Pflegekräfte: Gestresst und unterbezahlt!

Das Pflegepersonal ist in Deutschland mittlerweile aus dem Alltag vieler Familien nicht mehr wegzudenken. Nicht nur in Krankenhäusern, auch in der häuslichen Krankenpflege sind die fleißigen Angestellten zu finden.

Via Watergate.tv

Pflegeberufe sind Berufe, bei denen es nicht zuletzt um das zwischenmenschliche Miteinander, das pflegen und das helfen geht. Und genau für diese zwischenmenschliche Interaktion bleibt häufig keine Zeit im übervollen Alltag des deutschen Pflegepersonals. 

Schlechte Bezahlung, etwa 2.200,- Euro im Monat oder sogar weniger, ständiger Stress aufgrund eines immer zu vollen Terminkalenders aufgrund von Personalmangel und die Arbeit in einem strengen und häufig wechselnden Schichtdienst, der den Körper der Pflegekräfte zusätzlich beanspruchen. 

Ganz zu schweigen davon, dass es Schichten von bis zu 12 Stunden am Stück geben kann. Wer sich nach einer langen Ausbildung in einem derart fordernden Beruf wiederfindet in dem es derzeit keine Möglichkeit gibt an dem stressigen Alltag etwas zu ändern, der gibt häufig nach nicht mal zehn Jahren im Beruf auf und sucht sich eine andere Beschäftigung. Es ist oft einfach zu viel!

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Nun will die Regierung mit zwei Gesetzen die Situation entschärfen und verkennt dabei aber das grundlegende Problem. Dies ist der Personalmangel, der sich übrigens nicht so einfach beheben lässt, da die Anzahl der Pflegebedürftigen in Zukunft sogar noch steigen wird. 

Und zwar signifikant: Bis 2050 wird es etwa 75% mehr pflegebedürftige Menschen geben. Das ist ein rasanter Anstieg, den, wird das Problem nicht schnell behoben, vor allem die derzeitigen Pflegekräfte mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen bezahlen müssen.

Nun sollen also die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade abgelöst werden. Zudem soll anhand einer Liste von 77 einzuberechnenden Aktivitäten festgestellt werden, wie lange ein Pfleger tatsächlich für die Erfüllung seiner Aufgaben braucht. 

So soll dem Stress und der Akkord-ähnlichen Arbeitsweise vorgebeugt werden, die derzeit durchaus – trotz der hohen Arbeitslosenquote – ein Grund dafür sein könnte, dass Pflegeberufe nicht sehr weit oben auf der Wunschliste stehen.

Möchten Sie mehr zum Thema erfahren? Dann lesen Sie unseren vollständigen Artikel auf: Watergate.tv

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4 Kommentare

  1. Hilfe naht. Haben die Grünen nicht gerade Sex für Pfelegebedürftige auf Steuerzahlerkosten gefordert?

    Also, wenn man dann noch das einmal durchwaschen + einpudern danach als Pauschalpreis ausmacht und Windel nach unten bringen, dann könnte den Pflegekräften ähnlich gedient sein wie den Senioren mit der Erhöhung des Flaschenpfandes.

     

  2. Prof. Kurt Biedenkopf zu Bürokratiehemnissen in der Pflege

    https://www.youtube.com/watch?v=eD41mQF_lXs

    Kurt Biedenkopf: "… gibt es bei weiten Teilen unserer Gesellschaft hervorragenbde Beispiele dafür, wo grosse Organisationen die Wahrnehmungen neuer Wirklichkeiten verhindern. Oder unterdrücken. … Aber wir sprechen jetzt hier über Fragen, die mit Bürokratie und und Paragraphen-Dschungel verbunden sind. … Ich kann in einer Kommune viele Probleme lösen, wenn ich durch Eigeninitiative der Bürger etwas unternehme, und weiss, ich stosse nicht sofort an Grenzen. Und zwar an Grenzen, die zum Teil völlig absurd sind. Also wenn sich zum Beispiel in einer Stadt, sagen wir einmal, selbst in schwierigen Stadvierteln in Berlin, ältere Frauen zusammen tun, um Alleinerziehenden und anderen Hilfestellung zu leisten, bei der Betreuung von Kindern und vieles anderen mehr, und es kommt dann als Erstes ein Bescheid, dass diese Frauen, die sich da zusammengefunden haben, um ein nützliches Werk zu vollbringen, das nicht können, weil sie nicht zertifiziert sind. Oder weil sie nicht versichert sind.Weil sie nicht den "Fähigkeitsnachweis" erbracht haben. Darunter sind dann Leite, Frauen, die vier- fünffache Großmütter sind. Von denen aber trotzdem dieser "Befähigungsnachweis" verlangt wird. …"

  3. Meine Mutter hatte Demenz und wurde in ein Heim gebracht. Nach einigen Besuchen habe ich festgestellt das sie immer mehr verwarlost. Nach einen Prozess am Landgericht bekam ich die Pflegeschaft. Die Kosten für die 18 Monate im Heim waren Gigantisch sie haben sich an ihren Vermögen nach Lust und Laune bedient und wollten sogar noch ihr Haus verkaufen. Ca 3500 Euro haben sie ihr im Monat gestohlen. Auf einer Station mit ca 50 Menschen war eine Pflegekraft wie soll das einer alleine schaffen. Pflegeindustie ist nichts weiters als Gewinne zu machen an unschuldigen Menschen bis sie ausgepflegt sind.

    1. Wer seine Eltern liebt, sollte sie somit wohl besser aus solchen Heimen fernhalten, wenn ich Sie recht verstehe, Walter.

      Dem kann ich aus meiner Erfahrung als ehemalige Pflegekraft in solchen Heimen nur zustimmen. Die Pflegekräfte sind nicht schuld – sie können nicht mehr leisten, als ohnehin schon abverlangt wird.

      Aber das System ist Schuld! Ein einfach nur noch profitorientiertes und menschenverachtendes System. Hier gelten weder allgemeine Menschenwürde noch im speziellen Mitgefühl für das einzelne Individuum, das unter Umständen über Jahre Schmerzen erfahren muss.

      Sowohl Pflegekräfte als auch Patienten werden in diesem System gnadenlos verbrannt zugunsten der Profiteure.

      Ich bin fertig damit! Diesen Staat, der soetwas zuläßt habe ich nur noch "gefressen"!

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