Privatisierter Justizvollzug: Gefängnis Revolte in Brasilien, mindesten 60 Tote

In Brasilien sind bei einer Revolte in einem Gefängnis in Manaus mindestens 60 Häftlinge ums Leben gekommen. Das gaben die Sicherheitsbehörden im Bundesstaat Amazonas bekannt.

Von Edgar Schülter

In einigen Berichten ist auch von mehr als 60 Toten die Rede. Zwischenzeitlich wurden auch zwölf Wärter als Geiseln genommen. Über 80 Häftlinge konnten fliehen, von denen eine noch nicht veröffentlichte Zahl wieder gefangen wurden. Ursache ist offenbar ein Konflikt unter rivalisierenden Häftlingsgruppen. Inzwischen soll die Situation wieder unter Kontrolle sein. Betroffen war das Anisio-Jobim-Gefängnis.

Die Revolte begann Sonntagnachmittag zu den Besuchszeiten und endete zirka 17 Stunden danach. Mindestens 12 Gefängniswärter und 74 Insassen wurden als Geiseln festgehalten. Ein Teil dieser Geiseln wurde ermordet, mindestens sechs wurden geköpft. Ihre Körper wurden einfach über die Mauern geworfen. Mann weiß immer noch nicht wie viele Häftlinge entkommen sind. Nach Einschätzungen der Sicherheitsbehörden könnten es sogar bis zu 130 sein.

Man handelte unter Erinhaltung der „Intentionalen Menschenrechten“ einen Ausweg aus.

Die Sicherheitsbehörden entschieden sich, nicht in das Gebäude einzudringen, zu groß wäre das Risiko gewesen. Man habe selten zuvor so viele verstümmelte Körper gesehen. Man garantierte jedoch das alle Anführer der Rebellion identifiziert seien und für die Tötungsdelikte verantwortlich gemacht werden. 

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Ist Privatisierung des Justizvollzugs effizient?

Man sieht hier sehr gut, dass eine Privatisierung des Justizvollzugs anscheinend wenig nützt und letztlich zur Katastrophe führt. Eine Rachejustiz wie in den USA und wie sie die CDU/CSU fördert, ist also wenig sinnvoll.

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4 Kommentare

  1. Der oligarchische Sklavenhalterstaat Brasilien

    Zuvor: Es handelt sich sich um ein staatliches Gefängnis des Staates Amazonas, nicht umm ein privates, doch dies nur nebenbei.

    Jedes Jahr am 15. November feiern sie ihren Aufstand von 1889 gegen die Abschaffung der Sklaverei (Kaiser Pedro II wurde gestürzt, WEIL er die Sklaverei abschaffte), und sie nennen es „Gründung der Republik“. Die Präsidenten Lula und Dilma verschafften der Bevölkerung eine Atempause, der Staatsstreich gegen Dilma auf Weisung der Obama-Regierung Mitte 2016 – es ging um die Übertragung der brasilianischen Ölreserven auf amerikanische und chinesische(!) Konzerne, China ist Hauptgläubiger der USA – bedeutet in der Praxis für große Teile der Bevölkerung die Rückkehr zur Sklaverei.

    Brasilien, das sind die portugiesischen Erbkolonien in Südamerika, ab 1500 in Besitz genommen. Wo die Portugiesen hinkamen, haben sie die Ureinwohner, die Besitzer des Landes, größtenteils vernichtet, nur im Landesinnereren gibt es noch Indianergebiete – unter Aufsicht. Allein im 17. Jahrhundert töteten die Portugiesen in einem 20jährigen Feldzug circa 600.000 Küstenindios, ein Vorgang, der bis heute in brasilianischen Geschichtsbüchern nicht auftaucht.

    Das System war Sklaverei von Anfang an.  Diese Kolonie hat uns gleich zweimal, 1917 und Anfang 1942, auf Weisung der USA den Krieg erklärt, obwohl Deutschland Brasilien nicht das Geringste getan hatte. Sie benutzten das zudem als Vorwand, um die deutsche Kultur in Südbrasilien zu unterdrücken; auch nur Deutsch zu sprechen war bis in die 1950er Jahre verboten.

