Bundesregierung will Rabattverträge bei Impfstoffen kippen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen nach mehreren Engpässen in der Versorgung künftig keine Impfstoffe mehr ausschreiben dürfen.

Von Redaktion/aek

Um "Unsicherheiten bei der Versorgung" und "zeitweilige Lieferprobleme" zu vermeiden, "sollen künftig die Impfstoffe aller Hersteller für die Versorgung zur Verfügung stehen", heißt es in einem Änderungsantrag zum Arzneimittelversorgungsgesetz, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.

Die bisherige Möglichkeit der Kassen, Impfstoffe über exklusive Rabattverträge mit den Herstellern preiswerter zu erwerben, soll dem Antrag zufolge aus dem Sozialgesetzbuch gestrichen werden. Der Antrag soll am Mittwoch in den Gesundheitsausschuss des Bundestags eingebracht werden. Die Änderung ist nach Informationen der "Rheinischen Post" zwischen Union und SPD unstrittig. Die Rabatte hätten 2015 bei rund 68 Millionen Euro und 2016 bei nur noch 48 Millionen Euro gelegen, heißt es in dem Antrag.

2016 seien dies gerade einmal vier Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Kassen für sämtliche Impfstoffe gewesen, wobei nur ein Teil des Rabattvolumens auf Ausschreibungen entfalle. In dem Antrag heißt es: "Den sich dadurch für die GKV ergebenden geringen Mehrausgaben steht die Zunahme der Sicherheit der Versorgung der Versicherten gegenüber."

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Geplante Überwachung und Kontrolle durch globale Technokraten: Ein Blick auf die aktuellen Pandemie-Nutznießer (Teil 3)

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.