Wie viel Misstrauen verkraften die Systemmedien noch?

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat kaum oder gar kein Vertrauen mehr in die Medien. Das kann nicht mehr lange funktionieren.

Von Marco Maier

Die großen Medienhäuser kämpfen derzeit mit massiven Problemen, weil einerseits die Werbeeinnahmen (auch Dank der zielgerichteten Werbung auf Facebook) wegbrechen, andererseits jedoch auch die Leser wegbleiben. Im TV sehen sich zwar nach wie vor viele Menschen die Nachrichten an – doch der Wahrheitsgehalt wird immer wieder und immer heftiger angezweifelt.

Schlimmer jedoch als die Fehlinformationen und Manipulationen wiegt für viele Medienkonsumenten jedoch der Umstand, dass sie sich einseitig informiert fühlen. Egal ob nun in Sachen Migrationskrise oder auch bei den Konflikten in Syrien, der Ukraine oder sonst wo auf der Welt. Das Ergebnis: Insbesondere Webseiten und Youtube-Channels mit alternativen Informationsangeboten erfreuen sich wachsender Beliebtheit und werden – je nach Medienkonsument – entweder ergänzend oder sogar nur noch ausschließlich "konsumiert".

Diese wachsende Macht der alternativen Medien und die schrumpfende Überzeugungskraft der Systemjournalisten lässt jedoch beim Establishment die Alarmglocken schrillen. Jene, die selbst immer wieder "Fake News" verbreiten, werfen nun den alternativen Medien vor, dies zu tun. Dabei ist die Wahrheit nur selten objektiv und oft subjektiv geprägt. Je nach politischer, wirtschaftlicher oder auch religiöser Zuordnung verändert sich der Standpunkt und somit auf den Blick darauf, was als "Wahrheit" empfunden wird.

Doch das Establishment beansprucht für sich das alleinige Wahrheitsmonopol, welches sich jedoch nicht auf tatsächliche Fakten beruft, sondern vielmehr auf subjektive Einschätzungen. Dass der Himmel blau und nicht grün ist, ist ein unumstößlicher Fakt – doch wenn es beispielsweise um den Syrien-Krieg geht, dann muss auch das Establishment anerkennen, dass es verschiedene Sichtweisen dazu gibt, was dort im Land vor sich geht.

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Anstatt die alternativen Medien zu bekämpfen und somit die mediale Gesinnungsdiktatur voranzutreiben, braucht es vor allem ein Verständnis für eine neue Ausgewogenheit. Die Mainstreammedien können ja weiterhin ihre Sicht der "Wahrheit" verbreiten (und somit zunehmend mehr Menschen verprellen, die sich dann eben von diesen Medien verabschieden), oder aber dazu übergehen, ihre Rolle als kritische "Vierte Gewalt" ernst zu nehmen und dabei auch völlig konträre Stimmen zuzulassen (wie man es auch bei uns beim Contra Magazin findet, weil die Systemkritik von unterschiedlichen Standpunkten aus gestartet werden kann). Was die Medienkonsumenten selbst dann tatsächlich als "richtig oder falsch" ansehen, muss man ihnen überlassen. Darüber haben nicht die Medienschaffenden und Medieninhaber selbst zu entscheiden.

Den Systemmedien von heute (ARD, ZDF, ORF, Bild, FAZ, SZ, RTL, Pro7, usw.) stehen eben auch alternative Medien (Contra Magazin, Junge Freiheit, Kopp Online, Buergerstimme, NeoPresse, KenFM usw.) gegenüber, die genauso ihre Existenzberechtigung haben und eine andere Sicht auf die "Wahrheit" verbreiten. Und so lange die Systemmedien nicht auch Systemkritik zulassen, werden die alternativen Medien auch weiterhin als Korrektiv notwendig sein – und vielleicht in Zukunft selbst zum (neuen) Mainstream avancieren. Denn irgendwann schlägt der Lügen- bzw. Lückenpresse so viel Verachtung der Massen gegenüber, dass sie nur noch ein Nischendasein fristen werden.

