SPD will bald Gesetz zum Steuerabzug von Managergehältern vorlegen

Die SPD-Bundestagsfraktion drückt beim Thema Managergehälter aufs Tempo. Bereits Anfang März soll ein Gesetzentwurf vorliegen, der die steuerliche Abzugsfähigkeit von Managergehältern für Unternehmen begrenzt. Das kündigte Fraktionsvize Carsten Schneider im Gespräch mit dem RND an.

„Die Wirtschaft ist offensichtlich nicht in der Lage, selbst für Maß und Mitte zu sorgen“, sagte Schneider dem RND. „Deshalb braucht es jetzt eine gesetzliche Regelung.“

„Verfassungsrechtlich ist es in Deutschland nicht möglich, eine allgemeine feste Obergrenze für Managergehälter oder Boni festzulegen“, sagte Schneider. „Wir werden aber verhindern, dass die Allgemeinheit dafür mit bezahlt, indem diese Millionengehälter, Altersbezüge oder Abfindungen auch noch steuerlich abgesetzt werden können“, kündigte der Sozialdemokrat an.

Ab einer Summe von 500 000 Euro sollen Gehälter nach den Plänen nicht mehr abzugsfähig sein. „Wir wollen die Anreize für langfristig denkende Unternehmensführung stärken und nicht das kurzfristige Jahresgewinninteresse mit steigenden Boni auch noch von den Steuerzahlern subventionieren lassen“, sagte Schneider.

Er kündigte an, beim Koalitionspartner um Zustimmung zu werben. „Wenn CDU und CSU dazu nicht bereit sein sollten, werden wir das zum Wahlkampfthema machen. Schließlich geht es dabei um Gerechtigkeit.“

Spread the love
Lesen Sie auch:  Die Legalisation von Gambling – tatsächlich eine gute Idee?

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

11 Kommentare

      1. Die haben doch lange genug in der Verantwortung gesessen und da hat sich nichts getan. Jetzt ist das wirklich reines Wahlkampfgetöse. Wollen mal sehen, wenn die Wahl vorbei ist, da bleibt alles beim alten.

        Populismus ist bei der AfD verpönt, aber wenn es die Etablierten machen, gleich welcher Partei, das ist dann der ganz normale Wahnsinn.

    1. Richtig. Die Verblödungstour hat begonnen. Man saugt sich jetzt alle möglichen Wahlkampfthemem aus den Fingern, nur um sich um die Beantwortung der wirklich wichtigen Dinge zu drücken. Nichts treibt die deutsche Bevölkerung mehr um, als die grauenvolle Vorstellung, das einige Manager zu viel verdienen. Das lässt uns alle nicht schlafen.

      Man sollte sich vielleicht darüber Gedanken machen, wieso unsere Politiker so viel verdienen.

      Nach dem Leistungsprinzip kann es wohl nicht gehen. Ich denke eher, der Politik ist es tatsächlich gelungen, aus Scheisse Gold zu machen-

  1. Da kommen die erst jetzt mit, diese Versager ! Würden die Menschen ihre Arbeit niederlegen würde dieses unverschämte Pack überhaupt nichts mehr kriegen. Wenn man betrachtet was allein bei VW los ist, weiß nur der Teufel warum diese Brut so viel Geld bekommt.

  2. Marktwirtschaft ist klasse. Konzerne sind scheisse. Alles was es braucht ist ein Gesetz das Manager nicht mehr als das 20-30 fache dessen bekommen als der schlechtbezahlteste in der AG. Das sollte nur Kapital Gesellschaften gelten. 

  3. Die SPD wollte schon so viele Dinge. Da wurde gefordert,geplant,versprochen,schön geredet etc. etc. . Noch nie in ihrer gesammten Geschichte hat sich diese Verräterpartei auch nur ansatzweise an das gehalten was sie sich auf ihre Fahne geschrieben hat. Von Beginn an hat diese Vereinigung nur ein Ziel vor den Augen gehabt. Lügen, Betrügen und die Mitglieder verraten. Ekelerregend! Die Biographie von diesem " Schneider " ist ganz lustig. Dumm geboren und nichts gelernt. Der Typ hat in seinem Leben noch nicht einen einzigen wertschöpfenden Handschlag getan, Solche Typen gehören in ein Arbeitslager nach Stalins Modell.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.