Willy Wimmer: “Was die Eliten in Washington treiben, könnte in einen Bürgerkrieg münden”

Die liberale Demokratie, in deren Namen Medien und Polit-Eliten versuchen, das Kabinett Trump I in den USA zu unterminieren, zeigt sich auffallend illiberal, wenn das Volk unerwünschte Entscheidungen trifft. Willy Wimmer hält dies für äußerst gefährlich.

Via RT Deutsch

Das US-Polit-Establishment lässt keine Gelegenheit ungenutzt, um den designierten US-Präsidenten Donald Trump zu diskreditieren. Laut dem ehemaligen verteidigungspolitischen Sprecher der CDU/CSU, Willy Wimmer, soll es ihm dadurch so schwer wie möglich gemacht werden, von der Kriegs-Agenda bisheriger US-Regierungen abzurücken und unter anderem ein besseres Verhältnis zu Russland aufzubauen

Willy Wimmer zu RT: "Wenn Sie sich die aktuelle Situation in Washington ansehen, denke ich, dass diejenigen, die die Wahl verloren haben, nicht gewillt sind, den neuen Präsidenten mit Namen Trump zu akzeptieren. Was die Eliten in Washington treiben, könnte in einen Bürgerkrieg münden", so der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU und parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung.

Willy Wimmer, der darüber hinaus auch als ehemaliger Vizepräsident der Parlamentarischen OSZE-Versammlung tätig war, äußerte gegenüber RT die Ansicht, dass es sich bei den politischen Gegnern Trumps nicht nur um Mitglieder der Demokratischen Partei handelt, die alles auf einen Sieg Hillary Clintons gesetzt hatten. Auch neokonservative Republikaner wie Senator John McCain sind Teil der politischen Front der Washingtoner Elite. Sie alle möchten es verhindern, dass Donald Trump seine Pläne zur Verbesserung der Beziehungen zu anderen Staaten umsetzt. Laut Wimmer würde die Implementierung der von ihm skizzierten Außenpolitik deren kriegstreiberischem Weltbild einen Strich durch die Rechnung machen.

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Wimmer ist der Ansicht, dass die verunglimpfende Darstellung Trumps in den Medien stark an die Dämonisierung Russlands in den Mainstreammedien erinnert und fügt hinzu: "Es gibt ein Netzwerk des Widerstands gegen den Präsidenten, der am 20. Januar sein Amt antreten wird und ich denke, wenn Sie sich mal die Realität in Europa ansehen, die Menschen überall in Europa – sie möchten gute Beziehungen mit der Russischen Föderation. Es gibt im Grunde keine Feindschaft [zwischen Russland und Europa]. Die Feindschaft wird künstlich geschaffen und das geschieht auf die gleiche Weise wie die Erzeugung der Feindseligkeit, wie wir sie heute gegen Trump erleben."

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Wimmer vertritt die Meinung, dass die "Schmierenkampagne" gegen Donald Trump mit immer neuen Beleidigungen und Verleumdungen aktuell "in allen führenden Zeitungen weltweit auf Hochtouren läuft". Das Hauptziel hinter all diesen enormen Anstrengungen sei es, "es dem neuen US-Präsidenten unmöglich zu machen, eine bessere Politik zu betreiben und nicht wie andere als Kriegstreiber zu enden".

Die Kampagne lasse erkennen, dass hinter ihr Netzwerke stehen, die nur in dem Maße bereit sind, demokratische Entscheidungen und verfassungsmäßige Vorgaben zu akzeptieren, wie es in ihre Agenda passt: "Das macht sehr deutlich, dass es sich um ein Netzwerk des demokratischen und republikanischen Kriegs-Establishments in Washington handelt, und sie sind nicht gewillt, die Wahlen zu akzeptieren."

Weiter argumentiert er, dass sich nach der Wiedereingliederung der Krim in die Russische Föderation die Beziehungen zwischen Europa und Russland erst dramatisch verschlechtert hätten, nachdem sich "etwas […] in der US-Politik veränderte". Wimmer erklärt: "Nun sind wir in der Situation, dass, was auch immer sie tun, alles, was sie tun können, auch in Hinblick auf die nächsten Wahlen in Deutschland, darauf ausgelegt ist, Gründe für einen neuen Konflikt oder sogar Krieg zu finden."

Demnach seien die aktuellen Spannungen in einer zunehmend polarisierten Welt "die dramatischsten Tage unserer Lebzeiten". Um eine Konfrontation zu verhindern, empfiehlt Wimmer, sich nicht auf wenige Interessen zu stützen, sondern "das große Ganze im Auge zu behalten". "Ich denke, jeder in Europa wünscht sich, einen Trump im Amt zu sehen, der die Politik verfolgt, die er im Wahlkampf erklärt hat, nämlich sich für gute Beziehungen mit anderen Staaten einzusetzen, auch mit Russland", sagte Wimmer und fügte hinzu, dass es "keinen Grund für Europa gibt, sich feindselig gegenüber der russischen Bevölkerung oder der russischen Regierung zu verhalten".