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18 Kommentare

  1. Ich gehöre nicht zu der Generation, die vor der Glotze aufgewachsen ist, er wurde von den Eltern nicht angeschafft, solange eines der Kinder noch die Schulbank drückt. Als ich dann im 10. Schuljahr von der Penne "entfernt" wurde ( ich wollte auf einen Pauker losgehen, der mir eine Ohrfeige verpasst hatte), gab es aus diesem Grund auch keinen Fernseher. So begann meine "Karriere" als nichtangepaßter , das Estabishment (eine gern benutzte Formulierung zu der Zeit) verachtender junger Mensch auf der Szene. Auch im weiteren Leben hat die Glotze selten wertvollen Wohnraum beansprucht. Dieses Medium galt und gilt für mich als "Manipulation pur". – –                                                                                           Heute frage ich mich immer wieder, ob ein Mensch, der von Kindesbeinen an vor dem Apparat absitzt, überhaupt noch in der Lage ist oder die Freiheit hat, die eigene Bewußtseinsausrichtung zu wählen, zu wählen, wofür er empfänglich ist und wofür nicht. Fernsehen wirkt wie magisch angewandte Technolgie, das über Informationen mentale Energien beim Fernsehzuschauer aktiviert und schlimmer noch, es wird etwas ins Bewußtsein projiziert, was sich dort anders als beim Lesen, regelrecht verankert.                       Ich behaupte, die Welt wäre eine bessere und vor allem menschlichere, ohne dieses Medium.  

    1. Das stimmt ! Lesen benötigt Gedanken, – ein sich reindenken, – ein nachvollziehen, auch bildhafte Vorstellungskraft. Das alles und mehr, nimmt die Glotze dem Menschen ab.

      Krimis, die nicht so leicht zu durchschauen sind, finden wir spannend – und warum ? Weil solche unser Gehirn anregen, weil wir mitdenken dürfen – ja dürfen, das ist ein Privileg das man uns gestattet, man kann auch anders und viele Produktionen zeugen davon, wie wir unserer Sinne beraubt werden, wie wir benutzt werden um unterschwellige Manipulationen vorzunehmen.

      Man sollte die Dinger wirklich aus dem Fenster schmeißen ! Es gibt in der heutigen Zeit kein besseres Medium der Manipulation.

  2. Was mich tatsächlich am meisten stört ist die einseitige Berichterstattung der MSM und TV  – immer schön – "regierungsnah" und "pro Merkel " 

    Selbst wenn mal Kritik kommt, dann sind sie immer noch in Watte gebettet. Bloß nicht zuviel Wahrheit und Kritik, die Merkel und auChristian der Regierung schaden könnte.

    Mir graut jetzt schon davor, wenn der Wahlkampf so richtig losgeht und uns Lügen und Schönfärberei von Politik MSM und TV nur so um den Ohren gehauen werden .

    Ne, mein Vertrauen in den MSM und TV ist schon lange weg  – Fakten und bestimmte Themen werden oft erst gar nicht erwähnt, dann die ständigen Halbwahrheiten und anstatt sachlich und objektiv zu berichten   – wird immer schön auf Linie der Regierung gegen Kritiker und Andersdenkende gehetzt.

    Ne danke, da such ich mir doch lieber meine Nachrichten im Internet ! 

    TV Nachrichten und verschiedene MSM (Internet) lese ich nur  –  als Vergleich zu den alternativen Nachrichten  und  staune jeden Tag  immer wieder aufs Neue !

