Bild: Wikimedia Commons/Axel Springer AG CC-BY-SA-3.0-DE

Axel Springer-Chef Döpfner kritisiert Fake News-Zensur: „Schlimmer als Orwell“

Die geplanten Zensurmaßnahmen von Facebook im Zuge der Fake News-Debatte führen zu wachsender Kritik. Auch Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer-Verlages, geht nun auf Distanz zu Correctiv und Co. Das Rechercheprojekt versteigt sich seinerseits in wilde Verschwörungstheorien.

Via RT Deutsch

Deutliche Ablehnung äußert der Vorsitzende des Axel Springer-Verlages, Mathias Döpfner, im Interview mit der Presseagentur dpa hinsichtlich der geplanten Zensur-Infrastruktur auf Facebook und der Ankündigung der Bundesregierung, ebenfalls gegen sogenannte Fake News vorgehen zu wollen: "Ich rate zu mehr Ruhe und finde es falsch, dass professionelle Medien jetzt sozialen Medien helfen sollen, Fake News zu identifizieren und Fakten zu checken."

Und weiter: „George Orwell war harmlos dagegen. Ich habe den Eindruck, dass gerade ein paar Grundprinzipien freiheitlicher Gesellschaftsordnung mit Füßen getreten werden“, so Döpfner. Ohnehin seien „Fake News“ kein neues Phänomen. Schon seit Jahrhunderten tauschten Menschen auf Marktplätzen oder in Kneipen Gerüchte aus. Mit dem Aufkommen Sozialer Medien wie Facebook sei das Problem allenfalls offensichtlicher geworden. Damals wie heute gelte jedoch, dass Journalisten die eigentlichen „Fact Checker“ seien.

Empört zeigt sich Döpfner auch über das Vorhaben seitens Facebook, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beim Kampf gegen Fake News ins Boot zu holen. Der Versuch „Gebührengelder zu missbrauchen“, um die Glaubwürdigkeitskrise des Silicon Valley-Konzerns zu lösen, mache ihn sprachlos.

Döpfner, der neben seiner Führungsrolle im Hause Axel Springer auch als Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger fungiert, ist mit Blick auf die Berichterstattung zum Brexit und dem neuen US-Präsidenten Donald Trump überdies durchaus auch zur Selbstkritik fähig: "Vielleicht haben wir auch durch weltfremde Political Correctness Vertrauen eingebüßt."

Den offenkundig wachsenden Graben zwischen politischen und medialen Eliten auf der einen und der Bevölkerung auf der anderen Seite will Döpfner künftig ernster nehmen. Einiges klingt dabei wie eine Generalabrechnung mit dem herrschenden Mainstream und wirkt in Zeiten von Kontaktschuldprinzip und Redeverboten durchaus überraschend: "Ein guter Journalist redet mit jedem, auch mit halbseidenen Figuren, zur Not auch mit Verbrechern und Diktatoren, aber hält bei allen, selbst bei Idealisten und Weltverbesserern, den nötigen Abstand. Und dieser Abstand ist in einigen Fällen immer geringer geworden."

Bis zum sogenannten Recherchebüro Correctiv oder gar zu Facebook scheinen Döpfners Worte jedoch noch nicht durchgedrungen zu sein. Auf die durchaus mannigfaltige Kritik nach der Ankündigung, das dubiose Projekt Correctiv zum Wächter über die Wahrheit zu ernennen, reagierte dessen Herausgeber David Schraven bisher nicht direkt. Äußerst ungelenk macht es sich Schraven stattdessen in der Opfer- und Märtyrerrolle gemütlich. Im Kampf um die Wahrheit werde man von dunklen Mächten attackiert.

Zu diesen, so Schraven, gehöre auch Der Spiegel, welcher nur deshalb einen kritischen Artikel über Bodo Hombach veröffentlicht hatte, weil dieser – in seiner Funktion als Ethikrat-Gründungsvorsitzender von Correctiv – nicht mäßigend auf Schraven eingewirkt habe. Zuvor, so Schraven, soll Michael Maier, Herausgeber der Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN), Hombach erpresst haben, da Correctiv Maiers Publikation als „Medium der Rechten“ diskreditiert hatte. Die fehler- und lückenhafte Correctiv-Recherche mühte sich mit ähnlichen Vorwürfen auch gegen RT Deutsch ab.

Schraven postuliert weiter: Nachdem Hombach sich weigerte, seinen Einfluss in Sachen DWN vs. Correctiv geltend zu machen, erschien im Spiegel ein Hombach-kritischer Artikel, der einen mutmaßlich schmutzigen Immobiliendeal zwischen Hombach und der Brost-Stiftung, welche auch der Hauptfinanzier von Correctiv ist, thematisiert.

Inwiefern der Herausgeber der Deutschen Wirtschafts Nachrichten die Berichterstattung des Spiegels beeinflussen kann, bleibt weitestgehend offen. Möglicherweise gelang Maier dies über Bande durch Kontakte zur Wochenzeitung Stern, deutet Schraven an. Es klingt nach einer wilden Verschwörungstheorie, oder eben nach Fake News. Doch zum Glück für Correctiv ist man ja künftig selbst Herr über die Wahrheit. In der Tat: Orwell war harmlos dagegen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf RT Deutsch und wurde im Rahmen einer Contentpartnerschaft übernommen.

13 comments

  1. Empört zeigt sich Döpfner auch über das Vorhaben seitens Facebook, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF beim Kampf gegen Fake News ins Boot zu holen. Der Versuch „Gebührengelder zu missbrauchen“, um die Glaubwürdigkeitskrise des Silicon Valley-Konzerns zu lösen, mache ihn sprachlos.

