Erika Steinbach gilt als konservative Hardlinerin. Ihr CDU-Austritt ist nur konsequent. Die AfD bietet ihr politisches Asyl an.

Von Michael Steiner

Die AfD könnte bald schon mit einem Mandat im Bundestag vertreten sein, sollte Erika Steinbach nach ihrem angekündigten CDU-Austritt das Angebot der Partei annehmen. Denn politisch steht die konservative Hardlinerin der AfD ohnehin näher als der weichgewaschenen Merkel-CDU. Kein Wunder also, dass sie der Alternative für Deutschland für die Bundestagswahl im Herbst viel Glück wünschte und betonte, dass Deutschland wieder eine richtige Opposition brauche.

Angesichts dessen, dass die Christdemokraten im Hinblick auf die oftmals kontroversen Tweets der 73-jährigen Abgeordneten ohnehin schon öfters damit drohten, sie aus der Partei auszuschließen, wirkt das Statement von Ex-Verteidigungsminister und stellvertretendem Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, Franz Josef Jung, schon etwas deplaziert. Dieser sagte den Funke-Zeitungen, dass er "das Verhalten von Erika Steinbach für verantwortungslos" halte. "Ohne die CDU wäre sie niemals in den Bundestag gekommen".

Doch dass sich die CDU in den letzten Jahren gesellschaftspolitisch zu einer Allerweltspartei ohne konservatives Profil entwickelte und in der bundesdeutschen Parteiendiktatur ohne Partei-Abnickerschaft gar nichts geht, ist ihm offenbar völlig egal. Jungs Äußerung ist ein perfektes Sinnbild für die Verkommenheit des Parteiensystems, in dem die Partei mehr zählt als das freie Mandat der Abgeordneten.

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24 thoughts on “Steinbachs CDU-Austritt ist nur konsequent”

  1. Erika Steinbach: " Merkel entscheidet notfalls auch unter Außerachtlassung von Recht und Gesetz"  —  " Sowohl der ökonomische als auch der kulturelle Schaden sind für Deutschland ohne Beispiel und in ihrem Ausmaß noch überhaupt nicht in vollem Umfang abschätzbar." – Starke und äußerst treffende Worte wie ich finde. Was ein Jung unter "Verantwortung" versteht, bzw. unter "verantwortungslos", hätte ich doch gern von dem kriecher einmal erklärt bekommen.

  2. Tja, das ist dicke Post, und noch dicker sind die Vorwürfe Steinbachs gegenüber Merkel.

    Bleibt mir nur noch die Frage, warum ist sie eigentlich nicht schon früher aus der Partei ausgestiegen???

    "Steinbach kritisierte, Merkel entscheide notfalls «auch unter Außerachtlassung von Recht und Gesetz». «Sowohl der ökonomische als auch der kulturelle Schaden sind für Deutschland ohne Beispiel und in ihrem Ausmaß noch überhaupt nicht in vollem Umfang abschätzbar.» Als Beispiele nannte Steinbach den von Merkel überraschend beschlossenen Atomausstieg, die milliardenschweren Euro-Rettungspakte sowie vor allem die Flüchtlingspolitik."

    https://www.welt.de/regionales/hessen/article161184412/Deutschland-massiv-geschadet.html

  3. Leider ist die kinderlose Steinbach 40 Jahre zu spät aus der CDU ausgetreten.

    Sie hat die Verbrechen Kohls allesamt mitgetragen.

    Sie hat es versäumt aktiv gegen Merkel vorzugehen und ihren Ausschluss zu erzwingen.

    In der AfD darf man 40 Jahre CDU-Vasallenpartei-Mitgliedschaft weder mit Vorschuss noch mit Sonderstellung belohnen.

    Als Kinderlose hatte und hat sie zig Chancen gegenüber der Welt den sog. Holocaust zu entblösen und die Judenverbrecher anzuklagen.

  4. War das ein Paukenschlag, wenn die MSM mehr über irgendeinen Kakalakenliebehaber und Känguruhhodenlutscher berichtet hat und darüber ob Sara Lump-bad-in wieder mal sich irgendwo auf den Rücken gelegt hat, weil sie das so richtig nötig hatte und Bibi nun im Beautypalast eine neue Creme für die Rückseite ihrer Ohrläppchen verfilmt hat?

    Ich denke Paukenschläge kommen nicht mehr durch.

    Durchaus möglich, daß Steinbachs Abkehr nun dazu führt, daß Merkel nun statt 7,11 bald 14 Minuten Standing ovation für eine vom Batt und durch fremde Hand geschriebene Rede gegeben wird.

    Wir erinnern uns an den Grund der 7 Minuten Seelöwenimitation? Sie fragte nach den Emailadressen.

