Wäre die ganze Menschheit als Veganer unterwegs, gäbe es andere Probleme. Den "Welthunger" löst man mit solchen Milchmädchenrechnungen nicht wirklich.

Von Michael Steiner

Klar, rein von der Bilanz her ist tierisches Protein "teurer" als pflanzliches, weil die Tiere ja auch Energie verbrauchen, welches mit dem Futter zugeführt wird. Das heißt: Würde man jene Anbauflächen, die derzeit für Tierfutter verwendet werden, in Äcker und Felder für Getreide, Gemüse und dergleichen umwandeln, wäre ein deutlich größeres Nahrungsmittelangebot vorhanden.

Doch diese Milchmädchenrechnung funktioniert so nicht. Denn die Nutztiere fressen ja nicht (nur) jene Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteile, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet sind, sondern oftmals auch Restprodukte aus der Nahrungsmittelproduktion, wie zum. Beispiel Kartoffelschalen, Melasse, Trester, Kleie usw., die wir Menschen ja entweder gar nicht essen wollen oder einfach nicht verdauen können. Solche Produkte müssten dann kompostiert werden. Hinzu kommt noch der Umstand, dass die Effizienz der Landwirtschaft immer weiter steigt und man zur Produktion von einer gleichbleibenden Menge an Nahrungsmitteln auch immer weniger Fläche in Anspruch nehmen muss.

Zudem fressen beispielsweise Rinder hauptsächlich Gras. Man könnte zwar einige dieser Flächen durchaus in Ackerland umwandeln, doch an vielen Stellen gibt es dafür einfach nicht die passenden Voraussetzungen. Teils einfach weil die Böden dafür zu schlecht sind, oder die klimatischen Bedingungen nicht dafür ausgelegt sind. Das heißt auch: Ohne die tierische Nutzung wären diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion einfach unbrauchbar.

Das Problem ist nicht unbedingt die Nahrungsmittelproduktion selbst, sondern vielmehr die Verteilung der Nahrungsmittel und natürlich der finanziellen Ressourcen. Während sich auf der einen Seite immer mehr Menschen (nicht nur in den wohlhabenden Ländern, auch in ärmeren Ländern sieht man immer mehr solcher "McDonald's-Beauties") bis zur absoluten Fettleibigkeit mästen, gibt es immer noch hunderte Millionen unternernährter Menschen, weil diese mangels Verhütung und aufgrund ihrer Kultur und Gesellschaft zu viel Nachwuchs für die vorhandenen Ressourcen produzieren und sich den Zukauf von Lebensmitteln von außen nicht leisten können.

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15 thoughts on “Kein Fleisch ist auch keine Lösung”

  1. In seiner Evolution war der Mensch ursprünglich ganz überwiegend Kanephore. Weshalb soll es mithin heute schädlich sein, Fleischprodukte zu verzehren? Auf das rechte Maß, d.h. eine ausgewogene Ernährung, kommte es an. Ich würde die Vielfalt der naturgegenen Nahrungs- und Genußmittel nicht freiwillig einschränken wollen, am wenigstens, um damit einer unsinnigen Ideologie zu gefallen.

  2. Die menschliche Natur kennt keine Vernunft, denn sonst würde es nicht funktionieren, dass ausgerechnet die sich besonders heftig vermehren, denen an fast an allem mangelt.

    In der Tierwelt sieht es da schon wesentlich intelligenter aus. – Ein Schaf würde nie auf die Idee kommen sich wegen eines Grashalmes mit seinem Geschwisterschaf zu prügeln, und eine Maus würde nie auf die Idee kommen sich eine Mausefalle zu bauen um damit Mäuse zu fangen und zu töten. – Aber der Mensch, der schafft es sich wegen Resourcen gegenseitig zu lynchen.

    Die Veganer sind von diesem Fehlverhalten nicht auszunehmen – sie ernähren sich nur einseitig, mit der Folge einer oft stillen Aggressivtät. (z.B. Alkehol ist ja auch ein pflanzliches Produkt und ist bekannt dafür, dass es aggressiv macht.)

  3. Was soll man denn heut zu Tage noch essen bei den Dreck ( teils vergiftet ) aus den Supermärkten. Ich empfehle sich mal bei Lebensmittelwarnung.de zu informieren dann weis man was man auf keinen Fall essen darf die Liste ist lang,sehr lang. Lieber ein bisschen teuerer und die Hälfte fressen so gleichen sich die Kosten aus und man lebt gesünder. Fleisch ja, Hühnchen Ente Gans aus guter Zucht oder mal wenn ein Bauer hier schlachtet. Den Dreck von Handelsgesellschaften sollte man nicht kaufen weil man nie weis woher der kommt.