    Hat dieser Irre den Schuss nicht gehört? Will der uns verarschen? Die öffentlich-rechtlichen Pressenutten als der Hüter der Wahrheit? Hallo?!?!?! It es nicht eher genau umgekehrt? Die GEZ-Steuer dient doch genau dazu, die Leute mit 8+ Mrd. Euro zu verarschen!

    Hat der nicht kapiert, dass FB auf Verlassung des von USrael ferngesteuerten Berliner Politpuffs zensiert?

    Fuck you, Döpfner! Und auch dein Scheißblatt!

    • Man kann wirklich nur noch mit dem Kopp schütteln. Ich möcht eigentlich nur noch aus purer wissenschaftlicher Neugier wissen, was die einfahrn, um einen derartigen Realitätsverlust zu erleiden.

      Solche verirrten Realitäten lassen sich nicht mehr mit purem Lügen verwechseln. Lügen könnte man irgendwie nachvollziehen, aber das hier, ist eindeutig was völlig anderes.

    • Lese ich das falsch oder ihr? Soweit ich es lese ist Döpfner DAGEGEN das Facebook mit den Öffentlichen gemeinsame Sache machen will und sagt das die ganze fake news Klamotte schlimmer ist als 1984 und das Grundrechte mit Füssen getreten werden… 

      warum schimpft ihr über ihn?

  2. Herr Axel Springer als ich noch blöde war habe ich ihr Müllblatt auch gelesen und diesen Volksverderber ARD und ZDF angeschaut. Wenn man Jahre lang verarscht wird und aufwacht ist aus diesen Irrsinn ist kein Raum mehr für ihr Geschwätz. Faschistisches Geschwafel will heute kaum mehr lesen oder hören vor allen nicht wenn man diese SED Gangster damit unterstützt.

  3. Na,  der Bilderberger hat's erkannt ! 

    Oder was steckt sonst noch hinter seiner Aussage ? !

  4. USA sabotierten 81 Wahlen zu ihren Gunsten – auch in Deutschland

    Unterdessen zeigt Ken Jebsen auf, dass die USA zwischen 1946 und 2000 insgesamt 81 Wahlen im Ausland zu ihren Gunsten beeinflusst hatten. Auch in Deutschland.

    „Helmut Kohl war im Amt und hätte es möglicherweise nach der Wiedervereinigung noch einmal geschafft, aber die Amerikaner planten damals schon, Jugoslawien zu zerschlagen. Um dort dann unter anderem den strategischen Stützpunkt Bondsteel aufzubauen“, so Jebsen.

    Der Journalist beruft sich dabei auf die Aussage von Jochen Scholz – damals in der SPD-Wahlkampfzentrale tätig – der sagte, dass es im Wahlkampf im Frühsommer 89 ein Meeting zwischen dem damaligen Kanzlerkandidat Gerhard Schröder, dem künftigen Außenminister Joschka Fischer und anderen Politikern gab.

    Danach habe Scholz erfahren, „dass über das Thema Kosovo gesprochen wurde, und zwar – natürlich nicht in irgendeiner verbindlichen Form – sondern man hat das so ausgedrückt: also wenn es da mal zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, dann erwarten wir schon, dass die neue Bundesregierung unter Schröder sich dann auch mit militärisch engagiert.”

    In 1999 ist es auch tatsächlich zu einer deutschen völkerrechtswidrigen Kriegsbeteiligung in Ex-Jugoslawien gekommen. Dieser Krieg, so Scholz, wäre unter Helmut Kohl garantiert nicht zustande gekommen…

  5. Das ist schon dummdreist zu nennen, das dieser aalglatte Bilderberger und ergebene Handlanger des Geldadels da von sich gibt. Bei ihm, in "seinem" Verlag, müssen die Journalisten, bevor sie auch nur eine Zeile von sich geben,  schriftlich ihre Unterwürfigkeit gegenüber den transatlantischen Freunden bestätigen. Und das läuft bei ihm unter "professioneller Medienarbeit"?

  6. Döpfner , das ist doch der, der sich hinter  Böhmermann letztes Jahr gestellt hat und auf die

    Kunst und Satirefreiheit gepocht hat.

    Wieviele "Persönlichkeiten" vereint dieser Mann in sich?

  7. Pharisäer!

  8. „Ich bin ein nichtjüdischer Zionist. Israel ist ein Land, dessen Existenz gesichert werden muß … Mein Freiheitsbegriff steht über dem Dreieck: Amerika, Israel, Marktwirtschaft.“ Und Deutschland? Das hat laut Döpfner seine „Bewährungsprobe“ noch nicht bestanden. „Für mich ist der Beweis, ob Deutschland wirklich freiheitsfähig ist, im umfassendsten Sinne, noch nicht erbracht.“

    Wer hat Leo Kirch verraten und bewusst an die Wand gefahren, damit die Juden wieder die Mehrheit am Springer-Verlag geschenkt bekamen?

    Wer geht mit Haim Saban ins Bett?

    Wer lässt von Scharlotte Knoblauch mit einem ekelhaften Schoafhorn einen blasen?

    Der Pharisäer Döpfner, für den, genau wie für Moshe Schulz, Deutschalnd's Existenzrecht darin besteht von den Saujuden ausgeplündert zu sein.

    Welcher ein widerlicher Günstling, Wendehals, Opportunist - für einen Schekel verkauft dieser Hurenbock sogar seine Großmutter.

    • Dietrich von Bern

      Axel Springer, der Krypto-Jude, der mit 6 Mio US-Dollar CIA-Hilfe, das soft-porno Blatt, die Blöd-Bild aus der Taufe hob:

      "Der Weg eines (erfolgreichen) Verlegers führt über Jerusalem nach Berlin!"

      Noch Fragen Kienzle, woher der Mossad-Wind weht?

       

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