     

  3. Bei allem Respekt und Verständnis, Herr Maier, Sie sollten den Systemmedien nicht in's Gewissen reden. Erstens haben  die gar keines, und zweitens sollen die sich mal schön weiterhin diskreditieren. Nach dem Wandel muss ohnehin korrigiert werden, und da braucht man  zu allerletzt schnell gewendete Journalisten und Medien. Nein nein, das muss schon evolutionär sauber gestaltet sein, sonst steckt der Wurm gleich von Anbeginn wieder drin. (Jasager, Systemlinge, charakterlose Mitläufer, gekaufte Demagogen wieder beim Kampf um Posten an vorderster Stelle )  Und nach weiteren 3- 8 Jahren stehen wir an der gleichen Position wie heute. Die Guten in's Töpfchen, die Schlechten in' s Kröpfchen, und die Erfahrungen aus Wende I  strikt anwenden. Die Ossis kennen das, die Wessis müssen noch dazulernen, vorher erst munter werden. Eine saubere Wende I hätte Merkel und Gauck unmöglich gemacht, da Gesetze zur Überprüfung nicht angewandt. Wieviele solcher Reinfälle kann sich Deutschland angesichts der aktuellen Lage noch leisten? Diese angebliche Elite, auch in den Redaktionsstuben, hat doch restlos abgewirtschaftet.

    1. Ein "saubere Wende" war mit der damaligen BRD unter Kohl/Genscher nicht mehr möglich. Diese Bundesrepublik befand sich bereits in den Klauen derer, die uns Merkel und Gauck vorgesetzt haben. Einer wie Herr Rohwedder, der versucht hat, für die DDR-Bürger eine wirtschaftlich und menschlich verträgliche  Abwicklung durchzusetzen, wurde auf eine Art und Weise daran gehindert, wie wir es nur von den Killertrupps der Geheimdienste kennen. Selbst zu der Zeit hatte die "Elite in den Redaktionsstuben" schon abgewirtschaftet, nachdem Kohl die Medienlandschaft weitestgehend in die Hände von Investoren gegeben hatte.

  4. Was passiert, wenn die Distanz zwischen Establishment und Bevölkerung zu groß wird hat man ja bei der Wende in der DDR gesehen – das Volk putscht die Regierung weg.

    Das kann hier auch passieren. In Sachsen-Anhalt und MeckPomm ist das schon zu über 20% passiert, da wurde nämlich AfD gewählt.

    Wenn Medien und Regierung so weiter machen, kommt in absehbarer Zeit ein "Trump"-Erlebnis. Man darf gespannt sein.

    1. @ Richard:

      Noch wirkungsvoller ist gar nicht wählen zu gehen. Weil wie will sich eine demokratische ReGIERung bei einer Wahlbeteiligung unter 50% legitimiren? Denn dann würde eine Minderheit über die Mehrheit der Nichtwähler herrschen, und das ist nicht demokratisch.

      1. Denen ist die moralische Legitimierung völlig egal wenn sie die machterhaltende prozentuelle Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen bekommen haben! Ob das moralisch demokratisch ist kostet ihnen höchstens einen Lacher!  A l l e  müssen zur Wahl gehen und die Unzufriedenen erst recht!!

      2. Das ist aber sehr verträumt !

        … wie wollen sie sich dann legitimiern ?

        Das brauchen sie gar nicht, die Legitimation stellt das Wahlgesetz !

        Und "Das Volk putscht die Regierung weg" ist völliger Humbug !

        Das war in der DDR eine erlaubte Showveranstaltung, irgendwie musste man ja den Völkern vorgaukeln das Widerstand noch was bringt. Es war sozusagen ein Vorspiel für die zukünftig gewollten Unruhen im Westen und natürlich ein Vertuschen des deals, denn hätten West und Ost mitgekriegt, dass man die DDR einfach abkaufen kann, hätte man wissen wollen, warum das nicht schon viel eher passierte.

        Außerdem war die DDR wirtschaftlich am Ende, sie wurde zu teuer um sie aufrecht zu erhalten und da hat man sich gesagt : besser noch rausholen was geht. Russland hat sich die DDR gut bezahlen lassen.

        Und für den Westen war die DDR-Ausgliederung ein muss, oder wie stellt ihr euch den Superstaat EUropa vor, in deren Mitte ein feindliches Regime sitzt ?

        Wer glaubt, die DDR fiel aufgrund der paar Proteste, der irrt sich aber gewaltig. Der DDR-deal wurde ganz woanders ausgemacht und eingefädelt !

