Union und SPD streiten über zulässige Schärfe im Wahlkampf

Union und SPD sind unversöhnlich in der Frage, wie der bevorstehende Bundestagswahlkampf fair geführt werden soll. Die Parteizentralen sind der Kindergarten für Erwachsene, so scheint es.

Von Redaktion/aek

Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley, die Union sei „nicht mehr in der Lage“ für die eigene Kandidatin Wahlkampf zu führen, sondern nur noch gegen Martin Schulz. „Deshalb versucht sie jetzt, unseren Kandidaten zu beschädigen.“

Dabei zeige sich gerade, dass Schulz nahe bei den Menschen sei und viele wollten ihn beispielsweise einfach umarmen. „Bei Angela Merkel sehe ich diese Nähe und Emotionalität nicht.“ Deshalb sammele man in der Union „gezielt Material“ gegen Martin Schulz. „Zur Schmutzkampagne fehlt da nicht mehr viel.“

CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagte dem RND, schon Alfred Dregger habe gewusst, Wahlkampf komme von kämpfen „und dazu gehört auch eine gewisse Härte“. Wer kritische Fragen nach Inhalten stelle, betreibe noch lange keine Schmutzkampagne. Schulz „stellt sich immer noch als der bescheidene Buchhändler aus Würselen dar – ist aber dienstältestes Mitglied im SPD-Präsidium und stand fünf Jahre an der Spitze des Europäischen Parlaments, dem er 23 Jahre angehörte.“ Und darüber „werden wir den Streit suchen.“

Ein von der SPD gefordertes Fairness-Abkommen für den Wahlkampf habe die Union nicht nötig. „Für uns Christdemokraten ist es eine Selbstverständlichkeit, fair Wahlkampf zu führen“, sagte Tauber. „Wir als CDU haben frühzeitig deutlich gemacht, dass wir nicht alles nutzen, was in Wahlkämpfen anderer Länder normal ist. Wir werden keine Social Bots oder Fake News einsetzen.“

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6 Kommentare

  1.  Da beide Seiten, CDU wie SPD, politische Inhalte, so sie denn überhaupt erkennbar sind, nach Wetterlage austauschen, erscheinen die jetzt aufkommenden Streitereien um die "zulässige Schärfe" im Wahlkampf als Schildbürgertum. 

  2. Wenn Ralf Stegner (SPD) zu Gewalt gegen AfDler aufruft ist das Wahlkampf – wenn die AfD die Masseneinwanderung kritisiert ist das "Hetze".

    Gib Altparteilern keine Chance!

  3. Willkommen im Tierreich uh uh uh so kommt es einen vor. Das sollen Politiker sein. Sie haben jetzt genug angestellt, unsere Bevölkerung Mord und Totschlag ausgeliefert und sie wie den letzten Dreck behandelt. Es reicht und das wissen sie genau. Bedankt bei den SED Klüngel.

  4. „…Dabei zeige sich gerade, dass Schulz nahe bei den Menschen sei und viele wollten ihn beispielsweise einfach umarmen…“

    Das mußte ich drei mal lesen. Die Barley ist Spitze. Hat sie etwa auch den „Gottkanzler“ erfunden?
    Jeder Troll sollte den Hut vor ihr ziehen.
    Gott schütze die Kanzlerin.

  5. Was soll´s! Über die von den Bundestagsparteien einträchtig verursachten und importierten Probleme, die Land und Volk existenziell bedrohen, wird ohnehin nur die AfD sprechen, alles andere ist ohnehin nur Wählertäuschungsrhetorik! Den Altparteien muß ein Rückzugswahlkampf aus der Defensive aufgezwungen werden. Allerdings mit  Meinungsterror innerhalb der AfD wird das nicht zu schaffen sein.

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