Char / FMC 2C mit Besatzung.

Geplant war ein Artikel, in dem auf Basis historischer Geschehnisse rund um den französischen Kampfpanzer FCM 2C Ableitungen auf heutige politische Entscheidungen, Mediendarstellungen und anderes gezogen werden sollten. Als Basis sollte die historisch – und so auch im Internet – bekannte Geschichte des FCM 2C auch Char 2C genannt, dienen. Bei genauer Betrachtung passten die Geschichten der verschiedenen Internet-Quellen nicht zusammen. Interssant, was am Ende herauskam. Char / FCM 2C als Urgroßvater der F35?

Von Viribus Unitis

Wir leben in einer Zeit, in der Waffensysteme hymnisch verehrt und bezüglich ihrer Leistungen in Höhen gehoben werden, die Sience-Fiction Träume als real erscheinen lassen. Die Medien werden nicht müde uns mit immer neuen Superlativen zu füttern. Wir bekommen gesagt, der US-Flieger F22 ist "stealth" maximal, der F35 noch besser und traumhaft, der deutsche Leopard 2 ist der beste Kampfpanzer der Welt und … vieles mehr. Alles super, wobei super reicht nicht mehr aus, auch ultra reicht nicht mehr – alles hyper, das passt gerade noch. Wir leben in einer Zeit der Waffenpropaganda, die dazu dient die Bevölkerung kriegsbereit zu machen, weil sie glaubt, mit den überlegenen Waffen jeden Krieg gewinnen zu können.

Ist das neu? NEIN! Gabs das schon früher? JA!

Die Geschichte um den Char 2C wie sie im Internet zu lesen ist geht so. Char 2C, bester Kampfpanzer der Franzosen, leider nur 10 Stück gebaut. Allem überlegen was sich damals Panzer nannte. Das Internet ist ausführlich in der Darstellung des Werdeganges des 2C, aber sehr sparsam im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Deutschen. Dargestellt wird in knappen kurzen Worten, der 2C hatte Pech an einem Bahnhof – andere Quellen sagen auf freier Strecke – wo 6 Panzer auf Grund des Fehlens von Kränen nicht von ihren Wagen herunterkamen, und wegen der anrückenden Deutschen von den Franzosen selbst gesprengt wurden. Angeblich haben auch die Deutschen einen Panzer erbeutet, der noch 1948 in Ostdeutschland gesehen worden sein soll und wohl in die Sowjetunion gebracht wurde (hat ihn Putin jetzt?). Die anderen Panzer wurden in einem Feuergefecht mit den Deutschen vernichtet. Modifizierungen werden angesprochen, und alles ist klar. 

Am klarsten von Allem ist, dass die Geschichten untereinander nicht ganz zusammenpassen. Also klar ist vor allem dass nichts wirklich richtig klar ist. Das macht neugierig.

Es ging nicht darum die Geschichte des Char 2C in allen Details nun endlich zu wissen, es ging darum zu klären, ob man mit ganz normalen Internet- Infos die Geschichte zusammenpassend darstellen kann. Das war die Herausforderung. Eine zusammenpassende Geschichte mit Beweisführung.

Eine ausführliche – keine hermetische – Beweisführung gelang durch die Fotos aus dem Internet, und partiell die Infos, die teilweise richtig waren, teilweise in falschen Zusammenhang gesetzt wurden, und teilweise sich als absolut falsch herausstellten. Interessant ist auch, dass das Internet die Deutschen als unfähig hinstellt, und die Franzosen … naja Grande Nation eben.

Interssant ist, dass im Internet nur sehr wenige französische Fotos vom Char 2C sind. Die meisten Fotos sind von den Deutschen, die den C2 sehr ausführlich dokumentierten, als sie dies konnten.

Char / FCM C2  >>> Char (=Panzer) FCM= (Hersteller) C2=(Type)

1916 hatte man bei Forges et Chantiers de la Méditerranée (FCM), den Auftrag erhalten einen Kampfpanzer zu konstruieren und zu bauen. Sie hatten zumindest das Geld erhalten. Vom Panzer sah man noch nichts. Zu Jahresanfang 1919 erinnerte man sich, dass man da doch Geld gezahlt, aber keine Panzer bekommen hätte (>>>US-Department of Defense F35? – ewig bezahlt noch immer nicht einsatzfähig). Man sagte FCM sie sollten liefern, irgendwas, sonst müssten sie das Geld zurückgeben.