         

        1. 100% Zustimmung.

          Dieser "DDR- Maidan" wurde nach Kriegsende schon festgelegt, weil er zur Schaffung der EU und des Euros zur finalen Übernahme erforderlich war.

          Stalin hatte eine Wiedervereinigung, mit der Maßgabe der Neutralität (s. Österreich), mehrfach angeboten, aber das war seitens der USA nicht gewollt.

          Somit war für 17 Millionen Deutsche ersteinmal knappe 45 Jahre "Festungshaft" angesagt.

          Die Wiedervereinigung hatte zu erfolgen, damit die Aktion "Barbarossa 2,0" anlaufen konnte.

           

          PS: hat Schulz eigentlich schon die Bilderbergtaufe erhalten, oder erfolgt das erst kurz vor seiner Ernennung?

           

        2. Ja, Mona Lisa;das ist zwar Salz in die Wunden der stolzen Ossis,die glauben sie hätten eine Revolution gemacht;aber 100% zutreffend.itak

      3. @willi, träum weiter. Du weißt nicht was du tust. Solchen Schnecken wie dir verdanken wir, daß wir von Grünen um die 10 % regiert werden.

  5. Das Niederringen einer oppositionellen Meinung mit einer Zensur hat schon immer gezeigt, daß dieses nur 'wingless birds' hervorbringen kann, die früher oder später zum Opfer einer Evolution werden, die die Hilflosigkeit des Opfers schneller erkennt als das Opfer selber..

  6. U.a. wurde eine Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ mit vom deutschen Mittelstand erpressten 10 Milliarden von Schröder hochgezogen, um auf unendliche Zeit unendliche Resourcen auch für Propaganda zur Verfügung zu haben.

    Z.B. ist die "Münchener" Abendzeitung, das Ober-Soziblatt der Juden, schon seit Jahren pleite. Trotzdem kann sie weiterhin veröffentlicht werden. Das funktioniert über Stiftungsgelder und Werbung, die niemand schalten würde.

    Zudem wird ja schon öffentlich die staatliche Bezuschussung für systemrelevante Publikationen gefordert; das ist wie mit den vermeintlich "systemische wichtigen Banken" (O-Ton Bernd Lucke).

    1. Völlig richtig. Und nicht nur bei der Müchnener AZ läuft es so. Eine ganze Palette anderer Medienprodukte wie Wochenblätter, Monatszeitschriften basieren auf ähnlichen Mustern. Defizitär, aber auf den Informationstischen. Diese präsentieren sich mit schönen Aufnahmen, reißerischen Titeln, aber in den Lettern darunter füllt widersprüchlicher, oberflächliches Misch Masch die Inhalte. Diese Magazine liegen dann in allen Arztpraxen, Friseursaloonen u. dergleichen auf. Die menschlichen Gehirne werden wo erreichbar mit Müll vollgestopft.

      Die Resultate sind unleugbar. Eis Saustall in den Köpfen.

  7. L_Ü_G_E_N_M_E_D_I_E_N !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  8. Anlässlich seines Ruhestands-Dinners hielt John Swandon seines Zeichens einst Manager der New York Times folgende Rede:

    "So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt keinen unter ihnen, der seine eigene Meinung schreiben kann. Das Geschäft eines Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gegenüber sich selbst, seinem Land und seinem freien Willen, geradewegs zu lügen, zu verdrehen, zu verifizieren in Anbetung der Phase des Mammons für das tägliche Brot. Dies ist unsere Bedeutung, wir sind Werkzeuge, Phase für reiche Männer hinter der Szene, wir sind Marionetten, sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Talente und Möglichkeiten, unser Leben ist das Besitztum dieser Menschen, wir sind intellektuelle Prostituierte. Wir haben eine Struktur der Manipulation, die die Fäden der Politik durch alle politischen Farben, Medien, Geheimdienste, großen Firmen und globalen Bankensystemen ziehen."

     

    Mit freundlichen Grüßen

    Harri Schittkowski

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