Ukraine: Tausende Nationalisten und Faschisten marschieren durch Kiew

Am 1. Jänner marschierte in Kiew wieder die extreme Rechte auf: Weit über 1000 Nationalisten und Faschisten marschierten mit Fackeln und skandierten unter anderem anti-russische Parolen und hielten Bilder des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera hoch, der für viele Rechtsextremisten in der Ukraine ein Vorbild ist.

von Christian Saarländer

Lange gab es sie für die Medien nicht: Ukrainische Nationalisten, die auf dem Maidan unter anderem eine große Rolle gespielt haben. Contra Magazin berichtete jüngst über einen Prozess in Moskau, der den Regierungswechsel im Jahre 2014 als Staatsstreich anerkannte. Dort wurde auch breit und lang über die wiedererstarkte Rechte in der Ukraine gesprochen, die bis heute viele Menschen in der Ukraine in Angst und Schrecken versetzt. Gäbe es keine so stichhaltigen Beweise für diese Umtriebe, dann könnte man sich in der heutigen Zeit sicher sein, dass man diese Nachricht als Falschmeldung – zu Neudeutsch: FakeNews – abstempeln würde. Über den gestrigen Aufmarsch veröffentlichte die St. Petersburger Nachrichtenagentur RIAFAN ein Video:

https://youtu.be/md9cTXggK4w

Gleich am Anfang sieht man wie Demonstranten Bilder von Bandera hochhalten, dem einstigen Anführer der ukrainischen Unabhängikeitsbewegung OUN. Lange Zeit galt Bandera als ein Tabu, doch seit 2004, also kurz nachdem der Westen seinen Einfluss in der Ukraine ausbreitete, wird der umstrittene Politiker, der im Jahre 1959 in München von KGB-Agent Bogdan Stachinsky getötet wurde, wieder popularisiert. In Russland und in Israel gilt Bandera nach wie vor als Kriegsverbrecher.

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Auf dieser Videosequenz ist wiederum zu sehen, wie die Demonstranten mit Fackeln durch die Straßen Kiews ziehen und den ukrainischen Nationalismus zelebrieren. Die Rolle der extremen Rechten beim Umsturz im Jahre 2014 wird immer offenkundiger. Vor allem deswegen, weil sie immer wieder der aktuellen Regierung mit einem zweiten Maidan drohen, wenn sie nicht weiterhin verstärkt den Donbass angreifen und versuchen die Krim zurückzuerobern. 

Lesen Sie auch:  Maas: Russland kann wegen der Krim und dem Donbass nicht in die G8 zurück

In den westlichen Medien wird die Rolle der ukrainischen Rechten zwar inzwischen kleinlaut zugegeben, aber dennoch sieht man sie als nützliche Verbündete im hybriden Krieg des Westens in der Ukraine, denn immer wieder tauchen Berichte auf, dass sich westliche Söldner den Rechten in der Ukraine angeschlossen haben und beispielsweise im Azow-Bataillon gegen die pro-russischen Rebellen kämpfen. Zudem ist aus alten Dokumenten der CIA, die im Rahmen des Freedom of Information Actes (FOIA) herausgekommen, dass der Westen in der Ukraine seit den 1950er Jahren versucht einen Proxy-Krieg anzuzetteln und dabei auf ein faschistisches Netzwerk setzt.

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9 Kommentare

  1. Noch eine "Kleinigkeit" zur Ergenzung:

    Bandera ist auch in Polen ein Bandit genannt ( auch Metzger) weil Anhänger von ihm gegründeten Banden ( UPA, OUN) nicht nur Juden, aber auch weit über 100.000 Polen auf sehr brutale Weiße ermördet haben. ( Genozid in Wolhynien und Ostpolen)

  2. Ohne Moos nichts los! So glauben diese Einfaltspinsel doch nicht im ernst, daß ihnen nach der Folgepleite des ersten Maidan ihnen noch irgendjemand eine zweite Sause finanziert, die genau so in die Hose geht wie der erste Maidan, zumal die NATO, aufgrund des neuen Kurs aus den U.S.A., zurückzurudern hat.

  3. Seltsam, da hört man von der "vorpommerschen Dorfkommunistin" keine Kritik gegen Räächts! Mal sehen, wann sie die nächsten 500 Mill. € verschenkt, unser Geld. Und die Volksverräter aus CDU, SPD und Grünen machen mit…

  4. Langsam wirds Zeit das man mit diesen Nazipack in Kiew aufräumt. Diesen Judenmörder Bandera feiern sie als Volkshelden und werden von westlichen Politikern auch noch beklatscht dafür und unterstützt.

  5. Gut es wenigstens abseits des Mainstreams davon berichtet wird. 

    Sonst würde nicht einmal rauskommen, dass die EU/NATO/USA Faschisten finanziert. Natürlich nicht direkt, aber über die hochgeputschten Oligarchen, welche sich mit EU-Milliarden die Taschen vollstopfen. Fördergeldern, die nicht dort ankommen, wo sie hin sollten, verschwinden in dunklen Kanälen und werden statt in Infrastrukturaufbau für Waffen und Terrorgruppen verschwendet

    1. Kein Problem Alan,

      im Oktober letzten Jahres war ich in den Karparten.

      In der Nähe der Kraparten, in Kolomya hatte ich etwas Probleme mit diesem rechten Gesindel, Bandera Pack, Svoboda und Konsorten. 2 Polizeibeamten schauten zu, als ich angegriffen wurde, Als das Pack jedoch am Boden landete, und nicht mehr aufstand, wollte das Bullen Pack meinen Ausweis sehen.

      Seitdem weiß ich, das die Ukraine KEIN sicheres Reiseland mehr ist!

  6. Wenn ich das Bild sehe…

    "Schöne" fascho bandera Fannen und dazwieschen 3 ukrainische, davon eine umgekehrt audgesetzt.

     

    Aber ich bin nur Polin, ich muss nicht wissen, das ukrainische Fanne Blau-Gelb ist nicht umgekehrt.

    Gut aber ist, das nur 1.000 Leute?? an diesem Marsch Teilgenommen haben. Stattdessen wurde in der nähe von Lwow eine UPA Museum verbrannt. Ist das nicht gute Zeichen?

     

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