Im Juni greift erneut die Schuldenobergrenze des US-Haushalts. Trump dürfte im Kongress nicht genügend Rückhalt haben, um dagegen anzukommen und das Limit erneut zu erhöhen.

Von Marco Maier

Bereits im Juni dieses Jahres könnte dem US-Finanzministerium (wieder einmal) das Geld ausgehen. Der Deal, der damals noch unter Präsident Barack Obama (Demokraten) und dem Sprecher des Unterhauses, John Boehner (Republikaner) ausgehandelt wurde, um die Krise der Schuldenobergrenze zu beheben, wird dann nämlich wieder aktuell. Hier verschob man die erneute Diskussion um die bestehenden und unausweichlichen finanziellen Probleme eben nur um ein paar Monate.

Denn die Obergrenze von 20 Billionen Dollar, die damals mit Ach und Krach beschlossen wurde, ist erreicht. Doch das US-Finanzministerium, das derzeit über Cash-Reserven von nur noch 200-300 Milliarden Dollar verfügt und dieses Geld bis dahin ausgegeben haben wird, steht dann vor gewaltigen Problemen, da die laufenden Einnahmen einfach nicht ausreichen, um die Ausgaben zu bedienen.

Denn im Schnitt "verbrennt" der US-Staatsapparat etwa 75 Milliarden Dollar monatlich – also in Form von Mehrausgaben gegenüber den Einnahmen. Das heißt: Im Laufe des Junis muss erneut ein "Government Shutdown" erfolgen, in dem sämtliche Ministerien ihre Ausgaben nach dem Rasenmäherprinzip herunterfahren werden. Da jedoch nicht davon auszugehen ist, dass Donald Trump genügend Rückhalt im aus Unterhaus und Senat bestehenden Kongress hat, dürfte sich dies zu einer veritablen Staatskrise ausweiten.

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11 thoughts on “USA: Hat das Finanzministerium im Juni kein Geld mehr?”

    1. Tja, da steht der wahnbesessenen USrael-Oberclique die Machtgier im Wege, mittels der sie sich gottgleich eine Weltregierung schaffen möchte. Das ist der grösste Machtwahn, den ich je der Geschichte entnehmen konnte. Eine irre Hirngeburt machtwahnsinniger Menschen, die über hunderten von Jahren nie aus dem Leben gelernt haben, dass solche paranoiden Machtwahnvorstellungen nie und nimmer in die Realität umgesetzt werden können. Dazu sind nun mal die Welt und die Interaktionen der Völker und der Menschen untereinander zu komplex. Aber das will partout nicht in deren verkrustetes und verklebtes Hirn hinein.

      Nach allem, was aus den Nachrichten zu entnehmen ist, kann ich nur noch einen Wunsch äussern, nämlich dass mich das Schicksal vor Religionen, Ideologien und Theorien bewahre. Sie machen mental starr, betonieren einem das Hirn und die Denkfähigkeit zu und lassen scheinbar plausible Phantasmagorien aufkommen, die sich – ach so gerne – als Wahrheit präsentieren, dabei sind es nichts als Fehler-behaftete Denkkrücken. Nein danke!

  1. Die haben doch seit langen kein Geld mehr ausser wertloses Klopapier. 20 Billionen Dollar Schulden man stelle das mal vor. Kein anständiger Krieg in Sicht, kaum andere Länder kann man mehr ausbeuten es ist einfach nur noch eine Sauerei das man sowas der Great Nation antut. Fröhlichen Untergang wünsche ich.

    1. Also ist Ihrer Meinung nach der Absolutbetrag relevant oder weshalb sind 20 Bio. USD ein Problem?

      Das sind etwas mehr als 100% des US-BIPs, also keineswegs dramatisch viel.

       

      1. @tm

        Nun wenn du den Absolutbetrag der USA haben möchtest, dann natürlich gerne, denn diesen stellt einzig und alleine die implizite Staatsverschuldung dar und die liegt bei ca.1200%. kA ob das für dich ein Problem darstellt, für die US-Amerikaner aber sicher, denn da sind z.b. all ihre Renten drinnen.

        Aber ich will dir nicht all zu sehr deinen US-Traum nehmen, denn sonst müsste ich noch anmerken, dass die USA mit fast 30% Gewichtung die erzielten Gewinne ihres weltweiten Dollar(Nötigungs-)systems auch noch als ihren Erfolg ins BIP rechnen. Was bei einem Namen BIP=Bruttoinlandsprodukt nun doch völlig absurd ist. Sagen wir es einfach wie es ist, die USA sind der größter Schmarotzer dieses Planeten und leben auf Kosten der anderen (siehe z.b.700Mrd jährl. Aussenhandelsdefizit).