Im April 1919 "bestellte" das französische Kriegsministerium nach Absprache mit FMC für eheste Lieferung 10 Char 2C. FCM baute normalerweise Schiffe. Man dachte sich also, man baut ein Schiff, stattet es mit einem Kettenantrieb aus und schon kann das Schiff an Land fahren. Der Char 2C oder Char de Rupture (deutsch: Durchbruchpanzer) sollte als Entscheidungspanzer die deutschen Linien durchbrechen. Das Ergebnis war entsprechend. Bei einer Länge von 10,27 m gab es eine Breite von 3,0 m und eine Höhe von 4,1 m. Ein in der Basisversion 69 Tonnen schwerer Koloss, mit Panzerungs-Modifizierung dann 75 Tonnen, was ihn zum schwersten Kampfpanzer aller Zeiten machte.

Nun mögen manche denken – es gab da doch auch noch den schwersten Panzer aller Zeiten, den 187 Tonnen schweren Koloss PzKW VIII Maus, konstruiert von Ferdinand Porsche. Richtig, gab es auch – und auch wieder nicht. Von der Maus wurden nur zwei Prototypen gebaut. Die beiden Mäuse wurden in der Heeresversuchsanstalt Kummerstorf getestet aber nie der Wehrmacht übergeben. Im Unterschied zum französischen Char 2C waren sie nie in aktivem Truppendienst. Deshalb zählen sie nicht.
Man könnte zum PzKW VI Tiger II, auch Königstiger genannt, anmerken, daß er mit 69,7 Tonnen gewichtsmäßig mit dem Char 2C gleichgezogen hat.
Allerdings: der Königstiger war eine gefürchtete Waffe – kein Rohrkrepierer wie der Char 2C.

1921 wurden die 10 Stück Char 2C produziert und geliefert, wobei nach Lieferungen noch bis 1923 "Nachbesserungen" durchgeführt werden mussten (>>>US-Department of Defense Gerald R. Ford ?). Die Bewaffung war im Front-Turm eine 7,5 cm Kanone (ja, bei 69 Tonnen ein 7,5 cm Kanönchen) mit 4 Hotchkiss Mle 1914 8mm-MG die über kleine Kugel-Kasematten nach außen schossen, und hinten ein MG-Turm mit dem MG. Der 30 Tonnen leichtere deutsche "Panther" hatte auch eine 7,5 cm Kanone.

So ein Koloss war auch damals militärisch nutzlos. Aber wer wusste das schon? Die Militärs wussten es natürlich, die Bevölkerung nicht. Also wenn er schon für den Kampf ungeeignet war, konnte man ihn wenigstens als PR-Akteur gut gebrauchen. Genau so wurde er auch eingesetzt. (>>>US-Department of Defense: USS Zumwalt, F22, F35, etc.?)

1926 wurde Char 2C №99 «Champagne» zur Char "2C bis" mit einer 155mm-Kanone aufgerüstet bzw. modifiziert. Die Deutschen registrierten diese Modifizierung als Char 3C. Neue Motoren kamen auch rein. Das Gewicht stieg auf 74 Tonnen. Keine gute Idee. Noch im selben Jahr wurde auf den alten Standard rückgerüstet. (>>>Überall? Planlose Militärs geben sinnlos Geld aus?)

Profan hatte man zuerst alle Panzer einfach von 1-10 durchnummeriert und  Namen von alten bzw. noch bestehenden französischen Regionen gegeben. 1-10, das machte sich propagandistisch nicht so gut. Alle 10 Panzer bekamen aus Propaganda-Gründen erstens höhere Nummern, von 90-99, wobei z. B. die alte №8 «Berry» zur neuen №98 «Berry» wurde. 1939 gab es eine Umbenennung, 97 Normandie wurde in Lorraine umbenannt, weil die Normadie keine Grenzregion zu Deutschland darstellte machte sich Lorraine besser: №90 «Poitou», №91 «Provence», №92 «Picardie», №93 «Alsace», №94 «Bretagne», №95 «Touraine», №96 «Anjou», №97 «Normandie / Lorraine», №98 «Berry», №99 «Champagne».
Der Panzer hatte Image. Man posierte gerne, auch mit den Ehefrauen, vor dem Char 2C.

