Strafverfolgung drohte: Spitzel-Imame aus Deutschland in die Türkei zurückbeordert

Konsequenzen? Aber nein. Die Landesregierung hat Ditib deutlich gemacht, dass die Spitzel-Aktionen ein "no go" sind. Und Ditib wird sich auch sicher daran halten.

Von Redaktion/aek

In der Spitzel-Affäre um die Türkisch-Islamische Anstalt für Religion (Ditib) soll der Moscheeverband nach Informationen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnischer Rundschau" zwei Prediger bereits Mitte Dezember aus ihren Gemeinden zurück in die Türkei beordert haben. Ihnen wird vorgeworfen, sich an den Bespitzelungen beteiligt zu haben. Die Rückbeorderung geschah offenbar, um sie vor einer möglichen Strafverfolgung zu schützen. Es soll sich dabei um die Imame aus Bergneustadt und Engelskirchen handeln, wie die beiden Zeitungen berichten.

Das NRW-Schulministerium will in der Affäre die Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft abwarten, bevor es Konsequenzen zieht. "Konsequenzen sind auf der Grundlage von Tatsachen zu ziehen", sagte eine Sprecherin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Landesregierung habe Ditib-Vertretern bereits deutlich gemacht, dass sie "von allen Organisationen Türkeistämmiger, mit denen sie zusammenarbeitet, erwartet, dass diese sich nicht an Spitzel-Aktionen oder ähnlichem beteiligen".

Möglich wäre, dass die Zusammenarbeit mit der Ditib im Beirat für islamischen Religionsunterricht an Schulen beendet wird. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte zuvor berichtet, dass sich unter den 28 Personen, die von Predigern der Ditib bespitzelt und als angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung bei der türkischen Religionsbehörde Diyanet denunziert wurden, auch fünf Lehrer an staatlichen Schulen befinden.

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6 Kommentare

  1. Der lange Arm Erdogan's..gegen die Weichbirne Murksel..wer wird sich wohl langfristig durchsetzen…ein Staat ohne Werte..aber mit viel Gier.

  2. Ich halte die Unterstellungen in Deutschland in diesem Zusammenhang für absurd bis erlogen.

    Auch die Meldungen hierzu dienen wohl hauptsächlich dem Zweck weiterhin gegen die Türkei, die türkischen Institutionen und die in der EU lebenden Türken zu hetzen und zu diffamieren.

    Es sind auch immer die gleichen Interessengruppen, die dieses Feindbild in der deutschen Öffentlichkeit zu konstruieren versuchen. Linksgerichtete und kurdische Gruppierungen sind da wohl sehr versiert und lenken tatsächlich von der Tatsache ab, dass der inhaftierte Terrorist Özcalan nicht nur einen langen Arm hat, der bis nach Deutschland reicht, außerdem noch hunderttausende von Handlangern.

    1. Ja, wir wissen es längst der Islam und seine Protagonisten sind ein Hort der Wahrhaftigkeit, der Nächstenliebe zu Andersgläubigen, der Gleichberechtigung von Frauen,der Nichtdiskriminierung, der Ablehnung von Mord, Totschlag und Vergewaltigung, ein Intelligenzreservoir,  der Zivilisation, der Integration, der Arbeitswilligkeit etc. etc.!!!!!! Nicht auszudenken welchen Nutzen  diese hervorragenden Leute ihren angestammten Ländern bringen könnten.

  3. Wir haben an jeder Laterne einen Aufkleber "Stop antimuslimischen Rassismus" von einer Oranisation, die sich ihre Aufwandsentschödigungen am SPD Wahlstand abholen darf. Nun die Frage gilt die Vermutung des antiislamischen Rassismus auch das auch nun für die Spitzelimanedisser?

    Weiß jemand wo promuslimischer Rassismus praktiziert wird? Gibt es auch einen Verband der muslimsichen Rassezüchter von Zwergkaninchen? Woran genau erkennt man eigentlich eine Rasseangehörigen der Muslime? Die Türkei war ja unter Atta Türk auch nicht muslimisch, wurden die dann mit der Austeilung des Buches umgevolkt? Welche Rassen bewohnten vor der Erfindung des Islam die Gegend des Nahen Ostens? Und züchteten die auch Kaninchen?

    Kann es eigentlich sein, daß antigebildete Rassismusausdenkexperten Aufkleber entwickeln, die weder Co2 neutral noch biologisch abbaubar sind?

    Sollten wir Aufkleber entwickeln die "Stoppt antigebildete Rassismusausdenkexperten" als Thema haben?

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