Aktienmärkte: Erste Crashanzeichen?

Ein genauer Blick auf die Aktienmärkte zeigt, dass dort erste Anzeichen für einen Crash deutlich sichtbar werden.

Von Marco Maier

Zwar zeigen die meisten Indizes immer noch Kursgewinne an, doch ein Blick unter die Oberfläche verdeutlicht, dass sich eine Änderung breit machte. Denn die ganzen großen Investoren und Anleger lassen kein frisches Kapital mehr in die Aktienmärkte fließen. Dies sollte eigentlich schon ein gewichtiges Alarmsignal sein.

Ein weiterer Punkt ist: Immer mehr Aktien rutschen unter die sogenannte "50-Tage-Linie". Diese gilt unter Charttechnikern als wichtiger Indikator für mittelfristige Trends. Das heißt also nichts anderes als: Es geht langsam aber sicher wieder abwärts.

Denn neben dem erwarteten nächsten Zinsschritt nach oben durch die Fed erwartet man auch eine weniger expansive Geldpolitik der EZB. Doch ohne den ständigen Zufluss von neuem billigen Zentralbankgeld ist diese Hausse nicht mehr haltbar.

Angesichts der derzeit bekannten Umstände darf man wohl davon ausgehen, dass der Aufwärtstrend an den Aktienbörsen bald schon ein jähes Ende finden wird. Denn dieser Aufwärtstrend wird weitestgehend von den großen Flaggschiffen der Indizes (den sogennante "Blue Chips")getragen, während die kleineren Unternehmen und jene, die besonders konjunktursensibel agieren, schon massiv unter Druck stehen.

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6 Kommentare

  1. Ende des Jahres läuft das EZB Programm für Staats und Firmen Anleihekäife aus. Dann is Ende Gelände. Die Kurse gehen dann endlich in den Keller und die Läufe stecken die Kohle in Realwirtschaftliche Investitionen, Sanieren oder kaufen Häuser, Konsumieren. Wird also aufwärts gehen wenn es an der Börse abwärts geht. Klingt paradox. Is aber so.

  2. So scheint der Finanzsektor seit der Tulpenmania nicht dazu gelernt zu haben, denn trotz der akrobatischsten Handelsformen, wie z.B. dem Hochfrequenzhandel, hat sich an dem Prinzip von Angebot und Nachfrage nichts geändert. So gibt es keine detailierten Regelungen darüber, wo legale Stützungskäufe aufhören und illegale Kursmanipulationen anfangen, so daß als Indikator für den crash, bei dem es schon lange nicht mehr die Frage ist ob er kommt, sondern nur noch wann, ein Warren Buffett, als Opfer seiner eigenen Tüchtigkeit, das Handtuch werfen wird. Dann dürfte es allerdings zu spät für sämtliche Anleger geworden sein.

  3. Es wird auch langsam Zeit, dass es eine grosse Korrektur am Aktienmarkt gibt. Durch das " Billiggeld " der FED und der EZB sind die Kurse nur aufgebläht worden. Irgendwann wird der Markt auf die fundamentale Realität zurückgestuft.

    Für jeden, der mit dem Gedanken spielt, in Aktien zu gehen, ist eine Korrektur die beste Nachricht. Dann kann man sich zu einem vernünftigen Preis in viele gute Unternehmen einkaufen. Alle Unternehmen, die gut gewirtschaftet haben und auch über das entsprechende Eigenkapital verfügen, werden auch eine neue Krise meistern. Und wenn ihnen das schon über mehrere Jahre gelungen ist ( 8-10 Jahre ), dann muss dort das eigene Geld hin. Auf diese Weise hat es z.B Warren Buffet zu seinen Milliarden gebracht. Er hat tolle Unternehmen zu einem Spotpreis erworben. Im kleinen Rahmen kann das jeder machen, der eine Anlagemöglichkeit sucht

    Die Kurse werden wieder steigen. Und wer noch nicht ganz verblödet ist, der ist dabei. Die Deutschen lieben ihre Sparbücher und Lebensversicherungen. Das sind beides Renditeleichen. Sparbuch und Versicherung auflösen und auf ein Festgeldkonto. Und wenn die Zeit gekommen ist, rein in die guten Unternehmen.

    1. Und wer garantiert, dass, "wenn die Zeit gekommen ist", man noch an sein Festgeldkonto kommt? Mit derlei tollen Ratschlägen im aktuellen Schuldenzustand, und bei den "diversen Vorbereitungen" unserer Regierung bzgl haircut und so, sollte man da aber nochmal gut drüber nachdenken. (Punkt Haftung der Bank in den AGB, Regelungen zum "Lastenausgleich" bei Immobilien usw!) Und generell kann man schlechten Regierungen nicht trauen…, gibt genug glaubwürdige Experten, auf die und nur die hören! (Tenhagen gehört nicht dazu)

    2. @ Jomenk:

      Und wo liegt das Geld wenn ich Aktien gekauft habe? Ich meine wo liegen die Aktien? Virtuell auf einem Bankkonto. Genau richtig, um beim nächsten Bail out zu verschwinden. Wie in Zypern und in der Toskana. Gut, die Sparbücher und Lebensversicherungen sind dann auch mit den Rettungsschirmen verflogen. Wer noch was auf irgendeiner Bank hat, ist selber schuld.

  4. @[email protected]

    Das ist hier nicht das Thema. Bei dem Artikel handelt es sich um einen Börsencrash, nicht um eine Staatspleite. Ich habe lediglich dargestellt, wie man sich als möglicher Anleger in so einer Situation verhalten sollte. Mehr nicht. Sie beide sollten sich den Artikel vielleicht noch einmal in Ruhe durchlesen.

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