Persischer Golf: US-Militärpräsenz wird ausgebaut – Iran, Russland und China im Visier

Washington verstärkt die militärische Präsenz im Persischen Golf massiv. Ziel ist hierbei nicht nur der Iran. Auch Russland und China liegen im Fokus.

Von Marco Maier

Die US-Militärpräsenz in den Ländern des Persischen Golfs ist enorm. Bis auf den Iran und den Jemen haben die Amerikaner in jedem Land der Region Militärbasen errichtet. So unterstrichen die USA und die Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC) erst im Mai 2015 ihre Verpflichtung zum Aufbau eines gemeinsamen Verteidigungssystems. Offiziell gegen die angebliche "iranische Bedrohung" gerichtet.

In Wirklichkeit jedoch geht es vor allem den Amerikanern um eine weitläufige Kontrolle der gesamten Region und vor allem des Golf-Kooperationsrates. Auch der Verkauf eines Frühwarnradars (EWR – early warning radar) an das Emirat Katar, welches laut Ashton Carter bei einer Besprechung bei der regionalen Sicherheitskonferenz des International Institute of Strategic Studies (IISS) in Manama, Bahrain, von Raytheon versprochen wurde, gehört dazu. Damit soll die Raketenabwehr des Landes auf Luftangriffe reagieren können, die von einem Umkreis von 5.000 Kilometern aus geführt werden.

Doch der Iran liegt gar nicht so weit entfernt. Rein von Küste zu Küste sind es gerade einmal 821 Kilometer und um Turkmenistan auf der anderen Seite des Irans zu erreichen, reichen bereits rund 1.700 Kilometer aus. Dieses Areal wird bereits von den existierenden AN/TPY-2-Radarsystemen abgedeckt, welches eine Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern abdeckt. Doch von Katar aus sind es immerhin rund 3.550 Kilometer bis nach Moskau, nach Peking immerhin knappe 6.200 Kilometer (wobei man über den Iran, Afghanistan, Pakistan und Indien keine 3.000 Kilometer bis an die chinesische Grenze hat).

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Dient dies also in Wirklichkeit der Vorbereitung möglicher militärischer Maßnahmen des Westens und seiner Verbündeten gegen das Bündnis von Russland, China und dem Iran? Die vorwiegend sunnitisch geführten Länder der Region wären wohl sicherlich dafür zu begeistern, die Hauptfront gegen den Iran zu stellen, damit sich die Europäer gegen Russland wenden können und die (Süd-)Ostasiaten gegen China – und alles unter US-Führung.

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10 Kommentare

  1. Hallo,

    Die Amerikaner sollten sich an den Nuernberger Prozess erinnern. Man hat Deutschland einen Angriffskrieg vorgeworfen , und die damaligen deutschen Politiker als Kriegsverbrecher deklariert und zum Tode verurteilt. Heute dagegen sind die Amerikaner mit ihren fortwaehrenden Angriffskriegen zusammen mit den westeuropaeischen Politikern z.B. Deutschland, die Sauberleute der Welt. Das glauben sie zumindest und beluegen ihre Buerger, die sie waehlen. Auch die Medien sind von diesem Regierungsapparat abhaengig, und so schreiben und berichten sie auch zumeist ihre einseitigen Nachrichten und zum Teil Unwahrheiten.

  2. Ostasiaten gegen China

    Was ist denn das fuer ein Quark! Nippon wird keinen Krieg gegen China fuehren denn das wære das Ende dieses Inselreichs und das wissen die Japaner auch sehr genau! Ausserdem gibt es ueberhaupt keinen Grund dafuer….im Gegenteil….sehr viel japanische Firmen verkaufen nach China oder sind in China ansæssig. Allein schon solche haltlosen Spekualtionen in den Raum zu stellen zeugt vom schlichten Gemueht des Verfassers! Ausserdem ist China auch "Ostasien" und Chinesen demzufolge "Ostasiaten"! Der ganze Artikel ist ohne jede Substanz. Alles Aufgefuehrte ist seit langem bekannt und gehørt zur Dohgebærde der Ostkuestenmafia um keinerlei Einigkeit unter den Pazifiklændern mit China aufkommen zu lassen…kalter Kaffee von gestern also.

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