Übermüdete Busfahrer – die wachsende Gefahr auf unseren Straßen

Sie sind unausgeschlafen, Pausen werden oft benutzt um Passagiere zu bedienen, keine oder nur schlechte Kontrollen verschärfen das Problem. So sieht derzeit die Realität der Fernbusfahrer aus.

Von Edgar Schülter

Die Bahn verliert ihr Monopol, dagegen boomen die Billigbusse. Fernbusse befördern günstig immer mehr Menschen von Stadt zu Stadt. Doch der neue Markt ist hart umkämpft und die Busbetreiber fahren dabei voll auf Crashkurs. Dumpingpreise mögen zwar die Fahrgäste erfreuen, sind aber nur möglich, weil den Busfahrern Dumpinglöhne und überlange Arbeitszeiten zugemutet werden. Übermüdung ist hierbei das gefährliche Resultat.

Manchmal werden 1300 Kilometer an einen Tag gefahren

Die Polizei kontrolliert regelmäßig, denn erlaubt sind zehn Stunden täglich mit einer Pause von 30 Minuten nach viereinhalb Stunden, aber diese Pausen kann die Polizei eben nicht kontrollieren. Es gibt sogar Anbieter, deren Arbeitsverträge die Zeit erst gar nicht definieren. Zusätzlich anfallende Arbeit wird dann einfach mit dem Lohn abgegolten. Da ist „meckern und jammern“ schlicht verboten. Die Konsequenz kennen wir ja alle: Unfallgefährdung der Passagiere und der Verkehrsteilnehmer sowie geistige und seelische Belastung der Busfahrer. Das ist die Ausbeutung hinterm Lenkrad.

Die Politik ist jetzt aufgefordert, schnell eine Revision des Personenbeförderungsgesetzes zu machen. Die haben jetzt lange genug zugeschaut. Politiker müssen endlich handeln, die Kontrollen müssen verschärft und gegebenenfalls auch Sanktionen durchgeführt werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss weg! Es muss endlich Schluss sein mit Lohndumping und mit unnötig übermüdeten Fernbusfahrern.

Mein Vorschlag? Mitkontrollieren und bei Verdacht die Polizei rufen.

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5 Kommentare

  1. In einem neoliberalen System nach einem eingreifenden Staat zu rufen ist unsinnig.

    Denn die neoliberale Ideologie proklamiert ja, dass der Markt alles selber zum Besten aller regeln würde. Deshalb lassen die neoliberalen Altparteien im Bundestag ja auch alles frei laufen – mit offensichtlichen Folgen.

    Will man hingegen solche unmenschlichen Excesse unterbinden muß man ein anderes System einführen.

    Die AfD will soziale Marktwirtschaft nach dem Vorbild Ludwig Erhardts einführen. In solch einem System verhindert der Staat aktiv Mißbrauch von marktbeherrschenden Stellungen.

    Es ist letztlich eine Systemfrage…

    1. Das erinnert mich an die Voluntaristen bei Neopresse, die sich regelmäßig abwechselten und jedem Wadenbeißer den Rang abliefen, war wirklich ein harter Kampf bis die sich endlich verkrümmelten !

      Wenn ihr die mal trefft, müsst ihr die einzeln Mundtot argumentieren. Deren liberale Marktvorstellung, nach der alles, sogar die Umsetzung von Recht und Gesetz, privatisiert gehört und allein die (reichen) Verbraucher bestimmen, was sich halten kann und was nicht, mündet in die Anarchie-Chaos-NWO der faschistoiden Globalisten-Geldsäcke.

      Nur wer gut bezahlen kann, kommt in den Genuss von Recht ! …. Abartig !!!

  2. Zum Thema : Die Autobahnen werden zum Spießrutenlauf, ich schwitz jedesmal Blut und Wasser bis wir an einem Lkw-Konvoi vorbei sind !

    Die wahre Hölle ist dreispurig, links und rechts ein Laster und wir mittendrin !

    Sicherheitsabstand einhalten zu wollen, ist absolut zwecklos, kaum hat man ihn erreicht, schon quetscht sich einer in die Lücke.

    1. Kommt mir bekannt vor. Wir sollten allerdings jetzt nicht so empfindlich reagieren. Wer schon mal in arabischen bzw. asiatischen Ländern mit dem Wagen unterwegs war, hat im Ansatz eine Ahnung, wie es bald hier zugehen wird  🙂

  3. Mitkontrollieren? Uiuiui, das hatten wir ab 33 schonmal und nach 49 in Teilen Deutschlands… Halte ich nicht für sinnvoll. Der Blockwart lässt grüßen.

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