Barbara Hendricks. Bild: Wikimedia Commons/Jakob Gottfried CC BY-SA-3.0

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) strebt eine neue Mietpreisbremse mit einem „geregelten Überprüfungsmechanismus“ der Vermieter-Angaben an.

Von Redaktion/aek

Im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), sagte die Ministerin, entscheidend sei die größere Transparenz bei den Mietkosten. Zukünftig müsse der Vermieter verpflichtet werden, den bisherigen Mietzins bei Neuverträgen dem neuen Mieter zu nennen. „Dafür sollte es dann auch einen geregelten Überprüfungsmechanismus geben“, sagte Frau Hendricks. Wenn der neue Mieter erfahre, was der vorherige Mieter bezahlt habe, „wäre schon viel gewonnen, um die Mietpreisexplosion einzudämmen“.

Gleichzeitig müsse die zulässige Modernisierungsumlage durch den Vermieter gesenkt werden. Angesichts des billigen Geldes seien 11 Prozent jährlich „nicht mehr angemessen und notwendig“. Auch forderte die Ministerin eine „Entrümpelung“ des geltenden Baurechts. „Ich schlage eine Musterbauordnung vor. Wenn sich alle Länder die zu Eigen machen, wäre eine wichtige Investitionsbremse beim Wohnungsbau weg“, meinte die Ministerin.

Derzeit könnten sich Investoren nicht darauf verlassen, dass es bundeseinheitliche Regelungen gebe. Beispielsweise fände man noch immer in den Landesbauregelungen unterschiedliche Höhen für die Handläufe im Treppenhaus. „Das ist doch abstrus. Als ob die Menschen in den Bundesländern unterschiedlich groß wären. Wir brauchen für das typisierte Bauen einheitliche Landesregelungen“ , sagte die Politikerin. „Heute wird ein Kindergarten in Holzbauweise in Bielefeld genehmigt, in Gütersloh aber nicht. Das schreckt im Ergebnis Investoren ab.“

Loading...

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

3 KOMMENTARE

  1. Ja klar, wenn der neue Mieter den alten Mietpreis kennt, ist schon viel gewonnen.

    Was eine Träumsuse !

    Wer den neuen Mietpreis nicht akzeptiert, zieht nicht ein – so ist das !

    Wir sehn es nicht nur im privaten Wohnungsmarkt, auch im Gewerblichen gibt es kein Limit nach oben. Reihenweise schließen kleine Einzelhandelsläden und gepachtete Gaststätten, weil die Mieten nicht mehr erwirtschaftet werden können.

    Vermieter lassen Räumlichkeiten lieber leer stehen, als die Mieten zu senken. Man kann den Hals nicht vollkriegen – hier liegt das Problem !

    Der Oberhammer ist aber, dass die Verwandtschaft im eigenen Haus den gleichen Ortsüblichen Mietzins bezahlen muss, wie Fremde. Nur damit die Einkommensteuer entsprechend ausfällt.

    Deutschland kann man umtaufen in Abzockerland !

  2. Da war doch was voriges Jahr. Schreiben vom Grünen Amt: Man wollte wissen wie groß meine Hütte wieviel Zimmer etc, warum eigendlich ? Nachtigall ich hör dir trapsen…. In meiner Hütte kommt keiner rein eher zünde  ich sie an. Jetzt haben sie die Kufmucken unten in der Pension untergebracht, kostet ja nix. Unsere Nachbaren Hartz4 sollten raus aus der Hütte nebenan  um Platz zu schaffen für unsere lieben Refuges. Wurde nichts wir haben alle zusammen gehalten. Keiner will diese Leute hier, unser Dorf muss sauber bleiben.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here