NRW: Tausende eingeplante Dienstposten unbesetzt

Die NRW-Landesregierung ist bei der Besetzung von Polizisten-, Lehrer- und anderen Stellen im Verzug. Bis zum 1. Januar 2017 sind bei der Polizei 998 eingeplante Beamtenstellen unbesetzt, in den Schulen einschließlich Schulverwaltung sind es 4329.

Von Redaktion/aek

Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Kleinen Anfrage der CDU-Fraktion in NRW hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt. Ein Vergleich der Planzahlen für 2016 mit den tatsächlich besetzten Stellen zum 1. Januar 2017 zeigt, dass über alle Landesressorts hinweg über 7800 Stellen für Angestellte und Beamte noch nicht besetzt sind. Darin sind einfache Arbeitnehmerstellen bei der Polizei und der gesamte Geschäftsbereich der Justiz mit Gerichten, Staatsanwaltschaften und Gefängnissen noch nicht enthalten.

Die rot-grüne Landesregierung räumt Abweichungen zwischen dem Plan für 2016 und den Ist-Zahlen ein und teilt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage mit, dass die Stellenbesetzungsquote bereinigt rund 97 Prozent betrage. Damit übertreffe sie die Quoten in den Jahren der schwarz-gelben Vorgänger-Regierung, die zwischen 86 Prozent (2006) und 97 Prozent (2009) gelegen hätten. Zudem begründet sie die große Zahl unbesetzter Stellen mit einem relativ gesättigten Arbeitsmarkt.

Auch seien laufende Stellenbesetzungsverfahren in den Ergebnissen noch nicht enthalten. Hinzu kämen eine über der Planung liegende altersbedingte Fluktuation und offene Stellen als Folge von Teilzeit. Schließlich würden Stellen nicht besetzt, wenn sich im weiteren Verlauf herausstelle, dass sie wegen neuer Entwicklungen nicht mehr benötigt würden. "Unbesetzte Stellen können keine Kinder unterrichten und unbesetzte Stellen können nicht für unsere Sicherheit sorgen", kritisierte Klaus Kaiser, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

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Ein Vergleich der Ist-Besetzung zum 1. Januar 2016 mit der Ist-Besetzung zum 1. Januar 2017 zeige zudem, dass die Polizei im vergangenen Jahr nicht nennenswert gestärkt und die Schulen sogar geschwächt worden seien.

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3 Kommentare

  1. Wie es der Kraft_regierung doch wieder gelingt, die Realität auf den Kopf zu stellen, die "große Zahl der unbesetzten Stellen, wird mit einem relativ gesättigtem Arbeitsmarkt" erklärt. Waren doch Ende 2015 noch über 5ooo Lehrer in NRW arbeitslos, was sich auch 2016 nicht wesentlich verändert darstellte, so gelang es sozusagen über Nacht, den Arbeitsmarkt zu sättigen.und das, obwohl "die Ist-besetzung an den Schulen sogar geschwächt wurde".                       

  2. Kein Wunder die politische Grundgesinnung des rotgrünen infernalen Duos ist die Subversion. Die Prosperität Deutschlands muß auf allen Ebenen, möglichst nachhaltig, (daher auch der Rückzüchtungsrassismus durch entsprechende Fremdinvasion) vernichtet werden damit im zerstörten Europa alle gleich inferior sein können. Das ist die Vorgabe der linksfaschistischen EU.

  3. Wird wohl nicht nur in NRW so sein, die meisten Bundesländer rechnen sich alles schön – genauso wie Statistiken die je nach Bedarf nach oben oder nach unten ausfallen.

    Fakt ist, schon seit Jahren wird in unser Land nur noch das Nötigste investiert und man kann davon ausgehen das jetzt die Kassen (dank Merkels Gäste ) der Kommunen noch leerer sind. 

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