Will die EZB die Staatsschulden weginflationieren?

Die Geldschwemme der EZB könnte dazu dienen, eine galoppierende Inflation vorzubereiten, um so die immensen Staatsschulden abzubauen.

Von Marco Maier

Es gibt einige Theorien darüber, warum die EZB das (bislang offensichtlich erfolglose) Anleihenkaufprogramm überhaupt gestartet und dann auch noch ausgeweitet hat. Dies zeigt der Umstand, dass nun neben den Staatspapieren auch Firmenanleihen aufgekauft werden sollen. Ob nun die "Rettung" der Eurozone oder der Finanzindustrie dahintersteckt, oder aber auch ein gezielter Versuch, mittels den Unsummen an Geld eine galoppierende Inflation zu provozieren, dahinter steckt, ist schwer zu sagen. Vermutlich spielt da alles zusammen eine gewisse Rolle.

Zuerst müssen nämlich die Krisenstaaten und die Banken stabilisiert werden, damit man das nächste Ziel angehen kann: Schuldenreduktion durch hohe Inflation. Denn wenn die Inflationsrate erst einmal auf 15-20 Prozent pro Jahr ansteigt, macht es auch nicht viel aus, wenn selbst der "Club Med" für bestehende Anleihen und Kredite so 5-7 Prozent an Zinsen abdrücken muss. Man kann sich also ausrechnen, wie lange es dauert, bis die gewaltigen Schuldenberge so weginflationiert wurden und die Staaten dann nur noch so 10-20 Prozent der Wirtschaftsleistung als Ausstände stehen haben. Diese Strategie könnte unter Umständen sogar aufgehen.

Zusammen mit der Abschaffung der 500-Euro-Note käme dies dann sogar der faktischen Abschaffung des Bargelds gleich, welches von den Eurokraten ohnehin forciert wird. Nach nur zehn Jahren einer solche Phase hätte der Hunderter dann nur noch einen Gegenwert von vielleicht 15-40 Euro nach heutiger Kaufkraft. Große Sprünge ließen sich dann nicht mehr damit machen und ein Bargeldverbot wäre so dann auch faktisch durch die Hintertüre umgesetzt.

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4 Kommentare

  1. sie werden damit alles destabilisieren,und bürgerkriege provozieren.die eu hat europa bisher nur unglück leid und schulden gebracht, weil hirnlose politiker, allen voran kohl und konsorten,unbedingt alle drin haben wollten, auch die, die zu schwach waren.

  2. So sieht es ganz danach aus, als mit den Geheimnissen der schwarzen Löcher Mario Draghi das Portal für das Verschwinden nicht nur des Euros sondern der gesamten Währungen vorbereitet, wobei er dabei jedoch nicht berücksichtig, daß damit auch die EZB und die Fed mit verschwindet.

  3. Sehr guter Beitrag, dem man sich nur anschließen kann.
    Was bleibt auch anders übrig als die Schulden wegzuinflationieren ?

    Bürgerkrieg ?

    Nicht mit den Deutschen.

     

  4. Das funktioniert aber nur mit dem Bargeldverbot, auf das es ja eindeutig (Schritt für Schritt) hinausläuft (Bargeldobergrenze, "Konto für alle", 500er Verbot, bald der 200er)

    Nur mit der Inflation bin ich mir nicht sicher, denn diese soll doch in Wirklichkeit schon lange über 10% liegen und wird nur immer schöngerechnet, so wie es mit allen anderen Zahlen auch gemacht wird, im "glorreichen" Westen!

    Und um beim Thema Bargeld zu bleiben, gestern lief im TV, das die Postbank überrascht war, das nur wenige Kunden die Bank gewechselt hätten, seit dem man da die Kontogebühren eingeführt hat und die Kunden dafür Verständnis hätten.

    Und genau so wird es auch bei den Negativ-Zinsen sein und dann beim Bargeldverbot – Das Dummvolk läßt auch das mit sich machen, es läßt einfach alles mit sich machen! Ja es freut sich auch noch vor lauter Dummheit, siehe die Abschaffung das 500€-Schein´s – Da erzählte der RTL-Pöbel, in die TV-Mirkos, das es ihm egal wäre, da er ja solche Scheine eh nicht hätte und es doch nur die Reichen treffen würde! So ein geistigen Dünnsch..ß  muß man sich anhören, als ob es die Reichen treffen würde, oh man und der Pöbel begreift einfach nicht, worum es dabei wirklich geht! Aber was will man auch von so einem Volk verlangen, was seit Jahrzehnten immer wieder die selben Parteien wählt und noch nicht einmal den Stromanbieter wechseln kann und jetzt gar Schulz für den Heilsbringer hält!

     

     

     

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