Als der Krieg zu schwelen begann und dann auch ausbrach, begann das französische Militär sein Kriegsgerät "aufzupolieren". Auch die Char 2C wurden dabei einer Generalüberholung unterzogen. Man erkannte, dass man wohl in den letzten Jahren die Wartung der Char 2C "etwas vernachlässigt" hatte. 3-4 Panzer – immer die gleichen – hatte man immer bewegt, die restlichen 6 Panzer standen nur als Lagergut herum. Standschäden von nachhaltigem Ausmaß waren entstanden, umfangreiche Reparaturen wurden notwendig (>>>Das dürfte Militärs bekannt vorkommen).

Der Antrieb der Char 2C war Diesel-Elektrisch. Das heißt: zwei Motoren mit je ca. 250 PS Leistung trieben jeweils einen Generator an und diese beiden Generatoren lieferten den Strom für jeweils einen Elektromotor, die die Panzerketten antrieben. Eine Motor-Generator-E-Motor- Einheit für jede Kette. Das Prinzip ist bei Diesel-Elektrischen Lokomotiven weit verbreitet, wobei, die Lokomotiven haben nur einen Motor und einen Generator (nicht zwei wie Char 2C).

Die eingebauten Mercedes-Motoren die man aus Reparationsleistungen der Deutschen erhalten hatte und die die Generatoren des Char 2C antrieben, waren scheinbar partiell irreparabel. Man ersetzte sie durch Maybach-Motoren, die man 1919 ebenfalls aus Reparationsleistungen erhalten hatte und die seither im Puteaux Arsenal gelagert waren. Damit war zumindest das Motoren-Problem gelöst.

Die Motoren waren ziemliche Säufer. Mit dem vollen 1.260 Liter Diesel-Tank des Char 2C kam man gerade mal 150 km weit. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h waren das 12 Liter Diesel per Kilometer. Das ist mehr als der größte Säufer aktuell verbraucht, der M1 Abrams, der 1,6 Gallons per Mile verbraucht – Char 2C lag bei 2,1 Gallons per Mile.
Immerhin, durch den Umstieg von Mercedes auf Maybach-Motoren erhöhte sich die Geschwindigkeit von 12 auf 15 km/h.

Im Zuge der Generalüberholung wurde zwischen 15. November und 15. Dezember 1939 die №97 «Normandie» zum Model Char "2C bis" umgebaut. Dabei wurde die Frontpanzerung auf 90mm erhöht, die Seitenpanzerung auf 65mm. Nach Ende der Umbauten wurde die №97 «Normandie» in №97 «Lorraine» umgetauft. Der Umbau erhöhte das Gesamtgewicht von 69 auf 75 Tonnen. Die №97 «Lorraine» wurde so zum schwersten in aktivem Dienst befindlichen Kampfpanzer aller Zeiten.

Keine gute Idee. Der Panzer wurde dadurch noch langsamer und unbeweglicher. Von den normalen 15 km/h "High Speed" konnte man in der Ausführung nur träumen. Von der "Modifizierung" der anderen Panzer wurde abgesehen, nachdem man das Ergebnis bei der №97 «Lorraine» gesehen hatte. (>>>Hätte man das mit dem Gewicht nicht vorher wissen können – einfach wiegen und zusammenzählen und mit der Motorleistung abgleichen können?/ Moderne Kampfpanzer und deren Zusatzpanzerung?).

Die Schäden an den Lager- Panzern waren weitergehend. Panzer 96 Anjou wurde ausgeschlachtet.Kanibalisierung nennt man beim Militär jene Aktion, wenn man ein Gerät ausschlachtet, um damit andere Geräte mit diesen Teilen zu reparieren, also wieder einsatzfähig zu machen. Panzer 96 Anjou war als Kannibalen-Opfer im September 1939 für nicht mehr einsatzfähig erklärt worden.

Aus den nun neuen einsatzfähigen Char 2C wurden 3 Kompanien zu je 3 Char 2C gebildet. Eine "Propaganda"-Kompanie und zwei "Einsatz- bzw. Kampf"- Kompanien.

Die Char 2C "Propaganda"-Kompanie

Die "Propaganda"- Kompanie bekam die am besten erhaltenen Panzer. Sie bestand aus 93 Alsace, 94 Bretagne, und 97 Normandie. Normandie passte propagandistisch nicht ins Konzept (kein Grenzgebiet zu Deutschland), also wurde er umbenannt in Lorraine. Diese auf hochglanz polierten Poser-Panzer wurden für Propaganda-Filme, Publikums-Ausstellungen und als Vorführ-Objekte für die internationale Presse verwendet.