    Brasilien ist eine der letzten radikalen Globalisten-Hochburgen bzw. der „Neuen Weltordnung“ verkündet 1990 von George Bush dem Älteren. Die dortige Tradition der Sklaverei, heute in Form eines wilden Oligarchen-Kapitalismus und Zinsen von 50 bis 100 % p.a., harmoniert aufs beste mit den Werten der Globalisten bzw. der Neuen Weltordnung: Besitzkonzentration bei der Finanzoligarchie, Freihandel, Neoliberalismus, Niedriglohn. Wobei sich Brasilien insbesondere den kulturmarxistischen Anspruch der NWO von „Gleichheit“ und „Toleranz“ auf allen möglichen zweitrangigen Gebieten zunutze macht, um die real existierende extreme Ungleichheit der Besitzverteilung, welche in Brasilien auf die Spitze getrieben ist, zuzukleistern.

    Das ganze Staatsgefüge ist auf die Machterhaltung einer winzig kleinen Oligarchie zugeschnitten: eine nicht mehr zu überblickende Anzahl von verschiedenen Polizeieinheiten und zusätzlich die überprivilegierte Armee halten sich gegenseitig in Schach. Ein Heer von 500.000 Anwälten und eine überbordende Bürokratie von privilegierten öffentlichen Angestellten machen dem Volk das Leben schwer.

    Eine solch dünne staatstragende Schicht ist naturgemäß auf eine Schutzmacht angewiesen, nicht zuletzt auch ideologisch. Hier war man bei den radikalen NWO-Globalisten Clinton und Obama gut aufgehoben. Clinton, das ist Korruption, Elitenherrschaft, Sklaverei garniert mit Kulturmarxismus, das kennen sie und wollen sie, die Privilegierten. Mit der Wahl von Donald Trump und seiner Re-Nationalisierung, die sich auch gegen Lateinamerika abgrenzt, verliert Brasilien diese ideologische Stütze. Womit soll es sich nun identifizieren? Mit der Sklaverei in Form seines wilden Kapitalismus anstelle der (wenn auch bisher schon falschen) Selbstdarstellung als Kopie der USA mit Hollywood und Disneyland kann die Oligarchie schließlich schlecht offen hausieren gehen.

    Der Oligarchenstaat Brasilien sorgt sich um seine Maskerade.

    Die immer noch hermetisch dichte brasilianische Medienblase (TV Globo, "TV Bobo" und SBT "Super Bobo TV", wie sie auch genannt werden, also Blöd-TV und Superblöd-TV) hält den Laden ideologisch zusammen. Der Fußball, enorm wichtig als Ablenkungsinstrument, nimmt in dieser Medienblase einen großen Raum ein: Man sagt, dass Brasilien ohne seine 5 gewonnenen Weltmeistershaften schon längst eine Revolution gehabt hätte. Die an US- oder heute nach der Walt von Trump muss man vielleicht besser sagen an Interessen der unipolaren „Neuen Weltordnung“ orientierte Medienblase Brasiliens lobt beispielsweise Merkel für ihre gegen Deutschland gerichtete Durchsetzung der NWO-Agenda, insbesondere der mohammedanischen Masseninvasion, über den grünen Klee. Auch wenn es kaum vorstellbar scheint: die brasilianische Medienblase ist noch extremer als die deutsche. In der BRD würde es reichen, die Politkaste abzusetzen. Aber was kann man von einem Land wie Brasilien erwarten, das seinen Kaiser stürzt, weil er keine Sklaverei mehr will?

    Vom Wahlsieg Trumps wurde die Oligarchie nun kalt erwischt: Die Medienblase will mit dem Toben gegen die neue US-Regierung gar nicht mehr aufhören.

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