Rentenexperte sieht in Ost-West-Rentenangleichung Ungerechtigkeit

Eine sogenannte Ostangleichung der Renten würde zu einer Ungerechtigkeit führen, denn die Renten im Osten sind teilweise schon höher als im Westen.

Redaktion/aek

Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen hat die geplante Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland kritisiert. "Von einer Angleichung kann man eigentlich nicht sprechen. Denn schon heute sind die Renten im Osten höher als im Westen", sagte Raffelhüschen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Durch die geplante Erhöhung des Rentenwerts im Osten wird die bestehende Ungleichheit noch größer", kritisierte der Ökonom.

"Diejenigen, die bereits vor 1989 in der DDR beschäftigt waren, werden die großen Gewinner der geplanten Ost-West-Rentenangleichung sein." Das sind jene vier Millionen Ostdeutsche, die bereits heute in Rente sind, und diejenigen, die zu den rentennahen Jahrgängen zählen. Was jetzt als Ost-West-Renten-Angleichung geplant sei, erhöhe nicht die Gleichheit. "Im Gegenteil: Die Gerechtigkeit wird mit Füßen getreten."

Die Bundesregierung will den Rentenwert in Ost und West schrittweise von 2018 bis 2025 angleichen. Aktuell liegt der Wert im Osten bei 94 Prozent des Westniveaus. Ein Rentenpunkt im Osten ist aktuell 28,66 Euro wert, im Westen sind es 30,45. Dennoch sind ausgezahlte Renten im Osten im Durchschnitt höher als im Westen.

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7 Kommentare

  1. Richtig ! Im Osten gab es keine Arbeitslosigkeit -, die wurden alle mitgeschleppt. Und Weib und Männlein konnten beide arbeiten, weil ihre Kinder vom Staat gut versorgt wurden.

  2. Die wirkliche Ungerechtigkeit ist das in Österreich der Durchschnittliche Rentner 800 Euro mehr bekommt als sein Deutscher Altersgenosse. Und das bei gleicher Produktivität und höherem Sozial Produkt. ?

  3. "Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen …"  Seit wan ist Raffelhüschen ein "Renten" – Experte. Der ist ein Experte, daß stimmt schon, aber er will Experte in Anlagen sein, in Versicherungen , in ….  

    Wenn man den mal in verschiedenen Vorträgen gehört hat, lobt er hier dieses und verteufelt das Gleiche vor anderem Publikum. Er ist ein Expeerten-Chameleon.

    Wer dem was glaubt, ist selber Schuld daran.

    Und ungerecht ist in diesem Land so vieles. Das mit den angeblich höheren Renten in Osten ist auch so eine Mär. Wenn jemand so viele Jahre gearbeitet und zu großem Teil höhere Beiträge durch die Zusatzrente bezahlt hat, dann steht ihm/ihr natürlich auch eine höhere Rente zu. Raffelhüschen will hier schon wieder einen Keil rein treiben, indem er die Betriebsrenten und die privaten Renten nicht mit anrechnet. Hat einer das nicht gemacht, ist es doch seine Angelegenheit, daß er nun weniger Rente effektiv hat.

    Außerdem kann weder der Rentner aus Ost noch der aus West etwas dafür, daß die Politik vor allem der sogenannten Arbeiterpartei SPD die Renten gesenkt hat. Schönen Gruß an Schröder. Aber das wird Raffelhüschen nicht sagen. Sonst wird er von der SPD nicht wieder zu gut bezahlten Märchenstunden eingeladen.

    1. Gott schütze die Kanzlerin, welche uns durch die Massenflutung mit überwiegend gesunden jungen Männern unglaublich dabei geholfen hat, daß wir den achtletzten Platz der G20/OECD Länder werden halten können. Wie unglaublich weitsichtig diese Frau doch ist!

      Und dann kommen noch so Vollpfosten und wollen mir etwas von Austeritätspolitik erzählen.

  4. Wenn nicht die vielen Milliarden  anderweitig verplembert würden, nämlich für die eingefallenen Heuschrecken, brauchte der Herr Raffelhüschen garnicht heisse Luft zum Besten geben. Was da so jährlich verpulvert wird, da könnte vieles für uns alle verbessert werden, sei es für Rentner, Familien und viele andere Dinge.

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