Der Propaganda-Aufwand für die Char 2C war enorm und zeigte Wirkung. Nicht nur Frankreich war im Charc 2C Fieber – ganz Europa, ob beim Kriegsgegner Deutschland oder beim verbündeten Großbritannien, alle blickten auf die deutsch-französische Front und warteten gespannt darauf wie der Charc 2C den Deutschen das Fürchten lehrt. Presse und Wochenschauen waren voll mit Berichten davon, wie sich der Charc 2C auf den Durchbruch durch die deutschen Linien vorbereitet. Der Charc 2C fuhr durch Dörfer, wo die Häuser im Vergleich zum Panzer klein wirkten, fuhr einen Hügel runter, fuhr durch das Wasser, kam aus dem Wasser raus – durchbrach Hausfronten, damit zeigte er daß er alle Hindernisse überwinden konnte. Die Wochenschauen zeigten die fast magischen Fähigkeiten des Char 2C ständig. Szenarien wurden entworfen, wie es denn sein würde und … naja, der Char 2C war im Rahmen der Propaganda immer siegreich (>>>Leopard 2, F35, F22, West- Waffensysteme allgemein?).

Warum denke ich momentan gerade daran, dass Obama gerade eine komplette US-Panzerarmee nach Europa geschickt hat und in den letzten Jahren ständig von großem Propaganda-Aufwand begleitet NATO-Panzer auf Zügen zwischen Westeuropa und dem Baltikum, der russischen Grenze, hin und herfahren. Warum denke ich jetzt daran dass Waffensysteme wie M1 Abrams und Leopard 2-Panzer hochgejubelt werden, wie auch "Überflieger" wie die F22 und F35. Unbesiegbarkeit des Westens wird von den Medien suggeriert. Warum denke ich ausgerechnet jetzt daran?

Die zwei Char 2C "Kampf"- Kompanien: Zugfahren als Kampf- Aufgabe

Die beiden "aktiven" Panzerkompanien waren in einem Bataillon, dem 51. Bataillon de Chars de Combat zusammen gefasst. Sie wurden jeweils per Bahn an der Grenze zu Deutschland hin und her geschickt. So als Art ständige Bedrohung. Wo sind sie denn nur, die mächtig gefährlichen Char 2C, sollten die Deutschen rätseln. Die Deutschen sollten im Unklaren darüber gelassen werden, wo denn die Char 2C gerade sind. Sich immer fürchten – sie könnten an dem und dem Frontabschnitt sein, und dort den Durchbruch machen (>>>Baltikum NATO- Panzer- Hin und Herfahrten?).

Die französischen Militärs wussten, dass die Char 2C militärisch wertlos waren. Sie machten das Beste draus. Einerseits Propaganda und andererseits Bedrohungs-Zugfahren. Dieser französische Bluff war erfolgreich, die Deutschen glaubten den Schwindel von der magischen Überlegenheit des Char 2C. Die deutsche Wehrmacht begann sich zu fürchten, machte sogar ein eigenes Waffenblatt für die nur neun Char 2C, den sie in Überbewertung der Modifizierungen als 3C bezeichnete.

Auch am 14. Juni 1940 war der Zug mit den sechs Char 2C wieder unterwegs. Die Deutschen hatten an diesem Tag mit einem Stuka-Angriff die Bahngleise ca. 40 km südlich des Städtchens Neufchateau auf einer Länge von 50m unterbrochen. Es kam zu einem Zugstau. Mehrere Züge – unter anderem auch jener mit den Char 2C – mussten auf freier Strecke anhalten. Weiterfahrt – auch nicht zurück, da waren schon die nächsten aufgefahrenen Züge – gab es keine mehr, die vorrückenden Deutschen eroberten das Gebiet sehr schnell. Die Begleitmannschaften des Char 2C Zuges flüchteten. Die Panzer konnten nicht eingesetzt werden, weil sie auf den Zugwaggons montiert waren. Die Gleiszerstörung war geplant im Rahmen der Offensive, das auch der Char 2C Zug darin stecken blieb, war nicht von der Wehrmacht geplant, sondern Zufall.

In heutigen Publikationen ist teils zu lesen, der Zug wäre in einem Bahnhof zum stehen gekommen, dort hätte er vom 10. bis 14. Juni auf Kräne gewartet. Die Panzer hätten nur deswegen nicht gekämpft, weil keine ausreichenden Kräne für eine Entladung zur Verfügung standen.

