Pipeline. Symbolbild. Foto: Gazprom

Russland verstärkt die Beziehungen zu den südostasiatischen Ländern bereits seit Jahren. Auch Thailand gehört dazu. Nun will Moskau auch die Energiesicherheit dieses Landes garantieren.

Von Marco Maier

In Sachen Export von Erdöl und -gas ist Südostasien angesichts des wachsenden Energiehungers infolge der hohen Industrialisierung ein wichtiger Markt. Das weiß auch Russland zu schätzen, welches ein wichtiger Exporteur der Kohlenwasserstoffe ist.

Bislang kauften die Länder dieser Region ihr Öl und Gas vor allem von den arabischen Ländern im Nahen Osten. Doch die zunehmend instabile politische Lage in der Region bietet keine wirkliche Energiesicherheit für die südostasiatischen Länder. Auch die Tankerlogistik ist komplex, so dass eine Pipelinelösung deutlich sinnvoller erscheint.

Auch für Thailand, eines der stärksten ASEAN-Länder, ist die Energiesicherheit ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt. Nun will Moskau diesen Markt erobern. Immerhin importiert das Königreich jährlich drei Millionen Tonnen an flüssigem Naturgas (LNG) von Katar und anderen Zulieferern. Dem könnte Russland eine Gaspipeline entgegensetzen, zumal die Belieferung auf dem Seeweg mittels Tanker nicht nur zeit- sondern auch kostenintensiv ist.

Bereits im letzten Jahr haben Ministerpräsident Dmitri Medwedew und sein thailändischer Amtskollege Prayut Chan-o-cha ein Abkommen mit dem russischen Unternehmen Novatec und der thailändischen PTT Public Company unterzeichnet, welches bereits in diesem Jahr zur Lieferung von Flüssiggas aus Russland nach Thailand führen soll. Auch Rosneft ist hierbei mit an Bord.

Der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ist nur der Anfang. Über kurz oder lang könnte daraus eine wichtige strategische Partnerschaft entstehen, die beiden Seiten deutliche Vorteile bringt.

5 KOMMENTARE

  1. Betrug.

    Solche Spielchen kann man mit technisch unterbelichteten Völkern der dritten Welt treiben.

    Tatsächlich könnten die Thailänder ihr gesamtes Stromnetz mit modifizierten Stirlingmotoren befeuern. Stirlingmotoren, die den Temperaturunterschschied zwischen heißer Luft und Meerwasser nutzen.

    Aber dazu müßte man sich reflektiert mit den Feinheiten der Thermodynamik auseindandersetzen. Und damit tun sich selbst hiesige Physik-Profs schwer.

    Rudolf Diesel hatte das schon herausgefunden – dafür haben ihn die Angelsachsen umgebracht.

  2. "Russland eine Gaspipeline entgegensetzen"

    woher beschaffen sich die Russen diese hohe-Investitionen und ist es überhaubt realistisch – es sind bereits 2 NordStreams angeschlossen und bald folgt auch der SüdStream ebenfals Doppelt – Auch mit China und Japan sind eine-mehrere Pipiline-Projekte am laufen..

    Malaysia u. Indonesien sind ebenfalls weitere Lieferanten..

  3. "Russland eine Gaspipeline entgegensetzen"

    woher beschaffen sich die Russen diese hohe-Investitionen und ist es überhaubt realistisch – es sind bereits 2 NordStreams angeschlossen und bald folgt auch der SüdStream ebenfals Doppelt – Auch mit China und Japan sind eine-mehrere Pipiline-Projekte am laufen..

    Malaysia u. Indonesien sind ebenfalls weitere Lieferanten..

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