Sahra Wagenknecht. Bild: Flickr / DIE LINKE Nordrhein-Westfalen CC BY-SA 2.0

Sahra Wagenknecht fordert eine eigenständige europäische Sicherheitspolitik unter Einbeziehung Russlands ein. Die NATO solle aufgelöst werden.

Von Marco Maier

Angesichts der jüngsten Äußerungen von Donald Trump sieht Linksfraktions-Chefin Sahra Wagenknecht in der bisherigen transatlantischen Sicherheitsarchitektur keine Zukunft mehr. "Die Ankündigungen des zukünftigen US-Präsidenten legen gnadenlos die Fehler und Versäumnisse der Bundesregierung offen", sagte Wagenknecht den Funke Zeitungen. Die NATO müsse aufgelöst werden und durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Einschluss Russlands ersetzt werden, betonte sie.

Eine solche kontinentale Sicherheitsarchitektur, die faktisch von Lissabon bis Wladiwostok reichen würde, wäre auf jeden Fall ein gewaltiger euroasiatischer Block und insbesondere für die Europäer eine logische Konsequenz aus den geopolitischen Gegebenheiten.

Vor allem jedoch müssten sich die Europäer dann nicht mehr an irgendwelchen militärischen Abenteuern zugunsten der Wall Street beteiligen, sondern können sich auf die Sicherung des eigenen Territoriums konzentrieren. Die NATO als Relikt des Kalten Krieges ist auf jeden Fall obsolet.

14 KOMMENTARE

  1. Dafür könnte es aber schon zu spät sein.

    Russland ist nicht der Köter der EU, den man treten kann und der einen dann bei Bedarf schützen soll. Es deutet einiges darauf hin, daß sich nun eine eigenständige Sicherheitsarchitektur zwischen den USA und Russland entwickeln könnte, bei denen die übriggebliebenen transatlantischen Stieffellecker aus der EU dann "obsolet" werden.

    An Putins Stelle würde ich mit Trump in die Sauna gehen, beim Pipelinebau nach Ostasien Sonderschichten einführen, die Sanktionen gegen die EU ausweiten und der europäischen Restnato eine Frist setzen, bis zu der sie sich an die einst vereinbarte Oder-Neiße Grenze zurückzuziehen hat.

  2. Das klingt gut, die Usa haben uns gezeigt wie man die halbe Welt zerstört und wie man demokratische Massenmorde begeht. Für den Frieden kämpfen wie lächerlich so geht das nicht. Was die Usa mit Frieden meint kann ich mir nicht erklären, vielleicht die hunderttausende Zivilisten die jetzt in Frieden ruhen unter der Erde. Diesen Verbrechern und Massenmördern muss Einhalt geboten werden. Unser Land muss gesäubert werden von diesen Faschistenbanden und nicht menschlichen Abschaum.

  3. Wer ist denn Frau Wagenknecht innerhalb ihrer Partei? Das Gros der Genossen denkt doch bei ihrem Namen an Holzsammeln für eine Hexenverbrennung.
    Und NATO – Austritt? Google „gysi depeschen us botschaft nato“. Alles Falsche Fuffziger.

  4. Liebe Sarah, gegen wen sollte dieses System teuer aufgeblasen werden? Wäre es doch nicht einfacher die Waffen ruhen zu lassen und die Millitär-Industrie stillzulegen?

    • Da schütten Sie das Kind mit dem Bade aus.

      Nein, es bedarf eines Militärs, allerdings in einer vernünftigen Politik eingebettet und von Leuten geführt, für die Krieg im Prinzip die Ultima ratio ist.

      Jedes Lebewesen verteidigt sich, auch jede Gemeinschaft.

      Wenn man das Militär abschafft, dann knüpft man nahtlos an Merkel an und kann keine Grenzen verteidigen! Auch nicht gegen nicht erwünschte Wirtschaftsmigranten!

  5. Eine Auflösung der Nato würde reichen. Sicherheitspakte sind immer auch Beistandspakte, und die haben eben den Nachteil, dass sie lokale Kriege auf ganze Kontinente ausweiten. WK1 ist das beste Beispiel.

    Dass es in Europa nicht ohne Russland geht, da hat die Wagenknecht Recht. Nur passt das dem großen Bruder so gar nicht in seinen politischen Kram. Eine Entente Russland/EU wäre für die USA militärisch und vor allem wirtschaftlich eine Katastrophe. Die geplante Bank von China bis zur Bretagne machte den Dollar zu einer lokalen Währung der völlig überschuildeten USA. Die werden das mit  a l l e n  Mittel verhindern. Googeln unter Stratfor/Friedman.

  6. Wie immer hat Fr. Wagenknecht recht. Nur traurig das die Links- Partei den gleichen Flüchtlinge Kurs von Merkel folgt – sonst wäre sie wählbar gewesen.

    Wie alle Parteien lehnen sie den Schutz unserer Grenzen ab .

  7. Man sollte sich davor hüten, sich Herrn Putin immer als jemanden vorzustellen, der für alle nur das Beste will. Auch Russland verfolgt seine geosttategischen Ziele. Ein Sicherheitssystem mit Einbeziehung Russlands bedeutet, dass wir anstatt unter dem Einfluss der Nato unter der Fuchtel der Russen stehen. Nichts anderes wird passieren. Der Stärkste gibt vor, wie der Hase zu laufen hat.

    Eine Zusammenarbeit mit den Russen würde auch bedeuten, das die Nato ihre Koffer packen müsste. Trotz Herrn Trump wird das nicht passieren. Ohne Europa verlieren die Amis ihren Einfluss auf den nahen und mittleren Osten und Afrika.

  8. Was nützt der schönste Kanarie, wenn er solche Weisen  in einem Käfig voller Narren zwitschert. Hinzu kommt, dass einige seiner Liedchen auch nur dem Untergang dienen. 

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