Das deutsche 10. Panzerregiment nahm für sich in Anspruch die Char 2C erbeutet zu haben. Es stimmt schon, das Gelände, ja in späterer Folge ganz Frankreich wurden, von der Deutschen Wehrmacht erobert wurde. Für die auf Bahnwaggons fixierten Char 2C, die als "Stauopfer" praktisch als "Fundstücke" der Wehrmacht in die Hände fielen, ist das Wort "erbeutet" doch etwas "ambitioniert".

Diese Stauopfer bzw. Fundstücke wurden der "Organisation Todt" übergeben. Diese sollte im Rahmen von Tests herausfinden, ob man denn etwas von den französischen Panzerbauern lernen könnte.

Organisation Todt analysiert den Char 2C und macht Beschuss- und Fahrtests

Man zerlegte den Char 2C um dessen technischen Feinheiten zu analysieren.

Mit dem Char 2C 95 "Touraine" und auch der Hier die Nummer 92 "Picardie" wurden Fahrerprobungen durchgeführt.

Mit Char 2C №90 «Poitou» wurden Beschusstests von vorne gemacht, was auch den Turm nachhaltig beschädigte.

Die Fotos der Beschusstests werden heute anders interpretiert. In Erweiterung der obigen Geschichte, die Char 2C seien in einem Bahnhof mangels Kränen verladen stehen geblieben, wird erweitert, dass Bataillonskomandant Major Fournet befohlen habe, die Panzer im Bahnhof zu sprengen, damit sie nicht den Deutschen in die Hände fielen. Diese These der "französische Eigen- Sprengung" lässt sich mit Fotos durchaus wiederlegen:

Char 2C 91 "Provence" wurde von der Wehrmacht in tadellosem Zustand erbeutet. Dann wurde mit kleinen Kalibern – noch auf den Waggons montiert – darauf geschossen. Die Einschusslöcher wurden jeweils mit weißer Farbe umrandet, um Schuss für Schuss analysieren zu können. Nach den Kleinen Kalibern kamen mittlere Kaliber und dann wurde von der Seite mit "Big Bum" darauf geschossen, was nachhaltig Wirkung zeigte, einen Durchschuss zur Folge hatte. Ganz interessant der vorher und nachher Fotovergleich.

Bei Char №98 «Berry» wurde die gleiche Prozedur mit gleichem Ergebnis umgesetzt. Totalschaden auch hier das Ergebnis.

Auch mit Propaganda-Panzer und zusätzlich-gepanzertem Char 2C №97 «Normandie / Lorraine» führte man später solche Beschusstests durch. Die Fotos von Char 2C 91, 97 und 98 dienen heute den "französische Selbstsprengungs"-Propagandisten als Beweise.

Berühmt ist vor allem Char 2C Nr. 99 Champange. Vor allem deshalb, weil ein deutscher Landser mit Farbe aufgemalt hatte "Erbeutet PzRgt 10" und weil der Name "Champagne" so gut passte wurde er nach Deutschland gebracht und dort auf Bahnhöfen der Bevölkerung vorgeführt. Man feierte diese Beute, mit "Champange", den Erfolg über Frankreich (das war durchaus doppeldeutig ausgerechnet den Panzer mit diesem Namen als Propaganda-Mittel nach Deutschland zu bringen.

Später wurde daraus abgeleitet, die Deutschen hätten überhaupt nur diesen einen Char 2C erbeutet – wobei immer die Erklärung offen bleibt, wo denn die anderen 9 abgeblieben seien. Erweitert wird dies dadurch, dass man auch vermutet, der №99 «Champagne» sei wohl in Ostdeutschland noch 1948 gesehen, von der Sowjetarmee erobert und dann in die Sowjetunion gebracht worden. (>>>Wie immer die Russen – hat Putin den armen Char 2C irgendwo in Gefangenschaft?)

Das Schicksal aller Char 2C scheint geklärt, wenn man weiß, dass die Deutschen während des 2. Weltkrieges unter gewaltigem Rohstoffmangel litten. Eisen und Stahl waren Mangelware, sogar Kirchenglocken wurden eingeschmolzen. Man darf annehmen dass auch die Char 2C abgewrackt und eingeschmolzen wurden. Im neuen Leben, praktisch in Wiedergeburt, wurden sie dann vermutlich zu deutsche Tiger- und Panther-Kampfpanzern.

