Gewinnt Zuquilanda die Präsidentschaftswahl in Ecuador, will er Julian Assange an Schweden ausliefern lassen. Allerdings ist er ein US-Agent.

Von Marco Maier

Assange, der den Mächtigen zu gefährlich wurde und in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl gewährt bekam, soll wegen inzwischen widerlegter Anschuldigungen in Schweden vor Gericht gestellt werden. Patricio Zuquilanda, Präsidentschaftskandidat in Ecuador, will Assange allerdings festnehmen lassen und an Schweden ausliefern, wenn er die Präsidentschaftswahl am 19. Februar in dem kleinen südamerikanischen Land gewinnen sollte.

Er sagte: "Herr Assange wird um zwölf Uhr lernen, dass die 'Patriotische Gesellschaft' und Patricio Zuquilanda die Präsidentschaft gewonnen haben. Er muss dann seine Habseligkeiten packen und unverzüglich [die Botschaft] verlassen, weil um sechs Uhr dieses Individuum unter die Obhut der schwedischen Polizei gestellt werden wird."

Allerdings zeigen WikiLeaks-Enthüllungen, dass Zuquilanda ein US-Informant ist. Das heißt: Einflussreiche US-Kräfte versuchen nun offenbar über eine Beeinflussung der Präsidentschaftswahlen in den USA doch irgendwie Assange habhaft zu werden, nachdem der amtierende Präsident, Raffael Correa, die Auslieferung des WikiLeaks-Mitbegründers ablehnt. Angesichts dessen fragt man sich, ob Assange nicht doch zu einer großen Gefahr für die Mächtigen dieser Welt wurde, wenn man schon zu solchen Mitteln greifen muss.

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Auch die ecuadorianische Zeitung "El Telegrafo" hat sich schon der Sache angenommen und den Präsidentschaftskandidaten scharf kritisiert. Alleine der Umstand, dass Zuquilanda vorrangig den US-Interessen und nicht jenen seines Landes dient, dürfte schon dazu führen, dass seine Wahlchancen extrem niedrig sind. Zumindest darf man an den gesunden Menschenverstand der Ecuadorianer hoffen, einen solchen Typen nicht zu wählen.

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7 thoughts on “Ecuador: Präsidentschaftskandidat der Assange festnehmen lassen will, ist US-Agent”

  1. Das einzige wahre Übel in dieser Welt sind die USA, respektive ihr Establishment, das hemmungslos über die Erde in autokrater Weise verfügt.

    Dieses Establishment geht über Leichen, degradiert die Menschen zu Konsumsklaven und stiehlt ihnen auch in Europa durch die von ihnen installierte EU das erarbeitete Einkommen. Mittels einer Inflationspolitik, der der Bürger wehrlos zuschauen muß und mit deren Strategie der Bürger enteignet wird!

    Egal wo, wenn der Amerikaner seinen Fuß auf fremdes Territorium setzt, verschwinden Rechte und Eigentum der Menschen zu gunsten einer vasallenartigen Mischpoke, die als Handlanger ihre eigenen Bürger in die Abhängigkeit internationaler Konzerne und Banken führt.

    Werte werden mit Füßen getreten und durch fragwürdige Gesetze durch den Einfluß der USA erlassen, die sich immer zum Nachteil der Menschen auswirken!

    Erst wenn dieser Gangster in der Gestalt des selbsernannten Weltpolizisten international demontiert wurde, hat die übrige Welt eine Chance, sich zu erholen und neu zu organisieren!

    Allerdings gibt es einen weiteren, territorial gesehen kleinen Staat, der hinter den USA steht. Und ihn wie eine Marionette lenkt!

  2. Ganz nebenbei gesagt geht mir Schweden inzwischen tierisch auf den Geist. Unter derart fortgeschrittener Zerstörung des Vaterlandes immer noch die Füße ruhig zu halten,  zeugt vom Countdown der Selbstauflösung. Die sind schon bei drei vielleicht. Und wir? 

    In Bullerbü würde Assange heute wegen Vergewaltigung von Lisa verurteilt und von Pipi außer Landes getragen werden. Allerdings ist der Negerkönig nicht mehr da. 

      1. Tut mir leid,  ML, aber jetzt kommt es ganz hart: Der Witz, den Lasse mit Britta macht, als er ihr sein schwarzes Bild zeigt und ihr erklärt, was es sein soll,  nämlich "fünf Neger in einem dunklen Raum", geht heute auch nicht mehr. 

        Ich hoffe, du hast genügend Taschentücher.  ?

  3. Ich versteh wieder mal nur Bahnhof !

    Ich dachte, Assange befindet sich nicht mehr in der Londoner Botschaft und niemand weiß wo er ist. … hab ich was verpasst ?

    Na, selbst wenn er da noch ist – London ist kein sicheres Pflaster für ihn, er sollte sich ausschleusen lassen – vielleicht nach Russland !?

     

  4. Herr Maier, ich würde Wahlbetrug, Regime Change, plötzliches Ableben und Erkanken, in Südamerika, nie ausschließen!

    Die phoenix-Doku "Die CIA von innen" (wohlgemerkt von den ÖR), gibt auch einen schönen Einblick über die Verbrecher der USA/CIA und deren ständigen Destabilisierungen, Regime Change, Morden, Kriegen, Drogenhandel in ganz Südamerika! (Alleine an Castro, geben CIA Agenten und Ex-CIA-Chef´s  20-30 Mordversuche zu)

    Und wenn man mal nach Brasilien guckt, wie schnell die USA da wieder einen Regime Change durchführen konnten und wie dumm mal wieder ein Volk war und das wieder mitgemacht hat, kann man wenig Hoffnung haben, das sich in Südamerika jemals was ändert. Das Schlimme aber ist doch, das diese Regime Change überall auf der Welt funktionieren, mit immer den selben Mitteln. Egal was für ein Land, egal was für eine Wirtschafts-u.Regierungsform, egal was für ein Glaube, die Bevölkerungen sind alle gleich (dumm)!

     

     

     

     

     

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