus der Bahn warf?“
    (WESEN UND VERWESEN DER BUNDESREPUBLIK
    Hans-Dietrich Sander, 2006)

    Als man 2005 den Zeitpunkt für gekommen hielt, konnte die Destabilisierungs-Globalistin Merkel ihr Werk beginnen. Wer hat Schröder dazu gezwungen, seine Amtszeit vorzeitig zu beenden?

     

    – Die Schenkung
    2012 Merkels Verpfändung der deutschen Ersparnisse: der unbegrenzte Blankoscheck ESM. Bundespräsident Christian Wulff will nicht unterschreiben und wird aus dem Amt gejagt, auch hier versucht man wieder etwas auszugraben um jemanden abzusägen, findet jedoch nichts und die gekaufte Presse bläst irgendeinen Unsinn zum Skandal auf. Die Zinsen für Wulffs Hausbau wären zu niedrig gewesen, Wulffs kleiner Sohn habe ein Bobbycar geschenkt bekommen, Wulff habe bei Freunden übernachtet, ohne dafür zu bezahlen, und ähnliche Lachnummern. Sein Nachfolger Gauck erklärt daher bereits vor seiner Wahl, dass er den ESM unterschreiben werde – was er dann auch unverzüglich tut.

    Wir erinnern uns: 1989 – Washington nutzt Mauerfall zur Verwirklichung alter Pläne gegen Deutschland
    „So vollzog sich die unerwünschte Wiedervereinigung nach alliierten… Auflagen… 1.) es dürfe mit der Wiedervereinigung kein neues deutsches Nationalgefühl entstehen und 2.) es solle nach ihr keine Stärkung der deutschen Wirtschaft stattfinden.“ (Hans-Dietrich Sander)

    Alfred Herrhausen, der als Chef der Deutschen Bank auch dafür sorgte, dass die damals noch existierende „Deutschland AG“ in deutscher Hand blieb, wurde Ende 1989 ermordet, Treuhandchef Detlev Rohwedder, der das DDR-Vermögen verwaltete, 1990. Die DDR-Wirtschaft wurde platt gemacht, anschließend die „Deutschland AG“ zerschlagen und freundfeindlich übernommen. Mit dem Blankoscheck ESM schließlich wurden von Merkel die gesamten deutschen Ersparnisse verpfändet – um nicht zu sagen verschenkt.

    Rein wirtschaftlich ist es Merkel damit gelungen, den maximalen Schaden anzurichten. Mehr geht nicht. Man konnte 2012 also meinen, dass sie damit ihr Soll erfüllt hätte. War dem so? Wir werden sehen.

     

    – NSA überwacht Merkel – doch die kehrt das unter den Teppich
    2013: NSA hört Merkel seit 2002 ab – aber Merkel kehrt das schnell unter den Teppich. So als ob nichts gewesen wäre.

    – Der BND spioniert im Auftrag der USA die Industrie des eigenen Landes aus – mit Wissen Merkels
    2015 kommt heraus, der BND spioniert zusammen mit der NSA gegen europäische Verteidigungsfirmen, schadet damit deutschen Interessen zum Vorteil von US-Firmen – doch Merkel billigt das. Ein offensichtlicher Verrat deutscher nationaler interessen durch die Kanzlerin: Die Integrität von Angela Merkel erweist sich als fragwürdig.

    – Die Versperrung des Ausweges
    2014 Ukraine-Putsch und Merkels Wirken gegen Russland: die Sanktionen.
    2015 Auf den ersten Blick absurd: die Russlandsanktionen schaden Deutschland – doch Merkel droht deren Verlängerung an.
    Warum handelt Merkel so? Erklärtes Ziel der USA seit 1871 ist es, eine deutsch-russischen Allianz oder Zusammenarbeit zu verhindern, und dazu ständig einen Keil zwischen Deutschland und Russland zu treiben. Gemäß dem US-Regierungsstrategen George Friedman, Leiter des US-Denktanks Stratfor. Und dem kommt die eingeschleuste CIA-Agentin natürlich nach.
    Resumee: „Merkels Russlandpolitik ist so sehr gegen die Interessen ihre eigenen Volkes gerichtet, dass sich die Frage stellt, wem sie dient. Merkel ist ein kompromittierter Staatschef. Oder, in einem Wort: gekauft“

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