Unsere Meere werden mit immer mehr Plastik verseucht, was auch die Tierwelt zu spüren bekommt – und über die Nahrungskette zunehmend auch der Mensch.

Von Edgar Schülter

In Norwegen wurde ein selten vorkommender Courvier Schnabelwal mit dreißig Plastiktüten im Magen aufgefunden. Das Tier litt an heftigen Schmerzen, war dadurch sehr krank und wurde deswegen von Forschern eingeschläfert. Das Tier suchte immer wieder flache Gewässer auf und war abgemagert, eine Obduktion ergab, dass der Wal einen Pfropfen im Magen hatte. Offensichtlich erzeugt durch den Plastikmüll – sage und schreibe dreißig Plastiktüten. Kein Wunder, wenn mittlerweile in jeder Minute quasi ein Müllwagen voller Plastik ins Meer gelangt. Dabei vergiftet sich der Mensch selbst, denn über kurz oder lang gelangen die sich nicht zersetzenden Mikroplastikteile durch die ganze Nahrungskette irgendwann mal auf unseren Esstisch. Die Folge: Unter anderem Krebserkrankungen.

Nach Angaben von „Zeit online“ dürfte im Jahr 2050 die Plastikmenge in den Meeren die Masse der Fische übersteigen. Es würden jährlich acht Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen gelangen, so die Schätzungen. Nach Berechnung der Forscher schwimmen derzeit schon 150 Millionen Tonnen Plastik im Meer herum. Selbst nach einer kontrollierten Müllvermeidung wird der Zufluss von Plastik sich höchstens stabilisieren und leider nicht abnehmen.

Der Mensch verbraucht zu viel Plastik

Der starke Verbrauch von Plastikmaterialien soll nach Angaben der Forscher dafür verantwortlich sein. In den letzten 50 Jahren hat dieser sich verzwanzigfacht und in den nächsten 20 Jahren wird er sich noch einmal verdoppeln. Leider sind das die Folgen unserer Überflussgesellschaft. Es ist der hohe, unbedachte Konsum, bei dem Umweltschutz immer wieder zu kurz kommt. Doch der hohe Preis den wir alle zahlen müssen, ist jetzt schon zu spüren.

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Würde man den jährlichen Schaden ausrechnen, so käme dieser auf 40 Milliarden US-Dollar. Das übertrifft den gesamten Gewinn der Plastikindustrie. Die Schäden, die im Ozean entstehen, bis hin zur menschlichen Gesundheit über die Nahrungskette, sind ein Preis den selbst alle Gewinne unserer Industrie nie zahlen können.

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15 thoughts on “Plastikmüll: Eine Gefahr für unsere Weltmeere”

  1. Der Öko-Aktivist David de Rothschild (31) machte bei einer Pazifiküberquerung mit einen aus Plasikflaschen bestehen Boot im Sommer 2010 medienwirksam auf dieses Problem unserer Wegwerfgesellschaft aufmerksam.

    Ich dachte damals über diese Aktion – warum macht gerade ein Rothschild auf jenes Problem aufmerksam, denn gerade diese Kaste betreibt doch diesen Wahnsinn den Menschen einzureden, dass sie immer mehr und mehr haben müssen, damit die Eliten immer reicher und reicher werden.

    Kommt nun nach der Karbonisierungsideologie des Herrn Al Gore jetzt die Plastikmüllideologie eines Herrn Rothschild. 

    Es ist keine Frage, dass unsere Umwelt durch den Menschen all zu gedankenlos belastet wird. Solange u.a. die Rothschild's sich als einer der Hauptprofiteure von den weltweiten Kriegen betätigen, wird sich keine Wandlung von Saulus zum Paulus am Horizont zeigen. 

    1. Muss ein Sohn es seinem Vater gleich tun? Sind alle Mitglieder einer Familien eines Volkes, Rasse, usw schlecht? 

      Vielleicht schämt sich der Mann für seine Verwandschaft…

      1. DIE ZEIT: Baron de Rothschild, Ihr Name, Ihre Familie gilt vielen als Inbegriff der Finanzwelt. In einer Zeit, in der Banker das Feindbild Nummer eins sind – schämen Sie sich, Banker zu sein?

        David de Rothschild: Nein, überhaupt nicht. Ich sehe nichts, womit wir bei Rothschild unserem Land, unseren Geschäftspartnern oder Mitarbeitern geschadet hätten. Auch wir machen Fehler, gewiss. Aber es gibt nichts, wofür ich mich schämen müsste, wenn ich morgens in den Spiegel schaue.

        Der Apfel fällt auch hier nicht weit vom Stamm !