  2. So, … und hier ist der wahre Grund, warum die Europäer innerhalb der Nato mehr investieren sollen. Trump ist durch und durch Geschäftsmann, der kann rechnen – bzw. das braucht der garnicht, der sieht mit einem Blick was Masse ist.

    America first, heißt nichts anderes als das andere ein paar Kosten übernehmen – macht ja auch Sinn, irgendwo muss die Kohle ja herkommen.

    Das heißt aber auch, wer mehr einzahlt, haftet auch mindestens moralisch mehr für die "Auslandseinsätze" der USA – mitgegangen mitgehangen lautet das inhaltliche Credo der US-geführten Nato !

    Bin sehr gespannt, was Trumps Sparkurs noch alles für uns bereithält – ich würde wetten : noch Einiges !

    Vielleicht müssen wir demnächst auch die "Sozialabgaben" an Israel übernehmen oder man "leiht" sich zum xtenmal unser Gold, eventuell ist ja sogar von uns "Entwicklungshilfe" nach Amiland zu transverieren – weiß man's ?

    Da wird sich schon was zusammenläppern, so'ne Kolonie hat man ja schließlich nicht zum Vergnügen ihrer selbst !

    Ich glaub echt, ich mach bald völlig überzeugt kein Handschlag mehr – die heb' ich mir für's letzte Gefecht mit den Kuffmucken auf, die wollen ja schließlich auch was von meiner Hände Arbeit haben.

  3. Achtung, wir werden mit dem Trump-Getöse unterhalten, während hinten herum ganz andere Ziele verfolgt werden.

    So wie es aussieht, herrscht bei der US-Regierungsclique ein unerbittlicher Machtkampf zwischen zwei sich schon länger herausgebildeten Machtgruppen. Ob das aber letztendlich wirklich so ist, kann man auch anzweifeln. Immerhin hat Trump sehr israel-freundliche Minister eingesetzt, die nichts anderes machen, als die bisherige Politik mit all ihrer Kriegstreiberei weiterzuführen. Ich traue der vorne herum "inszenierten" Schlammschlacht gegen Trump nicht. So könnte auch Folgendes könnte möglich sein:

    Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen
    https://www.konjunktion.info/2017/02/trump-vs-federal-reserve-lasset-den-kampf-beginnen/

    1. … hab's gelesen !

      Mag sein, mag sein, alles ist möglich, nichts unmöglich, aber erfahren, wirklich erfahren würden wir das erst, wenn's zu spät ist.

    2. Alles nach (NWO-)Plan: Das falsche Narrativ der „wirtschaftlichen Erholung“ wird alsbald beerdigt werden
      https://www.konjunktion.info/2017/01/alles-nach-nwo-plan-das-falsche-narrativ-der-wirtschaftlichen-erholung-wird-alsbald-beerdigt-werden/

      Wirtschaftlich Interessierte wissen und wussten es schon lange, dass das globale, von der Wallstreet beherrschte Finanz-Betrugssystem ein Ablaufdatum hat. Dieses ist kaum zu fixieren, da die Interakteure im Finanzsystem einfallsreiche Lügner und Betrüger sind, die die monetäre Weltlage noch hinhalten können sowie aufgrund der weltwirtschaftlichen Komplexität Vieles verborgen bleibt.

      Trump wird diese Situation nicht retten können. Und er wird auch keine Arbeitsplätze so hoppla hopp herbeizaubern können. Die global-wirtschaftliche Wertschöpfungskette ist einerseits sehr agil, andererseits aber auch schwerfällig wie ein dickes Koloss. Einmal eingependelte Warenströme  und Produktionskapazitäten können nicht – mir nichts, dir nichts – einfach umgestellt werden. Ausserdem braucht man dazu auch noch das entsprechend ausgebildete Personal. Die USA haben diesbezüglich Vieles vernachlässigt, Schulen geschlossen, den Analphabetismus gefördert, die Infrastruktur verlottern lassen, die Studenten hoch verschuldet.

      Die daran hängenden wirtschaftlichen Parameter haben bei neuen Änderungen im Sinne einer Rückentwicklung in prosperierendere Zeiten massive internationale Auswirkungen, die politisch höchst streitbar sind. Die betroffenen Nationen lassen sich nicht stillschweigend die Butter vom Brot nehmen. So einfach geht es nicht. Und die Yankees werden dies bitter lernen müssen.  

  4. hm, das Defizit im US-Bundeshaushalt beträgt eher moderate 3,1% des BIPs. Wo liegt da das Problem? Der US-Kongreß hat einen Haushalt beschlossen, der gewisse neue Schulden vorsieht und natürlich wird der Kongreß dann auch einer entsprechenden Erhöhung der selbst auferlegten Schuldenobergrenze zustimmen – so wie letztlich immer.

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