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Seit den Tagen des US-Wahlkampfs wird Trump durch die US-Mainstreammedien und Vertreter des demokratischen Polit-Establishments ohne Vorlage von Beweisen verdächtigt, über Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verfügen. Demnach handele es sich bei Trump um eine "Marionette Putins".

Auch soll die russische Regierung über kompromittierendes Material über den designierten US-Präsidenten verfügen, um ihn, einmal im Amt, notfalls erpressen zu können, sollte er eine für Russland unvorteilhafte Politik verfolgen. Diesbezügliche Berichte sollen jedoch lediglich den Hoax einer rechtsgerichteten Forentroll-Gemeinde zur Grundlage haben. Diese wollte durch gefakte Dokumente die Geheimdienste und Trump-kritische Medien vorführen.

Donald Trump lässt derweil keine Möglichkeit aus, die Anschuldigungen zurückzuweisen und sie wie zuletzt bei seiner ersten Pressekonferenz seit einem halben Jahr als "Fake News" zu bezeichnen. Nach Veröffentlichung des Berichts über angebliche russische Hackerangriffe durch due US-Nachrichtendienste erklärte Trump auf Twitter: "Ein gutes Verhältnis zu Russland ist eine gute Sache, nicht eine schlechte Sache. Nur 'dumme' Leute oder Idioten können glauben, dass das schlecht ist! Wir haben auch so schon genügend Probleme rund um die Welt. Wenn ich erst Präsident bin, wird Russland uns sehr viel mehr respektieren, als sie es jetzt tun. Beide Länder werden, vielleicht, zusammenarbeiten, um einige der großen und drängenden Probleme der WELT zu lösen."

Dieser Artikel erschien zuerst auf RT Deutsch und wurde im Rahmen einer Contentpartnerschaft übernommen.

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17 Kommentare

  1. Der Willy soll nicht immer so ´rumwimmern. Ich kann das Gejammer von diesem Kerl nicht mehr hören. Erstens ist er nicht der Willi von der Biene Maja und zweitens könnte uns das in Deutschland auch bevorstehen.

    Oder ist er etwa der Ansicht, daß es Spaß macht 70 Jahre in einer faschistischen militärischen US-Besatzungszone BRD und einem Zwangsschulsystem mit „Holocaust-Schuld-Erinnerung“, ein Zwangsabonnement für das „Konsum-Weck-Fernsehen“ und die Zwangsarbeit durch das abschreckende repressive „asoziale Hartz-IV-System“ auf die Dauer Spaß dem Deutschen Volk machen würde?

    Die Bundesregierung hat sich mit der Reichsbürger-Aktion selbst TERMINIERT

    https://aufgewachter.wordpress.com/2016/11/07/die-bundesregierung-hat-sich-mit-der-reichsbuerger-aktion-selbst-terminiert/

    1. Das was er macht hat Hand und Fuß. Er vetritt schon politisches Gewicht und menschliche Größe. Es gibt zu wenig Willis unter uns…

      1. find ich auch, willy wimmer ist schon top, auch wenn er in der beschissen neoliberalen cdu ist.  nur wenige sprechen die dinge so an wie er.

        1. Schon komisch, daß die Leute immer alle anfangen, kritisch zu labern, sobald sie aus dem aktiven Dienst heraus sind. Wimmer, Geißler, diverse Oberstleutnant werden dann zum Oberstleugner … schon irgendwie merkwürdig. Aber jahrelang die größen Bezüge schmarotzen auf die ein Hartz-IV Empfänger in seinem ganzen beschissenen Leben nie kommen wird. Sehr glaubwürdig dieser Wimmer!

          1. Ja eben, gar nicht glaubwürdig.

            Wahrscheinlich verdient er sich mi seinem Gelaber noch ein nettes Zubrot.

            Den meisten hier fällt das allerdings nicht auf. Sind halt alles nur Mitläufer.

          2. Mann, Frau, das wurde hier schon vor Monaten gepostet, nicht zuletzt von mir. Also hör endlich mit deiner dämlichen Anmache auf !!!!!!

          3. Grotesk ist das einige sich daran stoßen das Wimmer Wahrheiten anspricht.Ob das nun geschieht und nicht schon früher (Wimmer hat einen Natoatomkriegstest unter Protest verlassen,in seiner Amtszeit) ist nicht von Belang.Die Zeiten haben sich auch geändert und das Politpersonal in Berlin scheint auch völlig von der Rolle(Leyen) zu sein.Nein,wir müssen froh sein wenn es noch Lafontaines,Schulze-Rhonhof und Günzel gibt.Wenn es die nicht gäbe müßte man sie erfinden.Nicht meckern-loben!!!

  2. Sollen die sich doch gegenseitig die Schädel einschlagen mich juckt das nicht. Dann haben wir vielleicht hier mal ein bisschen Ruhe vor diesen Gangstern. Wichtiger für mich ist das Europa sich  nicht noch tiefer in so einen Wahnsinn treiben lässt.