        1. Hmmm, hätte ja sein können. Mir sind die Namen relativ egal. Ihre (Un)Taten sind es, die mich auf die Palme bringen. Vielleicht ein Anfall von Gewissensbissen oder nur eine Publicity-Aktion.

          1. Der Typ führte sich mit 31 noch auf wie toll – inzwischen ist er 37 und macht genau das, was er gemäß Rothschild-Tradition machen soll.

  2. Verschwiegen wird das Tag für Tag in Fukushima radioaktive Substanzen ins Meer gespühlt werden für die nächsten hundert Jahre. Allein diese riesigen Plastikstrudel im Meer sind eine Katastrophe. Fisch aus den Meer, nein soetwas esse ich nicht mehr. Essen gehen in Lokale sind out weil man nie weis woher sie das Zeug haben.Wenn man dann unsere ansässigen Wirte sieht die das billigste bei Aldi einkaufen, nee danke. Ich lasse mich nicht immer mehr vergiften !

    1. "Die Menge macht das Gift."

      Wenn man sich gelegentlich ein leckeres Matjes-Brötchen vom Markt gönnt wird man vermutlich nicht soviel Gift abbekommen, dass es eine Wirkung hat. Der menschliche Körper ist nicht aus Watte.

      Also – nicht überreagieren.

  3. Wirft der Mensch Plastik ins Meer, so muß er es auch wieder heraus holen.

    Die Frage ist, wie man das praktisch umsetzen kann. Hier ein Vorschlag:

    Viel Plastik gelangt über die Flüsse ins Meer. Man sollte also im Deltagebiet der Flüsse Müllsammel-Boote fahren lassen, die den Plastikmüll einsammeln. Arbeitslose erhalten so auch einen gut bezahlten Job.

    Plastik zu Diesel – Schlüsseltechnologie aus deutschen Landen:

    Der gesammelte Plastikmüll kann mit einem von Dr. Christian Koch entwickeltem Verfahren wieder in Diesel umgewandelt werden. Mit diesem Diesel können dann die Boote betrieben werden. Der gewonnene Diesel kann auch verkauft werden und damit die Löhne der Müllsammler bezahlt werden.

    Dieses Verfahren kann man sich auf Youtube anschauen. Man gebe ein:

    "Biodiesel – Aus Plastik wird biodiesel -"

    Konsequenter Weise müßte man auch auf den Weltmeeren Müll-Sammel-Boote fahren lassen.

    Desweiteren sollte man Plastikflaschen abschaffen und auf recyclebaren Glasflaschen umstellen.

    1. Man müßte erstmal dafür sorgen, daß große Schiffe keinen Plastikmüll bzw. Müll überhaupt auf dem Meer verklappen, dann bräuchte es auch keine (Plastik)müllsammelnboote auf dem Meer. Man muß das Übel an der Wurzel bekämpfen, nicht mittendrin!

      1. Sagen wir mal so: Das Eine schließt das Andere nicht aus.

        Fakt ist, dass bereits viel Plastik in Flüssen und Meeren existiert. Das muß man wieder absammeln. Dafür braucht man Müll-Sammel-Boote.

        Andererseits haben Sie natürlich Recht, dass man was gegen das Verklappen von Müll unternehmen sollte. Man sollte dafür anbieten, dass der Müll der Schiffe im Hafen kostenlos abgenommen wird.

        Diesen Müll könnte man dann in den Anlagen des Herrn Dr. Christian Koch in Diesel umwandeln.

        Wenn man wollte, könnte man das Spiel noch weiter treiben und Geld für das Abgeben von Plastikmüll auszahlen. Dieses Geld würde man mit dem synthetisierten Diesel wieder rein bekommen.

        1. Fischer in deutschen Ostsseehäfen hatten bislang das Problem den in ihren Netzen als "Beifang" enthaltenden Müll im Hafen kostenneutral los zu werden.

          Wer sammelt schon mit viel Mühe fremden Müll aus seinen Netzen und soll für die Entsorgung im Hafen dann dafür auch noch bezahlen?  Antwort: KEIN NORMALDENKENDER

          Inzwischen sind aber einige Pappnasen in verschiedenen Hafenverwaltungen zu der Erkenntnis gelangt, dass hierfür Müllcontainer gebrauchsbedingt und kostenneutral für die Fischer im Hafen zur Verfügung gestellt werden.

          Man sollte sich mehr auf die Müllbeseitigung konzentrieren. Wenn dann noch Geld über ist, kann man es immer noch dafür ausgeben die Nanopartikel in den Fischen zu zählen.

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