  4. Der Autor reißt eine Reihe von Facetten an, ohne sie differentiert abzuwägen.

    Zunächst mal kann man auf einem Hektar Acker leichter genug Gemüse anbauen, um einen Menschen zu ernähren, als dort Vieh für diesen Zweck zu halten. Insofern ist eine fleischlastige Ernährung schon mal eine ineffiziente Ackerbewirtschaftung.

    Dann ist eine Gemüse-Ernährung weitaus gesünder als eine fleischlastige. Dies fand die Uni-Heidelberg in ihren Studien heraus. Vegetarier leben deshalb im Durchschnitt länger – und gesünder. Genauere Informationen findet man dazu auf der Webseite der Uni.

    Die Uni-Heidelberg fand auch heraus, dass rotes Fleisch stark Krebsentstehung fördert, weißes Fleisch, also Geflügel weniger. Gemüse hingegen kann sogar Krebs abtöten.

    Soviel zur Ackerbewirtschaftung und den ernährungstechnischen Gesichtspunkten.

    —————

    Weltweit betrachtet kann man den Hunger der Welt durch Bewässerung der Sahelzone und des australischen Kontinents bewerkstelligen.

    Dazu sollte man effektive Meerwasserentsalzungsanlagen entwickeln und mit diesen Süßwasser für diese wasserarmen Gebiete erzeugen.

    Im nächsten Schritt baut man von der Küste aus Aquädukte, die das gewonnene Süßwasser ins Landesinnere leiten. Dort legt man Felder an.

    Die dort angebauten Gemüse sollten die Menschheit spielend ernähren können. Es ist halt nur eine Frage von Organisation und Technik – und politischem Willen.

    1. Ich hatte in einem früheren Kommentar schon einmal erwähnt, dass es der menschlichen Gesellschaft auf diesem Planeten nicht an Anbauflächen mangelt, die vorhandenen Flächen wären gar für 10-12 Milliarden Erdbewohner völlig ausreichend .                                                                       30% des nutzbaren Ackerlands liegen ungenutzt brach ( etwa 4 Mio. qkm), Von dem übrigen Ackerland werden 60% vorindustriell genutzt ( 5 Mio. qkm und nur 4 Mio. qkm werden entweder konventionell oder auch im biologischen Anbau genutzt. Sie wiederum könnten 8 Milliarden statt der 4,4 Milliarden Menschen ernähren, wenn nicht mehr als ein Drittel der erzeugten Lebensmittel für Industrierohstoffe, Brennstoffe ud Futtermittel ge(miß)braucht werden würde.                                                                                                                                                                                                                                         Desweiteren stehen 10 Mio. qkm Steppe zur Verfügung (von Nomadenvölkern beweidet) und 25 Mio. qkm Grasland, das, größtenteils unbewohnt, nur zu einem kleinen Teil für Tierhaltung genutzt wird. Das Problem des Homo sapiens ist nicht ein Mangel, sondern die ungleiche Verteilung von finanziellen und technischen Mittel zur Nutzung dessen, was der Planet zur Verfügung stellt. Und, wie Sie treffend erwähnen, ist der politische Wille nicht erkennbar.                                                                                                                                                                                                                                                            "Wäre die ganze Menschheit als Veganer unterwegs.." – nicht das ich selbst einer bin, doch glaube ich, der Planet wäre friedlicher.

      1. "Wäre die ganze Menschheit als Veganer unterwegs..  .. doch glaube ich, der Planet wäre friedlicher."

        Nun – vor einiger Zeit hieß es, wenn mehr Frauen das Sagen haben, wird die Welt auch friedlicher. Und – stimmt's ?

  5. Der Mensch ist nur ein etwas höher entwickeltes Tier, zu oft mit niederen Beweggründen handelnd. Er vernichtet sich selbst durch ungezügelte Vermehrung und frißt auch seine eigene Art, so wie das einige Tierarten auch tun. Und der Mensch tötet aus Lust und Spaß alle möglichen Lebewesen, ist gierig und machtbesessen. Er ist bei seinem derzeitigen Intellekt bzw. Evulationsstufe zudem nicht in der Lage, die Probleme der Zukunft zu lösen. Eigentlich ist der Mensch es nicht wert, ewig zu leben. Die "Georgia Guidestones" lassen grüßen und zeigen den einzigen Ausweg:

    http://www.forschung-und-wissen.de/magazin/mystery-verschwoerung/das-mysterium-der-georgia-guidestones-13371985

    1. @Der kleine .. – Die Lust am Töten und dem sinnlosen Töten ist auch in der Tierwelt ausgeprägt. Beispiel der Wolf, der ganze Herden reißt, ohne sie zu fressen (aber bitte keine Diskussion darüber anstoßen), oder was in Löwenrudeln abgeht, usw.!