Immerhin, der Char 2C hat Gemeinsamkeiten mit dem F35. Der Char C2 war teuer, geringe Leistung, geringer Kampfwert aber überirdisches von den Medien geschaffenes Image. Genau wie F35, F22, die Zumwalt, etc (>>>Was hat sich geändert? Die Namen! Was ist gleich? Die Prozeduren und Mittel).
Das Image des Char C2 ist nach wie vor gut. Zwischenzeitlich hat er in Videospielen seine Auferstehung gefeiert.

Die Franzosen haben den Krieg (mit)-gewonnen. Die Deutschen verloren. Die Quintessenz ist: es gelang beiden Seiten Ihre Bevölkerung für den Krieg zu mobilisieren. Das Problem ist der Krieg. Wer Sieger ist, sieht man immer erst am Ende. Am Anfang glaubt ja jeder siegen zu können. Das Problem ist, das es gelingen kann, für einen Krieg zu mobilisieren. Auch heute wird wieder mit Waffenpropaganda für Krieg der psychologische Boden geschaffen. Genau dieses Problem hat die Welt von heute.

8 KOMMENTARE

  1. Was viele vielleicht nicht wissen, die Engänder haben den Krieg verloren und mussten von der den Alliirten USA und Kanda  befreit werden. Sie haben dafür einen hohen Preis an die USA bezahlen. Churchil musste die Amis anbetteln, damit sie nicht auf der Insel verhungerten.Natürlich gibt es nichts umsonst und die Engländer mussten ein paar Handelsstützpunkte im Atalntik an die USA abtreten und noch so paar wichtige Kleinigkeiten. Jetzt sind also die USA die Seemacht auf den Weltmeeren. Bis auf den Westpazifik der duch China und Russalnd beanspucht wird, gehört ihnen alles.Doch China wird seinen Machtanspruch erhöhen wollen und rasselt genau wie Japan einst, dann mit der USA zusammen.

  2. Wußte ich noch nicht. Ändert aber nichts an meinem Bild vom Erbfeind. Und: Ich hätte den Krieg gewonnen. Kein Dünkirchen und im Osten Leute wie Wlassow ihre Heimat befreien lassen. Sage ich mal von meinem Sessel aus.

    Noch ein wenig Geschichte, gestern gefunden:
    http://www.unz.com/article/america-should-be-ashamed/
    Zu dem Mann gibt es auch einen deutschen und einen englischsprachigen Wikipediaartikel.

  3. Interessant auch wie derzeit auch die Parteienlandschaft kommuniziert.

    Merkel will in die "Schlacht" ziehen für TTIP. (Wozu nutz sie dafür Kreigsvokabular und gegen wen findet diese Schlacht statt? gegen den Bürger? gegen Trump, der es auch nciht will?

    Ein CDU Politiker findet Trumps Aussagen "Schwachsinn". Bemerkenswert respektlos und bemerkenswert die Meinung in einer Wertegemeinschaft anderer so zu diffamieren, oder?

    Spiegel Journalistin "Hahahahaha" zum Tod eines Journalisten. Kaum noch zu kommentieren. Nun erklärt sie sich ihr Verhalten mit Alkoholkonsum. Was für eine großartige und angemessene Entschuldigung. Hoffentlich beschäftigt der Spiegel dieses freie Drogenkonsumentin weiter, vielleicht kann sie sich auch noch über den Tod anderer freuen. Ich freue mich über die Entlassung jedes Spiegeljournalisten + über jedes leerstehende Büro in dem Gebäude des ehemaligen Nachrichtenmagazins. Entbehrlich wie Käsefüße.

  4. Waffensysteme werden hymnisch verehrt! Das ist hochgradig krank! Die Menschheit hat offenkundig einen gewaltigen Dachschaden und ist ein Buch mit sieben Siegeln!

  5. Viele Eliten sind süchtig nach Macht und das macht krank und vor lauter machtgeilheit sehen sie die Bäume im Wald nicht mehr und leben in ihrer Welt die fern jeglicher  Realität auf der Welt ist.

  6. Wie Adolfs Wunderwaffen, auf die wir auch heute noch warten. Sind vermutlich mit der Armee wenck in Bereitstellung, um den Kanzler_Innen-Bonker vor Putin zu schützen.

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