  3. Die Chance!!!

    Ich hatte, diese wunderbare Idee! Gott sieht sich die Politiker
    an. Wie sie die Rüstung hoch treiben. Wie sie sich Feinde erschaffen.
    Wie sie, sinnlos Kriege, beginnen. Und dann, die Welt, zur Explosion
    bringen. Und dann denkt Gott nach. Was ist, bei der Erschaffung der
    Politiker, falsch gelaufen? Und er weiß: "Sie hatten Herz! Aber ein
    schlechtes Gedächtnis! Also, verbessert er ihr Gehirn!" Und er weiß:
    "Sie hatten einen starken Willen! Aber das falsche Wissen! Also,
    verbessert er ihre Bildung!" Und er weiß: "Sie hatten gute Absichten!
    Aber eine starke Gier! Also, verbessert er ihr Gewissen!" Und der
    bessere Politiker ist geboren. Und Gott, gibt Ihnen eine zweite Chance!"

    Ich hatte diese wunderbare Idee. Gott sieht sich die Reichen an. Wie
    sie die Welt besitzen wollen. Und dabei nur Armut hinterlassen. Und
    dann denkt Gott nach. Was ist, bei der Erschaffung der Reichen, falsch
    gelaufen. Und er weiß: "Sie hatten Liebe! Aber ein schlechtes Mitgefühl!
    Also, lässt er ihre Seele lebendig werden! Und er weiß: "Sie hatten
    gute Prinzipien! Aber eine starke Gier! Also, lässt er sie wieder an die
    Gerechtigkeit glauben!" Und er weiß: "Sie hatten gute Träume! Aber
    keinen Blick für die Wahrheit! Also, lässt er sie wieder Sehen was
    wichtig ist!“ Und der bessere Reiche ist geboren. Und Gott, gibt Ihnen
    eine zweite Chance.

    Ich hatte diese wunderbare Idee. Gott sieht sich die Menschen an. Und
    das sie ohne Hoffnung sind. Und dann, nicht mehr das Gute, sehen.
    Und dann denkt Gott nach. Was ist, bei der Erschaffung der Menschen,
    falsch gelaufen. Und er weiß: "Sie hatten alle Träume! Aber Ihr Glaube
    hat nicht gereicht! Also, lehrt er sie das Reden neu!" Und er weiß:
    "Sie hatten Gedanken und Wünsche! Aber sie haben nicht ihre Macht
    gesehen! Also, lehrt er sie wieder das Lächeln!“ Und er weiß: "Sie hatten
    Familie und Freunde! Aber sie wollten nur, ihre Pläne, verwirklichen!
    Also, lehrt er sie wieder Umarmungen und Küsse! Und der bessere
    Mensch ist geboren. Und Gott, gibt Ihnen eine zweite Chance!

    Ich hatte diese wunderbar Idee. Ich wache auf. Und meine Behinderung
    ist verschwunden. Und der Krebs! Und dann wusste ich das passiert
    nicht. Aber ich dachte mir: "Glaube weiter an deine Träume!" Und ich
    denke, wenn ich Gott begegnen würde. Dann würde ich ihm sagen:
    "Bevor die Welt explodiert! Und uns um die Ohren fliegt!" Dann lass
    uns doch darüber nachdenken: "Wie die Menschen wieder die Blumen
    sehen! Wie die Menschen wieder Lieder singen! Wie die Menschen
    wieder Gespräche führen!“ Und ich weiß: "Wenn er meine Gedanken
    kennt! Dann bekomme ich auch eine Antwort!" Und bis dahin, werde
    ich einen Tee trinken. Musik hören. Und ein paar Freunde anrufen!

    (C)Klaus Lutz

    Ps: Am 3112.2016 um 20:17 Uhr zuerst auf.
    http://www.e-stories.de veröffentlicht!

      1. Von Dostjewski habe ich wirklich viel gelesen. Aber nicht den Großinquisitor! Dosojewski ist für mich der "Gott der Prosa" Der Mann ist und bleibt unerreichbar. Der Spieler hat er in 14 Tagen geschrieben. Und "Der Idiot" oder die "Brüder Karamasow" das ist einfach pure unerreichbare Literatur! "Den Großinquisitor" hole ich noch nach. Grüße Klaus

        1. Jetzt habe ich auf Google nach gesehen. Da mir einiges mit dem Großinquisitor merkwürdig vorkam. Und fest gestellt, das der Großinquisitor ein Teil von Brüder Karamasow ist. Und mich dann auch wieder, an diesen Teil, erinnert. Muss aber, zu meiner Schande gestehen, das ich die Brüder Karamasow vor 11 Jahren im Krankenhaus gelesen habe. Und jeder andere Kontakt mit Büchern von Dostojewski schon vor über 30 Jahren statt fand. Oh lalalala! So ist das Leben. Ich bitte um Nachsicht! Grüße Klaus

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