      Natürlich steht das in keinem Verhältnis zum "Vernichtungszug" der Menschheit, aber auch das war schon immer so! Ein Bespiel: Australien und Neuseeland wurden durch die Urbevölkerung wohlgemerkt komplett verändert und nicht durch den "modernen Menschen und die Überbevölkerung"! Die Urbevölkerung hatte da sowohl die eigentliche Faune wie auch die Flore geradezu vernichtet.

      Das eigentlich Problem ist die Überbevölkerung!

      Ohne die hätten wir keine Problem!  Nur darf man das als  Nichtju..e  nicht aussprechen! Aber die "Lösung", der Ju..en, 90%  der Weltbevölkung einfach auszulöschen, ist auch nicht der richtige Weg, denn sie wollen ja nur die  Nichtju..en  vernichten.

       

       

    1. Ideologen sind aggressive Herrschercharaktäre.

      Nur ein Beispiel: sie wollen ein sgn. "Vaggyday" zwingend für alle einführen. – Kein normaler Mensch der sich ausgewogen ernährt, also auch Fleisch verzehrt, würde auf so einen Terror verfallen.

      Nur Veganer mit ihrer unausgewogenen Ernährung kommen auf so einen Schwachsinn, weil ihr Gehirn an Mangelerscheinungen leidet.  

  6. OHNE Fleisch, hätte sich das Gehirn des Menschen nur halb so groß entwickelt, das ist ein Fakt und der Menschen war und ist ein "Allesfresser"!

    "Die Natur hat den Menschen nicht als Vegetarier konstruiert. Das zeigt bereits ein Blick auf seine Anatomie. Die Zähne weisen ihn als Allesfresser aus."

    WAS mich aber an solchen Artikeln stört, die eigentlich immer bei den MSM zu finden sind, sie dienen NUR dazu, das Volk zu spalten!

    Bei solchen Artikel – Vegatarier vs. Fleischesser, Raucher vs. Nichtraucher, Hundehalter vs. Katzenhalter, Fußball vs. Fußballfan … geht es nur darum das Volk zu entzweien, nach dem Motto: "teile und herrsche"! (Und es funktioniert bestens)

    Darum, BITTE sowas NICHT bei den "alternativen Medien"!

     

     

     

     

    1. Das Gehirn mag sich zwar größer entwickelt haben aber Nutzen hat es der Menschheit nicht gebracht wenn man sieht was auf unserer Welt vor sich geht. Heut zu Tage scheint man Unterschiede zu machen zwischen intelligenten Massenmord und primitiven Morden. Millionen von Menschen hat man dank Technik in den letzten 100 Jahren umgebracht. Wo ist da der Unterschied zwischen Primaten und unseren Hochintelligenten.

    2. WO ist dieser Fakt belegt? Das was sie als Fakt darstellen ist lediglich eine These, für die es m.E. nicht einmal überzeugende Beweise gibt. Gerade kürzlich hat man Überreste aus der Steinzeit gefunden, die darauf hindeuten, dass Menschen sich überwiegend pflanzlich ernährt haben und der Anteil an Fleisch sehr gering war – jedoch lässt sich so etwas durch diese Funde nicht einmal sicher bestimmen. Auch das sind wieder nur Thesen. Und wie erklären Sie sich, dass jemand der ohne Fleisch aufwächst, keine Nachteile hat, in Bezug auf Hirnentwicklung oder IQ? 

  7. "Zudem fressen beispielsweise Rinder hauptsächlich Gras" …  Wenn Rinder die Wahl hätten wäre das korrekt. Jedoch fressen Rinder in der Regel alles andere als Gras. Insbesondere günstiges "Kraftfutter" wie beispielsweise genetisch verändertes Soja aus Brasilien kommt zum Einsatz. Würde man Rinder hauptsächlich mit Gras füttern, könnten Sie nicht die Milchleistung bringen und würden nicht so schnell an Gewicht zu legen wie sich das die Viehhaltung wünscht. 

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