Euro-Banknoten.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung ist der Reallohnindex in Deutschland im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % gestiegen. Spüren sie es auch schon in ihrem Geldbeutel?

Von Redaktion/aek

Dies ist der zweithöchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Nominallöhne im Jahr 2016 um 2,3 % über dem Vorjahreswert. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 0,5 %.

Das starke Wachstum der Reallöhne im Jahr 2016 ist vor allem durch den niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise begründet und nicht vorrangig auf die gestiegenen Verdienste zurückzuführen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich mit + 0,5 % deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre (+ 1,0 %), der Anstieg der Nominallöhne (+ 2,3 %) lag hingegen im entsprechenden Durchschnitt (+ 2,3 %).

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Diese Angaben stellen erste vorläufige Ergebnisse über die nominale und reale Entwicklung der Bruttoverdienste in Deutschland im Jahr 2016 dar. Detaillierte und endgültige Daten für das vierte Quartal 2016 und das Jahr 2016 werden voraussichtlich Ende März 2017 veröffentlicht.

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11 KOMMENTARE

  1. Wenn man bedenkt das 2009 alle Staatsverschuldungen sich verdoppelt haben um die Reichen noch reicher zumache. Wir alle also doppelt soviel Waren und Dienstleistungen erbringen müssen um den Lebensstandard von 2007 zu halten. Ja da sind 1.8% nich schlecht.

    • Ja, und die Staatsveraschuldung ins fast Unermessliche gestiegen- darum die Schulden jedes Einzelnen nach oben! Klasse!!!! Und die Lebensmittelpreise, Energie und Beiträge SV und Pflegevers. gestiegen- Was bleibt dann übrig? Wieder so ein Wahlkampf Geschwurbel!!

  2. Ende diesen Jahres fällt dann auf das was nicht richtig kalkuliert wurde und aus den +1.8% werden -0.5%, so wie immer in den letzten 15 oder 20 Jahren. Und die -0.5 sind immernoch gelogen.

  3. Man schaue sich mal die Brotpreise beim Bäcker an. Da liegen die Preise 5-10 % über dem Vorjahr.

    Und die Einkommen von Hartz4-Empfängern und Frührentnern mit geringer Rente sind um Null Prozent gestiegen.

    Die Statistik der Regierung ist mal wieder Fake-News.

  4. Für alle die hier unken, die statistischen Angaben sind ziemlich gut und treffen die Realität ausgezeichnet. Die Werte sind für den angegebenen Durchschnitt richtig. Da liegt die Manipulation nicht!

    Man darf halt nicht vergessen wie sich die Inflation zusammensetzt, z.B. haben Wohnkosten einen Anteil von 20% im Korb. Mieter sind in der Regel drüber, Grundbesitzer darunter. Extreme Verzerrungen gibt es z.B. durch den Preis von Reisen, die Ärmeren reisen praktisch gar nicht, dennoch errechnet sich die Gesamtinflation auch aus solchen Posten.

    Der zweite Teil der Realeinkommen sind die Nominallöhne, die steigen z.B. kräftig in der Oberschicht, sind in den letzten Jahren in der Unterschicht dagegen sogar nominal gefallen.

    Wenn die gefühlte Inflation höher liegt bedeutet das daher eigentlich nur, das man unter dem Durchschnitt liegt und zu den Verlierern gehört, das Gefühl kann also sehr richtig sein, die Mittelwerte stimmen dennoch.

    • Nein, die Mittelwerte stimmen nicht.

      Dies merkt man aber erst, wenn man sich mit den mathematischen Details der Mittelwertrechnung beschäftigt.

      Die Fake-News der Regierungsstatistik berechnen einen arithmetischen Mittelwert, dies ist aber das falsche mathematische Werkzeug, da der arithmetische MW nur für lineare Funktionen anwendbar sind.

      Der Graph des Gini-Indexes Deutschlands hingegen hat eher die Form einer Potenzfunktion mit Vorfaktor. Man müßte also einen quadratischen- oder kubischen Mittelwert berechnen und käme zu ganz anderen Werten als die Fake-News der Regierung. (Aber das versteht der geschätzte Leser wahrscheinlich genausowenig wie meine Mathelehrer am Gym, denen ich das zu erklären versuchte. Na, auch egal.)

      Also, die Statistik der Regierung ist nicht nur verlogen, sondern auch mathematisch falsch.

      • Das ist aber kein Fehler Richard, es wird ja genau angegeben was berechnet wird, die Berechnung selbst ist richtig. Sie sind der Meinung die Berechnung müsste anders sein, deswegen ist eine MIttelwertangabe aber nicht falsch. Sie drückt halt die Enwicklung in Deutschland nur unzureichend aus, falsch ist sie aber nicht. Es ist jedem klar, dass ein Einkommenszuwachs von 1. Mio/Jahr bei einer Person und 1.000 € Verlust bei 1.000 Menschen in der amtlichen Statistik eine Nominalstagnation bedeuten würde. Genau deshalb habe ich ja geschrieben, daß die statistische Endzahl von Realzuwachs und die gefühlte höhere Inflation kein Gegensatz sind, sondern beides wahr sein kann, man gehört halt zur falschen Gruppe.

        • Wie schon geschrieben: Die meißten Menschen verstehen nicht, dass ein arithmetischer Mittelwert auf eine nichtlineare Funktion angewendet schlicht ein falscher Mittelwert ist.

          Mit "gefühlt" hat das nichts zu tun – das ist schlicht mathematisch falsch.

  5. @Richard, im übrigen gibt es näherungsweise Zahlen dazu. Vor ein paar Jahren gingen die Zahlen einer Bank zum Vermögen der Privaten Menschen in den Eurostaaten rum. Da hatten die Medien ganz schöne Probleme den Fokus auf den MIttelwerten zu halten und die Medianwerte möglichst nicht zu diskutieren, denn da sah man die gewaltige Schieflage gerade hier bei uns.

  6. Klar, aber nur wenn man die dicke Kohle der Manager und Profi-Fußballer mit einbezieht und daraus dann einen Durchschnitt bildet der zwar komplett Brühe ist, aber die Propaganda steht ja auch im Vordergrund.

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