     

  5. Bei Angela Merkel hat man nicht nur den Eindruck, sondern auch die Bestätigung mit ihren  irrationalen Handlungen, daß sie ihre Ignoranz sorgfältig bewacht und gar nicht daran denkt diese jemals wieder loszulassen, so daß die Entscheidung von Erika Steinbach, diese CDU zu verlassen, die einzig richtige war.

  6. Auch Vera Lengstfeld kritisierte, dass die CDU unter Merkel nicht mehr die Partei sei, in die sie nach der Wende eingetreten ist.

    Es würde mich nicht wundern, wenn auch sie bald die Partei wechselt.

    Was sich in der AfD dann sammeln würde wären die wenigen halbwegs aufrechten Menschen der CDU, wobei man natürlich auch fragen muß, warum die mit ihrem Austritt so lange gewartet haben.

    Die AfD wird so zu einem Sammelbecken echter Patrioten. Das finde ich ist eine ziemlich interessante Entwicklung und läßt für die nächste Bundestagswahl einiges erwarten.

    1. Ach übrigens:

      Heute Abend ist Frauke Petry bei "Hard aber fair" und mischt die Systemmischpoke auf.

      Das wird wieder ein spannender Schlagabtausch – Petry gegen die hinterfotzige Journaille.

      1. Damit dient sie den Bütteln im öffentlich-rechtswidrigen Raum.

        Das sollte sie bleiben lassen.

        Sie sollte lieber twittern ala "real Donald" und nicht mit Scheiße spielen.

        1. Nö, damit erreicht sie die Massen, die leider vielfach TV-hörig sind und entlarvt das Polit-Establishment öffentlich.

          Das hat erhebliche Wirkung auf die Meinungsbildung der Bevölkerung.

  7. Leider ist der genaue Wortlaut von Fr. Steinbach in den MSM kaum zufinden .Den habe ich jetzt bei Epoch Times gefunden.

    Epoch Times:

    Erika Steinbachs CDU Austrittserklärung im Wortlaut: "Das ist nicht mehr meine Partei".?

  8. Wendehals statt Charakterkopf

    …wäre für Steinbach die zutreffendere Bezeichnung! Last minute das sinkende Schiff verlassen, was man selber mit auf Grund gesetzt hat, aber die Premium-Bezüge und Annehmlichkeiten eines Parlametariers behalten wollen! Natürlich nur, weil man es dem Volke und Wähler schuldig ist – wie sie selber sagt.

    Jetzt wird das Frühjahr abgewartet und geschaut, wo der Wind hinweht. Dann wird entschieden, ob "Frau" das Fähnchen neu ausrichten kann, weil es noch etwas Exponiertes "mitzunehmen" gibt, oder sich lieber um den fürstlichen Ruhestand bemüht.

    Zum Kotzen, diese Mischpoke!

    Und die AfD gerät zum Sammelbecken für sämtliche "Ausscheidungen" – was sie zunehmend unwählbar macht! Denn der Bürger will was Neues, was Anderes – nicht Schei$e in blaues Papier verpackt !!!

    1. Na, tun Sie da Frau Steinbach nicht doch Unrecht?

      Sie hat in der Vergangenheit teilweise recht deutlich Position fürs deutsche Volk bezogen und sich nicht nur gegen Linke, sondern auch gegen ihre eigene Partei gestellt.

      Frau Steinbach setzte sich öffentlich für deutsche Interessen ein, was ihr eine Menge Gegenwind und Verhetzung einbrachte.

      Steinbachs Positionen:

      – Sie stimmte gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie

      – Sie forderte die Rücknahme der Benes-Dekrete

      – Sie stellte sich gegen die (abartige) Homo-Ehe

      – Sie stellte sich öffentlich gegen Masseneinwanderung

      – Sie setzte sich für eine Entschädigung deutscher Vertriebener ein, Stichwort Völkerrecht

      – Sie soll die deutsche Alleinschuld am Krieg öffentlich angezweifelt haben

      – Sie kritisierte Merkels Euro-Rettungspolitik als Rechstbruch.

      – Und schließlich stellte sie sich mit öffentlicher Kritik und Parteiausstieg gegen Merkels Masseneinwanderung.

      Kann man von einer Einzelperson mehr persönliches Engagement erwarten? Ich denke, sie hat sich um Deutschland verdient gemacht.

  9. "Ohne die CDU wäre sie niemals in den BT gekommen"

    ?  Danke für den tiefen und aufrichtigen Einblick in die Pseudodemokratie der BRD.

    Allso dann. Schön angepasst nach der Pfeife tanzen sonst gibt's keinen Platz am Diätentopf und Aufsichtsratsmandate in der Wirtschaft.

  10. @Artikelschreiber
    "konservative Hardlinerin" – was für eine Bezeichnung ! Ist das hier die "Süddeutsche" oder ähnliches ? Herr Steiner sollte zur Propagandapresse wechseln.

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